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Neoterisches Bewusstsein

Moderne Spiritualität | Bewusstseinswandel | Kundalini | Energetik |

Kategorie: Kundalini Seite 1 von 5

Inspiration Kundalini ist wie das Junge einer Schlange

Inspiration: Kundalini ist wie das Junge einer Schlange …

Inspiration Kundalini ist wie das Junge einer Schlange„So wie das Junge einer weiblichen Schlange zusammengerollt schlafend daliegt, ebenso liegt die Kundalini, sehr klein und drei-einhalb-mal zusammengerollt, wie eine weibliche Schlange, mit ihrem Kopf abwärts geneigt.
Sie gleicht einem Ring aus Blitzen, Windungen aus flammendem Feuer oder einer Stange aus purem Gold.

Festgehalten von Fäden, ist sie eingeschlossen zwischen zwei Windungen, aber wenn sie durch Vajrasana (Diamantsitz; der Fersensitz, eine Körperhaltung im Yoga) zusammen gepresst wird, wird sie erweckt.
Dann, wie ein Stern, der durch das All schießt, wie die Sonne, die von ihrem Platz am Himmel fällt oder wie ein Lichtpunkt, der hervorbricht, vergleichbar einem aufsprießenden Samen,
zerbricht sie ihre Fesseln, packt den Körper und erscheint in der Region des Nabels.
Viele Jahre lang hat sie sich nach dieser Erweckung gesehnt, 
und wenn diese geschieht, dann weitet sie mit großer Begierde ihr Maul nach oben.“

Jnanesvar 

Jnanesvar (1275–1296) war ein indischer Marathi-Heiliger, Philosoph, Kundalini-Meister und Nath-Yogi. Obiger Text stammt aus der Jnanesvari, Verse 222 – 228.

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1. Was ist Kundalini?
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3. Die spontane Erweckung
4. Aufstieg, Symptome u. Krisen
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6. Dreizehn Punkte, um Aufstiegs-Krisen zu überwinden
7. Siddhis und Paranormale Kräfte
8. Kundalini ist real!
9. Kundalini-Erwachen im Westen

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Die schönsten Kundalini-Zitate von Carl Gustav Jung

Die schönsten Kundalini-Zitate von Carl Gustav Jung

Die schönsten Kundalini-Zitate von Carl Gustav JungDer schweizer Psychiater Carl Gustav Jung (1875 bis 1961) war Begründer der analytischen Psychologie. Bekannt ist er für die tiefenpsychologische Archetypenlehre; er prägte u. a. Begriffe wie Anima und Animus und definierte den Individuationsprozess (Prozess der Selbstwerdung, der Ganzwerdung). Weniger bekannt ist, dass er sich auch mit dem Kundalini-Phänomen beschäftigte. Folgende Zitate, u. a. entnommen aus der amerikanisch-englischen Ausgabe des Printwerkes „The Psychology of Kundalini Yoga: Notes of the Seminar Given in 1932 by C. G. Jung“, Princeton University Press, 1996, USA, sind von mir ins Deutsche übertragen worden und handeln eben davon:

„Das Unbewusste zu aktivieren bedeutet, das Göttliche, die Devi, Kundalini zu erwecken – die Entwicklung des Suprapersonalen im Individuum, um das Licht der Götter zu entfachen. Kundalini, die im Muladhara-Chakra zu erwecken ist, ist das Überpersönliche, das Nicht-Ich … Aus diesem Grund ist Kundalini das gleiche Prinzip wie der Soter, die Erlöserschlange der Gnostiker.“ S. 68/69

„Sehen Sie, Kundalini ist in psychologischer Hinsicht das, was Sie zu den größten Abenteuern bringt. Es ist die Suche, die das Leben lebenswert macht, und dies ist Kundalini; dies ist der göttliche Drang.“ S. 21

„Jetzt müssen wir von Kundalini sprechen und was sie ist oder wie sie erweckt werden kann?“ Jung erklärt dann, wie das Erwachen entsteht … „durch die Gnade des Himmels. Etwas in dir, ein Drang in dir, ein Leitfunke, ein Ansporn … Und das ist die Kundalini.“ S. 20

„Es ist sehr wichtig, dass Sie geboren werden; Sie sollten in diese Welt kommen – sonst können Sie das Selbst nicht erkennen und der Zweck dieser Welt wurde verfehlt.“ S. 28/29

„Der Drang zur Verwirklichung drängt den Menschen natürlich dazu, er selbst zu sein. Wenn er die Chance hat, er selbst zu sein, würde er sich mit Sicherheit in seine eigene Form entwickeln, gäbe es nicht viele Beschreibungen, Hindernisse und Hemmungen, die ihn daran hindern, das zu werden, was er wirklich ist.“ S.4

„Vom Standpunkt der Götter aus ist diese Lebenswelt weniger als ein Kinderspiel; sie ist ein Samenkorn auf der Erde, ein bloßes Potential. Unsere ganze Welt des Bewusstseins ist nur ein Samenkorn der Zukunft. Und wenn es Ihnen gelingt, Kundalini zu erwecken, damit sie anfängt, das Potential zu erwecken, eröffnet sich notwendigerweise eine Welt, die eine Welt der Ewigkeit ist.“ S. 26

„Shakti-Kundalini ist eine Göttin. Sie ist das weibliche Prinzip, die sich selbst manifestierende Kraft, die den Edelstein in der Mitte umgibt, den Goldkern, das Juwel, die Perle, das Ei. Die Kundalini-Schlange ist jedoch auch Devi-Kundalini, eine Kette glitzernder Lichter, der „Weltbewahrer“. – C. G. Jungs Kommentare in Hauers deutschen Vorträgen. Indische Parallelen 11. Oktober 1930: Princeton University Press, USA, 1996, S. 74.

