Jiddu Krishnamurti über Kundalini u. Erleuchtung – Teil 1

Krishnamurti KundaliniKundalini: Jiddu Krishnamurti spricht über Kundalini und Erleuchtung – Teil 1

Jiddu Krishnamurti, 1895 bis 1986, war ein indischer Theosoph und Philosoph. Er befasste sich überwiegend mit der Erlangung absoluter geistiger Freiheit durch Meditation, erörterte aber ebenso spirituelle und philosophisch Fragen. Für mich – wie gewiss für unzählige Menschen in dieser Welt – ist er einer der weisesten Männer des 20. Jahrhunderts gewesen, dessen Lehren bis heute nichts an ihrer Gültigkeit verloren haben.

Nachfolgenes Youtube-Video habe ich übersetzt. Jiddu Krishnamurti spricht darin über Kundalini und Erleuchtung. Obwohl das Englisch von Krishnamurti fallweise bricht und etwas „verwaschen“ ist, habe ich es nach bestem „Hören“ und Gewissen übersetzt. Etwaige „Hörfehler“, die dem aufmerksamen Leser auffallen, können mir gerne gemailt werden.

Jiddu Krishnamurti über Kundalini und Erleuchtung

Übersetzung:

Frage an Krishnamurti, die er dem Publikum verliest: „Einige von uns, mich eingeschlossen, hatten Erfahrungen von Licht, das sie gesehen haben, ein Gefühl, eins zu sein mit dem Universum, Energie, die erwachende Kundalini, eine innerliche Aktivität von Klarheit. Das dauerte manchmal nur Momente, manchmal dauerte es Stunden. Sind das nicht Schritte auf dem Weg zur Erleuchtung?“

Der Unterschied zwischen Erfahrung und Erleuchtung nach Krishnamurti

Jiddu Krishnamurti macht eine lustige Anmerkungen, dann antwortet er: Wisst ihr, einige Menschen haben bestimmt eine gewisse Erfahrung gemacht, eine gewisse Erkenntnis. Ich würde Erfahrung nicht benennen wie … Nein. Lasst uns herausfinden, was Erfahrung ist: Was ist eine Erfahrung? Entweder ist es eine sensorische Erfahrung, eine sensuelle Erfahrung, eine psychologische Erfahrung oder eine physische Erfahrung wie Schmerz, Zahnschmerzen und so weiter.
Wir sprechen hier über psychologische Erfahrungen. Was also meinen wir, wenn wir über Erfahrung sprechen? – Einen Vorfall den du erkennen und benennen musst, und deshalb ist die Erfahrung von dir getrennt, da du ja gerade erfährst. Deswegen bedeutet es: Wenn der Erfahrende etwas erfährt, muss er wissen, was es ist. Er muss imstande sein, zu erkennen. Wenn ich die Erfahrung nicht erkennen kann, existiert sie nicht. (…) Ich habe in meiner Erfahrung als Hindu ein göttliches Wesen gesehen, das ebenfalls Hindu ist, weil mein Gehirn dafür konditioniert ist. Wenn du Christ bist, hast du eine Erfahrung von Jesus. Daher: Solange ein Erfahrender getrennt ist von der Erfahrung, sind Erfahrungen, die du neue Erfahrung nennst, in Wahrheit alte Erfahrungen, die sich als neue in einer anderen Form manifestieren, nur du nennst es „Erfahrung“. Aber ein Verstand, der klar ist und absolut ohne Schatten von Selbst (Ego), macht keine Erfahrung. Richtig? Weil da nichts zu erfahren ist. Erleuchtung ist kein Zustand der Erfahrung. Es ist so absurd – und so wahr -, da du die ultimative Energie nicht „erfahren“ kannst. Überdenke den Satz „Ich habe das erreicht.“ (Aber) der Zustand, den ich erreicht habe, ist voll von Eitelkeit und Arroganz. Sobald ein Geist (Verstand) frei von Arroganz ist, vollends in seiner Einfachheit ist, bescheiden ist und nicht in seinem Ego, ist die Ewigkeit da.
Doch wenn du sagst, ich erfahre etwas, dann ist es, wie wenn du sagst, ich erfahre Wut. Aber lasst es uns nicht „Erleuchtung“ nennen.

Kundalini

Da gibt es diesen neuen Gedanken aus Indien, von dem ich wünschte, sie (die Inder) würden es bei sich behalten. Kundalini. Wahrscheinlich haben viele von euch davon gehört. – Falls ihr es vergesst habt. (Gelächter) Aber diese Leute, die darüber schreiben – vergebt mir, ich sage es mit größtem Respekt – wissen nichts davon. (Krishnamurti spricht laut und intensiv.) (…) Jeder, der sagt, ich weiß, was es bedeutet, weiß nichts. Es ist viel zu komplex. Die ganze Idee ist diese: Energie, die falsch gebraucht ist, zerstört eine Energie, die die gesamte Quelle der Energie begreift. Wenn ich meine Energie falsch gebrauche, auf verschiedene Weise wie Arroganz, selbstsüchtiges Handeln, Wettbewerb, Aggression, Sorge, so verschwende ich Energie. Wie wenn der Motor eines Wagens die ganze Zeit in der Garage läuft. Aber die Idee des ganzen ist, dass diese (ganze, menschliche) Energie, wenn sie nicht verschwendet wird, ganz egal in welche Richtung, dass diese menschliche Energie, die nicht durch Konflikt erzeugt ist, die ganze Energie des Universums fasst. Das ist die Idee. Nicht Kundalini.
So ist die Frage, die uns gestellt ist, die: Ist das ein Prozess der Erleuchtung? Du kannst, wenn es jemand nochmals respektvoll herausstreichen will, sagen: Du kannst dich für die Erleuchtung nicht vorbereiten. Es ist nicht, wie ein schönes Gericht zu kochen. Du brauchst Zeit, schälst die Kartoffeln. Erleuchtung ist nicht etwas, das du graduell erlangst, es ist der Tod, weil du komplett ohne Selbstsucht bist, ohne eines Schattens von Konflikt.

Bücher: 

Von und über Jiddu Krishnamurti gibt es eine Vielzahl von Büchern, von denen ich hier nur einen Auszug stellen kann. Am wichtigsten erscheint mir für den Pragmatiker „Wahre Bildung“, für den Suchenden „Das Licht in uns – Über wahre Meditation“ und „Vollkommene Freiheit“

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Information:

  • „Jiddu Krishnamurti on Kundalini and Illumination“ – Youtube-Video
  • Jiddu Krishnamurti, Person und Leben: Wikipedia

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Copyright: © Tanja Braid, www.neoterisches-bewusstsein.com

2 thoughts on “Jiddu Krishnamurti über Kundalini u. Erleuchtung – Teil 1”

  1. .. sehr interessant! Ich bin vor kurzem auf das Ebook „Warum Mönche meditieren müssen“ von Victoria Rationi gestoßen – ein ungewöhnlicher Ansatz, fast provokant, meint, dass asketische Mönche etwas verdrängen und sich durch Meditation beruhigen müssen …

    Schon wer gelesen? Was ist Eure Meinung dazu?

    LG Ulli

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