Deutsche Buchausgabe: C. G. Jung:  Die Psychologie des Kundalini-Yoga: Nach Aufzeichnungen des Seminars 1932
Englische Buchausgabe: C. G. Jung: The Psychology of Kundalini Yoga: Notes of the Seminar Given in 1932 

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1. Was ist Kundalini?
2. Die bewusste Erweckung – Shaktipat
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Kundalini-Erwachen im Westen

Kundalini-Erwachen im Westen

Kundalini-Erwachen im WestenEin Kundalini-Erwachen kann turbulent sein. Nicht immer ist es mit starken Krisen verbunden, nicht immer ist es nur negativ. Der Prozess ist in der Regel nie abgeschlossen, wechselt sich jedoch in der Intensität mit stärkeren und schwächeren Phasen ab. In besonderen Fällen können auch Suizid-Gedanken auftreten.

Nachfolgende Berichte veröffentliche ich u. a. für all jene, die denken, sie seien mit ihrer Erfahrung gänzlich alleine, für alle jene, die denken, niemand außer ihnen verstünde, wie es ihnen geht und was sie wirklich erleben …

Nachricht vom 18.01.2019:

Liebe Tanja,
Du hast mir Mut gemacht mit dem, was du über Kundalini schreibst.
Und es ist tatsächlich alles so, wie du sagst. Ich erlebe es seit 6 Jahren jeden Tag. Deshalb musste ich sogar in Behandlung, weil es so heftig ist. Hinzu kommen bei mir spezielle Traumata aus der Kindheit. Das macht es doppelt heftig.  Kundalini holt alles, diese alten Traumata, wieder hervor.
Manchmal spüre ich auch die gewaltige positive Kraft von ihr – aber das ist selten. Kaum wird es ein bisschen besser, kommt der nächste Energie-Schub. So liege ich also da und versuche, es auszuhalten. Und da hat mir dein Blog geholfen, denn jetzt weiß ich: Es kann milder werden. Danke dafür. Ich hoffe, dass das irgendwann geschieht.
Herzlich und alles Gute, Peter

Nachricht vom 27.01.2019:

Hi Tanja,
hab eben Deine Zeilen Kundalini – Aufstieg, Krisen und Symptome gelesen. Kann nur sagen: „So treffend!“ Echt. So wahr. So schonungslos. Hoffe es wird Dir geglaubt. Dein Bericht ist nicht wie andere Schönrednerseiten. Diese Leute wissen nicht, wovon sie philosophieren, sonst würden sie nicht immer alles rosa sehen.

Bin seit ca. 12 Jahren im Prozess und sie quält mich von früh bis spät. Dieses von den „Spiris“, wie ich sie gerne nenne, gesuchte Etwas, von dem sie gehört oder gelesen haben und das sie auch am liebsten sofort hätten. Dieses unnachgiebige Ding in mir … Selig sind die Unwissenden … Ich habe Kundalini nie als schön empfunden. Nie. Auch nicht die spirituellen Erfahrung/Erkenntnisse/Siddhis usw., die mannigfaltig sind. Was hab ich davon? Nix. Ertrage einfach nur und es kommt mir vor, als ob mein Inneres mit Spiritualität immer mehr ausgefüllt wird. Bei mir kam es mitten im Berufsleben zu einer Spontanerweckung. Ohne Vorwarnung. War sicher nie religiös oder spirituell … Denke, es kann jeden treffen, auch die, die es nicht forcieren. Irgendwann ist jede Seele dran.
Wie auch immer, vielen Dank für Deine Beschreibung. Alles Gute, Stephan

Peters und Stephans kurze, einprägsame Berichte stehen stellvertretend für viele Menschen, denen ein Kundalini-Erwachen in unseren Breitengraden einfach so passiert. Auch der Bericht von A., einem Koch, siehe Kundalini Erfahrung – ein Koch erzählt … sowie die Erfahrungs-Berichte in Kundalini ist real oder Authentische Kundalini-Erfahrungen klingen ähnlich. Nicht immer geht eine intensive spirituelle Praxis und/oder Yoga-Praxis einem Kundalini-Erwachen voraus. Nicht immer – und dies möchte ich nochmals heraus heben – ist ein Kundalini-Erwachen mit starken Krisen behaftet und nicht immer braucht jemand Hilfe oder gar ärztliche Betreuung, doch Symptome können auftreten. (Und natürlich gibt es daneben auch positive, beglückende Erfahrungen …)

Kundalini-Erwachen im Westen und Yoga-Lehrer

Ich veröffentliche die Berichte auch deshalb, weil ich das Bewusstsein der Kundalini-Yoga– oder Yoga-Lehrer schärfen möchte. Manchmal erreichen mich Mails von Lehrern, die in der Essenz klingen wie folgt:

a) Mit Kundalini-Yoga wäre das nicht passiert.
b) Die Energie ist steuerbar, bei richtiger Erweckung gibt es keine Krisen.
c) Heureka! Jetzt wirst du nicht mehr wiedergeboren.
d) Sat Nam. Egal, was du beschreibst, Kundalini ist immer positiv und du solltest aus karmischen Gründen deine Seite löschen.
e) Sowas kommt in meiner Schule nicht vor!
f) Wenn es nicht durch Yoga-Praxis erweckt wurde, ist es auch keine Kundalini.
g) Selber schuld!

D. h. die Yoga-Lehrer kennen ev. die Literatur nicht oder gehen generell davon aus, dass a) Kundalini ausschließlich durch Yoga-Praxis erweckt und b) durch Kundalini-Yoga-Praxis die Energie so gelenkt und kanalisiert werden kann, dass keine Beschwerden auftreten. Punkt a) ist definitiv unrichtig. Es treten viele Spontanerweckungen so auf, wie z. B. Stephan es beschrieben hat. Dies ist auch in der Literatur beschrieben und bekannt, und dies bezeugen auch die vielen Zuschriften, die ich bekomme und u. a. hier auf dem Blog veröffentlicht habe. Zu Punkt b) sage ich Jein. Kundalini-Yoga mag in Einzelfällen helfen, ich schließe diese Yoga-Praxis nicht gänzlich aus und praktiziere selber intensiv seit 2017 – siehe Artikel. Steuerbar ist die Energie jedoch für mich dennoch nicht. Punkte c) bis g) zeugen m. E. von Ignoranz, Fehl- oder Unwissen.

An einer ausgeprägten Symptomatik litten übrigens auch Gopi Krishna und Jiddu Krishnamurti. Auch von Swami Muktananda und Irina Tweedie sind Krisen bekannt. Alle waren auf ihre Weise spirituell geschult.

Wann ist Kundalini Kundalini?

Die Deutungshoheit, wann Kundalini eben Kundalini ist und wann nicht, können m. E. nach Yoga-Lehrer nicht (mehr) für sich alleine in Anspruch nehmen, insbesondere nicht vor dem Hintergrund der bekannten Literatur und der Erfahrungsberichte, und insbesondere nicht, wenn sie das Phänomen nicht selbst erlebt haben, bzw. etwaige Einzelsensationen wie Aurasichtigkeit und/oder das Fühlen eines leichten, angenehmen Energiestroms während der Praxis als Indiz nehmen …

Unterscheidung von energetischer Erfahrung und Kundalini

Kundalini-Energie ist z. B. auch im Alltag, beim Einkaufen, Autofahren, Arbeiten usw., permanent ansprech- und fühlbar und hält in dieser Qualität über längere Phasen (Wochen, Monate, Jahre) hindurch an, d. h. sie ist dauerhaft, konstant und tut das Ihre ohne äußeres Zutun, ohne, dass sich der Erweckte auf die Energie konzentrieren oder kontemplativ versammeln muss. Sie fließt von alleine, egal ob der Betreffende es will oder nicht, kann jedoch in der Intensität schwanken, wenngleich für gewöhnlich abends, nachts oder in bestimmten Lebensphasen verstärkte Aktivität auftritt. Sie ist aber kein energetisches, mit paranormalen Qualitäten verknüpftes Einzelerlebnis, das für wenige Minuten ausschließlich in der Mediation oder bei Yoga-Stunden auftritt. Zur Verdeutlichung: Ein Peak ist eine energetische oder transzendentale begrenzte Erfahrung mit oder ohne Erleuchtung. Kundalini aber ist in der energetischen Qualität unbegrenzt, dauerhaft und wirkt – teils auf unangenehme Weise – in den Alltag und sogar in Partnerschaften/Beziehungen hinein. Zu behaupten, die Energie – egal welche – sei steuerbar, trifft so gesehen zu, wenn sie nur gelegentlich und unter gewissen Parametern/Voraussetzungen auftritt, wie z. B. in der Meditation oder während der Yoga-Stunde. Probleme verursacht Kundalini jedoch eben nicht zu gewissen Zeiten und in vorgegeben Intervallen, sondern, wie erwähnt, außerhalb: im Alltag, nachts und vor allem, wenn das Tagesbwusstsein beiseite tritt, das heißt im Schlaf.
Zudem ist es dem Wiener Institut für angewandte Biokybernetik und Feedbackforschung gelungen, die Energie mittels Messinstrumenten nachzuweisen, siehe u. a. die Forschung um Karl Heinz Eder, Gerhard E. Eggetsberger, sowie andererseits die Forschungsergebnisse von Dr. Hiroshi Motoyama. Darüberhinaus gibt es ganz klare Anhaltspunkte

Die Unterscheidung, die von Yoga-Lehrern i. d. R. nicht getroffen wird, ist, dass z. B. Kundalini-Yoga – mitunter auch Tantra – per se auf ein Erwachen der Energie ausgerichtet ist, wohingegen es Menschen gibt, deren Kundalini (spontan) und ohne äußeres Zutun oder bewusste Intention erwacht ist. Mit letzteren bin ich für gewöhnlich in Kontakt, und die Frage, die zu stellen ist, bzw. die Aussage, die zu treffen ist, lautet nicht „Mit Kundalini-Yoga wäre das nicht passiert“ oder „Selber schuld“ sondern „Wie wirkt die Kundalini-Yoga-Praxis auf einen Erwachten?“ D. h.: Wie lautet oder was ist die Antwort aus Yoga-Sicht für einen Erwachten mit ausgeprägter Symptomatik? (An dieser Stelle sei nochmals darauf hingewiesen, dass starke Krisen/Beschwerden im Aufstiegsprozess nicht auftreten müssen, aber auftreten können.)

Wie wirkt Yoga-Praxis auf einen Erwachten?

Da ich selbst im Jahr 2012 ein Spontan-Erwachen hatte und seit 2017 intensiv praktiziere, kann ich soweit aus eigener Erfahrung sprechen, dass Kundalini-Yoga – bei mir! – die Symptome nicht verstärkt, aber auch nicht abschwächt. Es ist eher so, dass ich durch die Praxis noch mehr Energie zur Verfügung habe, ich daher in manchen Nächten mit ca. 3 bis 5 Stunden Schlaf auskomme. Ansonsten ist das körperliche und seelische Wohlbefinden gesteigert, insbesondere liebe ich die Meditationen von Yogi Bhajan. Es fühlt sich für mich energetisch sehr angenehm an, dieses Meditationen mit den Mudras durchzuführen, auch gibt es mittlerweile von mir favorisierte Yoga-Übungs-Sequenzen, die sich für mich – jetzt spreche ich lapidar –  „energetisch himmlisch anfühlen“ … Ich freue mich häufig auf die Übungen, es ist mir eher Highlight des Tages als eine Pflicht … (Linkverweise zu den Übungen in Buchform untenstehend.) Doch ist über diese Praxis für mich Kundalini nicht steuerbar (geworden), weder währenddessen noch im Alltag oder nachts. Große Herausforderungen bereitet sie mir zwar schon länger nicht mehr, ich bin in einer eher ruhigeren Phase, aber auch in dieser Phase kann ich nicht sagen, dass ich über die Yoga-Praxis die Energie steuern/lenken könnte. Sie tut nach wie vor, „was sie will“: Gelegentliches Herzrasen, intensive Emotionen, flüchtige paranormale Erlebnisse, starke Sinneseindrücke usw. … – alles nach wie vor da, nur eben auf eine erträgliche, lebbare Weise, wie auch vor Beginn der Praxis.

Es kann dennoch jeder, der ein spontanes Kundalini-Erwachen hatte, die Kundalini-Yoga-Praxis vorsichtig antasten und sodann für sich selbst entscheiden, ob es sich für ihn gut oder schlecht anfühlt. Achtung: Achtzugeben ist vor allem bei starken Krisen auf Pranayama-Übungen (Atemübungen.) Wie Holotropes Atmen kann auch Pranayama die Symptome verstärken.
Doch gilt auch bei den Yoga-Körperübungen, dass bei einer Verstärkung der Symptome die Praxis besser eingestellt wird und/oder zu einem späteren Zeitpunkt fortgeführt wird.

Relativieren möchte ich jedoch die „General-Aussagen“ westlicher Yoga-Lehrer wie oben genannt. Es herrscht m. E. tatsächlich sehr viel Unwissen, bzw. mag so mancher nicht akzeptieren (können), dass Kundalini auch spontan, ohne spirituelle oder ohne langjährige Yoga-Praxis erwachen kann – und daher wenig bis kaum in das traditionelle Modell passt. So ist m. E. nach nicht ein Spontan-Erwachter „schuld“, der da nicht ins „System passt“ oder der karmisch leider nicht privilegiert genug war, sich in diesem Leben Kundalini-Yoga zu widmen, bevor die Energie bei ihm erwachte, noch bin ich eine Zumutung, weil ich diese Seite betreibe, sondern scheint u. a. verletzter Stolz oder Abwehr nach dem Motto „Es darf nicht sein, was nicht sein kann“ eine Rolle zu spielen. Dies finde ich umso bedenklicher, da Erwachte mit starker Symptomatik und/oder Erwachte mit tendenzieller Suizid-Gefährdung von eben den Menschen, von Kundalini-Yoga-Lehrern, die für sich in Anspruch nehmen, mit dem Phänomen tatsächlich oder zumindest theoretisch betraut zu sein, kaum adäquate Hilfe erwarten können, insbesondere nicht, wenn Aussagen getroffen werden, wie oben benannt. Dies mag nicht pauschal zutreffen, spiegelt aber meine Erfahrung.

Anzumerken ist, dass jede etablierte Yoga-Praxis ein wundervoller Weg ist, gesund, heil und glücklich zu werden. Sei es Hatha-Yoga, Bhakti-Yoga, Jnana-Yoga oder Kundalini-Yoga. Letztlich kommt es m. E. nicht darauf an, die Energie zu erwecken, sondern das Bewusstsein dahingehend zu erweitern, dass es mehr gibt, als Maya, die materielle Welt. Wer das in seinem Leben nicht nur theoretisch erfasst, sondern auch erfährt, hat m. E. schon viel gewonnen. Dazu tragen die Yoga-Systeme viel bei – und dazu braucht es nicht notwendigerweise eine Erweckung.

Buchempfehlungen:

Gemeinhin wird empfohlen, sich einen Yoga-Lehrer zu suchen. Ich habe zwar auf eigene Faust zu üben begonnen, weil in meiner unmittelbaren Nähe keine Schule ist und ich körperlich schon immer sehr aktiv gewesen bin, aber das ist ev. nicht für jeden empfehlenswert.
Wer neugierig, körperlich gesund, eher autodidaktisch ist und sich leicht in andere Themen- oder Wissensgebiete einfinden kann, vielleicht es sogar als eher hinderlich empfindet, einen „Lehrer“ zwischen ihm und dem Wissen, das er lieber selber erkunden und erproben will, zu haben, kann auch selbstständig zu üben beginnen und Yogi Bhajan per se als „imaginären“ Lehrer betrachten. Grundsätzlich sind die Übungen in den Büchern sehr gut erklärt und auf körperliche Einschränkungen sowie Übungsdauer und Intensität wird hingewiesen. Sie eignen sich (auch) zum Selbststudium. Wer den persönlichen Kontakt bevorzugt und sich anleiten/korrigieren lassen möchte, der „braucht“ natürlich einen Lehrer. Hier darf jeder selber das Netz bemühen.

  

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Über die unreife Ablehnung des Verstandes

Über die unreife Ablehnung des Verstandes

Über die unreife Ablehnung des Verstandes„Das Ich ist eine notwendige Entwicklungsstufe der menschlichen Persönlichkeit, doch keineswegs deren krönender Abschluss. Ebenso ist Vernunft oder Rationalität eine unverzichtbare Eigenschaft oder Kraft des menschlichen Seins, aber eben nur eine unter vielen, und keineswegs die wichtigste. Ich und Verstand sind in der Geschichte des Bewusstseins relativ neue Phänomene. Beide werden dereinst durch ihnen überlegene Formen der Existenz abgelöst werden. Die Suche nach Sinn und Glück, der eine ständige wachsende Zahl von Menschen der westlichen Welt ihr Leben widmet, ist die Kehrseite einer tiefen Unzufriedenheit mit den in unserer Kultur herrschenden Werten, Einstellungen und Lebensformen. Letztlich geht es dabei um eine Suche nach dem, was jenseits der Grenzen des Ich und des Verstandes liegt. Unglücklicherweise führt diese Reise jedoch häufig nicht zu einer Transzendierung des Ich und der Rationalität, sondern zu einer unreifen Ablehnung der Individualität, was paradoxerweise mit narzisstischer Befangenheit, Ich-Inflation und fanatischer Ablehnung des Verstandes einhergeht.“ – Dr. Lee Sannella

Dr. Lee Sannella, Zitat (S. 18 ff, Ausgabe 1989) aus dem Buch Kundalini-Erfahrung und die neuen Wissenschaften

Erläuterung:

Dr. Lee Sannella kritisiert hier die Infantilisierung, bzw. die Verkleinerung des „Menschseins“ an sich in der Populäresoterik, mitunter auch in der Magie, im New Age und im Spiritismus. Er sieht in der „fanatischen Ablehnung“ des nach populäresoterischer Anschauung so bezeichneten „Egoverstandes“ keine Transzendierung (vereinfacht: Bewusstseinserweiterung, spirituell-mystische Erfahrung), sondern eine unreife Ablehnung des eigenen Soseins, der eigenen Individualität. Da ich diese Ansicht vollumfänglich teile und im Artikel Vom Mythos Herz gegen Kopf – Gefühl gegen Verstand eben darüber berichtet habe, schien mir obiges Zitat als Add-On zu diesem Artikel sinnvoll zu sein.

Dr. Lee Sannella war ein kalifornischer Psychiater und Augenarzt, der sich eingehend mit dem Kundalini-Phänomen befasste. Er starb im Jahr 2010 und wurde 93 Jahre alt.

Weiterführende Artikel zum Thema:

Interview mit Dr. Lee Sannella: Was ist Kundalini?
Vom Mythos Herz gegen Kopf – Gefühl gegen Verstand
Populäresoterik vs. Spiritualität
Der Licht-und-Liebe-Terrorist
Keine Bienchen-und-Blümchen-Esoterik
Was ist Kundalini?

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Kundalini und Liebesbeziehungen

Kundalini und Liebesbeziehungen

Kundalini und LiebesbeziehungenWie geht es mir denn mit Kundalini? – Das fragt man mich des öfteren. Ich möchte in folgendem Bericht ehrlich und authentisch und „einfach“ sein … Ich habe bisher über meinen Kundalini-Prozess berichtet, siehe Artikel Mein Kundalini Prozess, doch dieser Prozess ist natürlich noch nicht abgeschlossen ist und somit nur ein Ausschnitt, der aber nicht für das „Ganze“ steht … Tatsächlich ist es so, dass ein Kundalini-Prozess niemals aufhört, dass er ev. mal ruhen und sich wieder intensivieren kann und je mit unterschiedlichen Empfindungen einhergehen kann …

Dies zum „aktuellen Befund“:

Im Mai 2018 habe ich mich in einen Mann verliebt, der es letztendlich trotz vieler positiver Aspekte dennoch nicht war. Ich denke rückblickend, dass ich mich mehr in das Potential dieses Mannes verliebt habe als in die tatsächlich vorhandene Persönlichkeit.

Diese Liebe erwies sich spätestens bis Mitte Juli 2018 als aussichtslos. Es kamen noch einige Kränkungen hinzu und so beendete ich die Beziehung, obwohl ich immer noch Gefühle für diesen Mann hegte. Doch ich erkannte, dass er mich nie glücklich machen würde und dass es sinnlos war, weiter darin verhaftet zu bleiben.
Das Prekäre daran: Weil ich durch Kundalini hochsensibel und intensiv fühlend geworden bin, sind auch alle Gefühle, die in der Trennungsphase auftreten, z. B. Wut auf sich selbst und den anderen, Enttäuschung, Trauer, irrationale Sehnsucht, um so vieles größer geworden … Ich bin diesem Mann gegenüber nur bedingt nachtragend. Es hat eben nicht geklappt, sowas passiert … Er mag in gewissen Aspekten „Schuld“ haben, aber ich hätte mehr auf die tatsächliche Realität und weniger auf eine mögliche Realität achten sollen … Zudem war dieser Beziehungsversuch und sein Ende objektiv betrachtet nicht allzu dramatisch – wäre Kundalini nicht. Im Normalfall erkennt man einfach die wahre Person, entlarvt seine eigene Projektion oder die des anderen, oder man erkennt einfach die „Inkompatibilität“ wie nach einem zweiten/dritten Date und geht seiner Wege …

Doch ist die Verarbeitung dieser Gefühle sehr intensiv. Früher, vor meinem Kundalini-Erwachen, wäre ich in max. zwei Wochen damit fertig geworden, jetzt dauert es schon ca. vier Monate … Und da ich mental und im Dritten Auge relativ stark bin, ist es aktuell so: Nur ein falscher Gedanke, nur eine falsche Assoziation/Erinnerung zu/an diesen Mann, möge sie auch noch so dezent und vage sein, und es ist, als würde ich „energetisch“ zusammengeschlagen … Es kann auch ein energetischer Thrill sein, eine Müdigkeit, die mich überkommt, tiefe Traurigkeit und energetisch physische Empfindungen, als läge mein Herz auf einem glühenden Rost … Es brennt tatsächlich und genauso ist es fühlbar, als heißes Brennen. Doch um dies zu relativieren: Dieses energetisch physische Herzbrennen tritt auch auf, wenn ich z. B. auf ganz alltägliche, lapidare Unstimmigkeiten im zwischenmenschlichen Bereich treffe. Sowie es auftritt, wenn ich z. B. Negativität in der Gesellschaft erkenne, in politischen Strukturen, die menschenverachtend sind oder Tierschutzgesetze aushebeln und der Umwelt schaden … Diese Empfindung ist weniger Weltschmerz als übergeordnet, in der wahrsten Essenz ein Schmerz über individuelles oder kollektives Missverstehen/Missachten und das daraus entstehende Leid … Es tut mir für uns alle so schrecklich leid, dass es eben „so“ und nicht „anders“ ist … 

Grundsätzlich sind diese intensiven Emotionen in Relation zu ihrer Ursache übersteigert, doch eben dies bringt Kundalini mit sich. Sie verfeinert und vergrößert Emotionen. Sicher ist es so, dass Kundalini „ihre Kinder“ transformiert, dass wir sensibler werden, weicher, verletzlicher, aber für diese irdische Schwingungsebene ist eben dies „unpraktisch“. So kann leichte Gereiztheit wegen einer Lappalie im Berufs- oder Familienleben auf einmal großer Stress sein. Ein Anstehen bei der Kasse im Supermarkt kann „auf Kundalini“ auch den ruhigsten und ausgeglichensten Menschen plötzlich aggressiv werden lassen. Und aus diesem Grund erachte ich die Gefühle in Anbetracht des damit einhergehenden Auslösers, in dem Fall des gescheiterten Beziehungsversuches, zwar als absurd, strauchle aber dennoch …

Bildlich gesprochen ist es so, dass ich z. B. tagelang völlig mit mir im Reinen bin, bis plötzlich ein subtiler Gedanke kommt oder ich durch Zufall im Außen an diesen Mann erinnert werde, und unter mir wird der Boden plötzlich steil und eröffnet ein Gedankengelände, teils bewusste oder unbewusste Assoziationsketten, die zurück bis an die Ursache gehen, zurück auf die „falschen“ Gefühle, und auf diesem Gedanken-Geröll rutsche ich hinunter und hole mir viele Schrammen bis ich irgendwann entkräftet auf den Boden schlage … – Wegen nichts. Wegen eines einzigen, falschen Gedankens.

Exkurs: Im Sein mit anderen können z. B. folgende Phänomene auftreten: Wenn ich vor mehreren Menschen z. B. Gitarre spiele und singe, so kumuliert sich die positive Energie der Menschen, denen das Spiel gefällt, und erzeugt eine Art „High-sein“ in mir, das sofort oder abends über mich bricht. Das ist die positive Energie, die sich auf mich überträgt, die mich aufbaut und stärkt – im Falle, mein Spiel hat gefallen. All das ist energetisch fühlbar und geht über ein „sich gut fühlen“, weil man zufällig „gefallen“ hat, weit hinaus. Es ist unbändige Freude samt Dauerlächeln.

Wenn ein Mann z. B. an mir interessiert ist und romantisch an mich denkt, so kann es durchaus sein, dass ich davon „high“ werde, dass die positive Energie, die er an mich sendet, mich stärkt und aufbaut … Auch das ist tatsächlich ätherisch-energetisch fühlbar und keine Metapher. Aus diesem Grund sind leichte Liebesgefühle, Sympathie und Zuneigung, die einem Erwachten/einer Erwachten entgegengebracht werden, in der Intensität sehr groß, weswegen trotz der überbordenden Emotionen, die auf der anderen Seite, beim Empfänger entstehen, die Bodenhaftung nicht verloren gehen darf/sollte.

Eben dies war für mich in meinem „Beziehungsversuch“ zunächst nicht all zu leicht zu erkennen, denn Sympathie, erotische Anziehungskraft, Zuneigung ist noch lange keine Liebe, auch wenn es sich auf der Seite des Empfängers, beim Kundalini-Erwachten, so übergroß und intensiv anfühlen mag … Es ist schwierig. Es ist, als sei man wieder jung und tappt in jede Falle/Schwierigkeit, die Mann-Frau-Beziehungen mit sich bringen, wiederholt Lektionen, die man schon in jungen Jahren gelernt hat, doch dies mit völlig anderen Vorzeichen, mit völlig anderen Gegebenheiten/Annahmen und mit völlig anderen Lernergebnissen. Ein jeder Mensch, der sich verliebt, ist auf seine Art „high“, doch dies ist nocheinmal verstärkt, wenn es einen Erweckten betrifft. Und innerhalb der Gefühlsintensität können dahingehend Falschinterpretationen entstehen, dass es doch etwas bedeuteten muss, wenn es sich so extraordinär anfühlt, dass es mehr sein muss, als das Gewöhnliche, doch in der Regel ist es das nicht, sondern nur ein „High-sein“ aufgrund einer verhältnismäßig milden und leichten Zuneigung des anderen, aufgrund leichtem Interessens, das auch schnell wieder verfliegen kann …

Neben dem Highsein gibt es natürlich auch den anderen Vektor mit derselben Dynamik. Wenn mich z. B.  jemand nicht mag und mir Antipathie entgegenbringt, dann werde ich davon traurig, müde und depressiv … Das kann schon geschehen, wenn ich z. B. ein Facebook-Posting mache, und jemand versteht es nicht, hat eine „unmögliche“ Meinung dazu und/oder ist einfach nur „doof“ … Davon werde ich müde und traurig … Auch das geschieht nicht über meine Interpretation eines Kommentars, sondern es ist eine direkte Übertragung diverser, unangenehmer Energiequalitäten wie Ignoranz, Egozentrik, Primitivität, Kleingeistigkeit, Unbewusstheit, Antipathie … Es ist also wirklich nicht so einfach mit Kundalini. Sie macht uns – und jetzt spreche ich lapidar – zu den größten Mimosen des Erdballs.

Vielleicht kennt der eine oder andere den berühmten Klingelton im Ohr, das Pfeifen oder das Vibrieren in den Ohren oder am ganzen Körper … Das ist meines Wissenstandes nach der Oberton einer höheren Realität, mit der wir uns im Moment des Klingelns/Vibrieren verbinden … Kundalini-Erwachte sind im Aufstieg. Sie steigen schneller und intensiver auf, als andere. Diesen Klingelton habe ich seit Verarbeitung meiner Emotionen täglich im Ohr, manchmal nur wenige Sekunden, manchmal auch ein bis zwei Minuten lang … Es kann auch sein, dass „Information“ auf mich gespielt wird. Die Nächte sind häufig herausfordernd. Emotionen verbrennen, die Seele brennt, das Leben brennt …

Ich denke, ich muss aus dieser Lebensepisode lernen, noch genauer und expliziter in der Partnerwahl zu werden, als ich es ohnehin schon bin. Es gibt mit Kundalini keinen Spielraum mehr, kein Versuchen und kein Ausprobieren … In Anbetracht dessen, dass man als Erweckte(r) auch bei einem geringen „Fehltritt“ so sehr büßen muss, sind auch sich anbahnende Liebesbeziehungen und/oder „Beziehungsversuche“ relativ heikel. Einfach ist gar nichts mehr.

Nachtrag 1: Es fällt mir übrigens nicht allzu leicht, öffentlich darüber zu sprechen/schreiben, weil es mit einer gewissen Peinlichkeit behaftet ist, so zu straucheln, aber andererseits halte ich es für wichtig. Wir alle lernen. Auch ich. Und mit erweckter Kundalini ist es so ähnlich, als müsse man neu zu gehen, zu denken und zu sprechen lernen, denn das Leben und alles, was bis dahin „sicher und bekannt und gültig war“, gibt auf nichts mehr eine Gewährleistung und muss abermals neu erfahren und begriffen und gelernt werden.

Nachtrag 2: Dieser Artikel richtet sich mehr an Menschen, die mit Kundalini betraut sind. Vielleicht kennt der eine oder andere Erwachte diese Hürden, die in Liebesbeziehungen auftreten können, und wenn nicht, dann ist meine Erfahrung im besten Fall ein Kompass, der etwas Orientierung geben kann.

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5. Mein Prozess
6. Dreizehn Punkte, um Aufstiegs-Krisen zu überwinden
7. Siddhis und Paranormale Kräfte

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Bin ich im Lichtkörperprozess

Bin ich im Lichtkörperprozess?

Bin ich im Lichtkörperprozess? Ist es Kundalini? Oder bin ich nur krank?

Bin ich im LichtkörperprozessAls „Lichtkörper“ wird konkret und im ureigensten Sinn der Astralkörper, der Feinstoffkörper bezeichnet. Der Mensch hat einen physischen Körper und einen Energie-, bzw. Feinstoffkörper. Dieser Feinstoffkörper wird Lichtkörper genannt, weil er in den astralen Ebenen als Lichtkörper sichtbar ist, bzw. dieser Körper subtil wahrnehmenden Menschen als hell und lichtvoll erscheint. 

Wieder andere sehen im Lichtkörper die Merkaba. Merkaba bedeutet „Thronwagen“ und ist ein Begriff aus der jüdischen Mystik, dargestellt als zwei ineinander tauchende Pyramiden, das Merkaba-Symbol.

Die begriffliche Unschärfe ist also schon evident, und auch der „Lichtkörperprozess“ ist eine esoterisch-spirituelle Diktion (Sprechhaltung), die als Fachbegriff nicht determiniert ist, daher im Grunde „jeder“ verwenden kann, wie er mag … Aus diesem Grund sind Bücher/Webseiten zum Lichtkörperprozess inhaltlich stets im Selbstverständnis des Autors/Webseitenbetreibers verfasst, was der Leser „richtig“ – im Sinne des Autors – verstehen kann oder nicht, doch auch wenn es gelingt, so entsteht lediglich eine Subjekt-zu-Subjekt-Brücke, das heißt, vereinfacht gesprochen: „Es sind sich zwei einig.“ Es entsteht jedoch kein objektiv verwertbares Wissen.

Meiner Erfahrung nach bedienen Inhalte zum Lichtkörperprozess bedauerlicheweise einmal mehr einen esoterischen Reaktionismus, wie ich diesen häufig in der Populäresoterik finde. Leider sind auch klassische Kundalini-Aufstiegssymptome u. a. dem „Lichtkörper-Prozess“ hinzuzurechnen. Auch gibt es physische und psychische Krankheiten, die Unwohlsein erzeugen, jedoch weder Kundalini-Aufstiegssymptomen noch dem Lichtkörperprozess zuzuordnen sind. Bsp: das Klimakterium der Frau, Psychosen, Lyme-Borreliose oder einfach nur gewöhnlicher „Kopfschmerz“, wie ihn viele kennen … Daher: Ich halte Bücher/Webseiten zum Lichtkörperprozess für keine seriöse Informationsquelle. Entstanden ist die „Populäresoterik“ um den Lichtkörper 1987. Ich habe drei verschiedene Bücher zur Thematik gelesen und da alle auf verschiedenen Channelings beruhen, die ich generell kritisch sehe, siehe meine Rezension zu Tatort Jesus, mein neues Testament, steht die ganze Thematik nicht nur auf tönernen Füßen, sondern bedient mehr oder minder den Markt und darüber hinaus so manches Ego: Es mag vielen Menschen besser gefallen, Kopfweh zu haben, weil z. B. Portaltag ist, als Kopfweh zu haben, weil der Kopf einfach mal weh tut. Und der Schnupfen ist dann „Transformationsschnupfen“ und der Schwindel hat mit dem Aufstieg zu tun etc. …

Wer dennoch auf diese Thematik hält, sollte meiner Meinung nach Wert darauf legen, dass innerhalb der Beschreibung der Lichtkörperthematik auch andere Seins- und Denkmodelle „faktisch“ nicht ausgeschlossen, sondern mindestens verglichen werden. Das heißt, der Kundalini-Prozess sollte entweder fein säuberlich vom Lichtkörperprozess unterschieden oder inkludiert werden, sowie auf alle körperlichen Krankheiten, die einen Lichtkörperprozess simulieren können, hingewiesen werden sollte. Ist das nicht der Fall und präsentiert der Autor am Ende ein Produkt, mit dem entweder der Lichtkörperprozess beschleunigt, initiiert oder die Symptome „garantiert“ zum Erliegen kommen, dann ist meiner Meinung nach Vorsicht geboten. Auch müssen alle seine Schriftwerke als Behauptung betrachtet, bzw. kritisch geprüft werden, wenn bis auf des Autors eigene Erfahrung keine Verweise gegeben sind, denn der Verfasser könnte seine eigenen Symptome nicht „unterschieden“ haben, nicht abgeklärt und generell und pauschal mit dem Lichtkörperprozess oder mit einem Kundalini-Erwachen verwechselt haben.

Es herrscht hier leider – eben mangels Differenzierung – viel Halb- und Unwissen.

Der Lichtkörperprozess kommt thematisch meiner Überzeugung nach nicht über sich selbst hinaus, wenn er die anderen Seins- und Denkmodelle nicht kennt oder sich davon nicht zu inkludieren oder abzugrenzen weiß, daher stiften diese Inhalte meiner Meinung nach mehr Verwirrung als Klarheit, und eben deswegen erreichen mich Fragen wie eingangs genannt.

Ich selbst ziehe ein Kundalini-Erwachen innerhalb Beratungen generell erst in letzter Konsequenz in Betracht, erst, wenn schulmedizinisch alles abgeklärt ist. Und ich habe eine Palette von „Fragen“, Kundalini-Anamnese sozusagen, mit denen ich mich behelfe und darüberhinaus gibt es ein paar dezidierte Anhaltspunkte … Doch: Nur, weil jemand innerhalb der Meditation für ca. eine Minute Rückenschmerzen hatte, muss es noch kein Kundalini-Erwachen sein. Vielleicht ist die betreffende Person nur unglücklich gesessen.

Die Frage, ob sich jemand im Lichtkörperprozess, im Kundalini-Aufstiegsprozess oder in einer Krankheit befindet, lässt sich somit nicht abschließend beantworten, jedoch sollte die Papier- und Webliteratur dazu kritisch und nicht schwärmerisch gelesen werden. Schlimmstenfalls detektiert sich jemand im Lichtkörper- oder Kundalini-Aufstiegsprozess und hat tatsächlich eine schwere Krankheit, wie z. B. Lyme Borreliose. Umgekehrt kann es natürlich passieren, dass sich jemand im spirituellen Erwachen – ich möchte das Wort Lichtkörperprozess nicht verwenden – befindet und von der Schulmedizin falsch diagnostiziert und falsch behandelt wird, da diese zwar u. U. die Spirituelle Krise und marginal – in sehr wenigen psychotherapeutischen Praxen – den Kundalini-Aufstiegsprozess kennt, jedoch kaum bis gar nicht den sog. Lichtkörperprozess. Auch Menschen, die nicht krank sind aufgrund eines bakteriellen/viralen Infektes, aufgrund eines Gendefektes oder einer Autoimmunkrankheit usw. …, Menschen, die sich dezidiert im Kundalini-Aufstiegsprozess befinden, werden von der Schulmedizin in der Regel falsch diagnostiziert und falsch behandelt. Doch der Ausschlussweg zur Bestimmung des subjektiv-spirituellen, des persönlichen Emanationsweges beginnt im Physischen, daher bei der Symptomabklärung. Viele körperlichen Beschwerden lassen sich hervorragend schuldmedizinisch feststellen und sind, insofern richtig diagnostiziert, in der Schulmedizin „gut aufgehoben“, wiewohl jeder natürlich Naturheilkunde hinzunehmen kann … So sind z. B. Rückenschmerzen u. U. eben wirklich „nur das“, und deuten nicht per se auf ein Kundalini-Erwachen hin.
Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass es natürlich auch vorkommen kann, dass eine körperliche Erkrankung und ein spirituelles Erwachen, z. B. Kundalini-Aufstieg, gleichzeitig vorliegen. So der Betreffende nicht schon eine Odyssee an Arztkonsultationen hinter sich hat, ist eine eindeutige Zuweisung, im Sinne eines punktuellen Dingfestmachens innerhalb der Symptomatik, kaum sinnvoll. Das Drama für den Betroffenen liegt häufiger darin, die „richtige“ Diagnose als die „richtige“ Behandlung zu finden. Es liegt an den Ärzten, den spirituellen Lehrern und Therapeuten, in diesen Fällen höchste Umsicht, Sorgfalt und Selbstkritik gegenüber dem eigenen Wissen walten zu lassen, so wie es auch an der betroffenen Person liegt, den eigenen Symptomen kritisch und selbstverantwortlich gegenüber zu sein und immer wieder offen für „neue Wege“ oder „Erkenntnisse“ zu sein. Meiner Erfahrung nach gelingt dies – beiderseits! – jedoch kaum bis gar nicht. 

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