Die wichtigsten Lebenshilfebücher für Frauen

Nachfolgend empfohlene Lebenshilfebücher sind eigentlich weniger Lebenshilfebücher, sondern Lebens-Bücher. In gewisser Weise sind es auch Überlebens-Bücher. Und Überlebens-hilfe-Bücher. Mir haben sie nämlich in bestimmten Situationen, Lebensphasen, sehr geholfen. Sei es, um die (Männer-)Welt – aus Frauensicht – besser verstehen zu können, sei es, um mich von unliebsamen Zeitgenossen abgrenzen zu können oder einfach nur um meinen Weg zu finden und zu gehen. Dieses Buchwissen und die daraus gewonnene (Lebens-)Erfahrung möchte ich mit diesem Beitrag teilen. Auch Männer sind natürlich herzlich eingeladen.

Hinweis: Sämtliche Bücher können mit Klick auf den Buchlink oder das Buchcover bezogen werden. Verlinkt ist immer auf die Druckausgabe, natürlich kann, wenn vorhanden, auch die digitale Ausgabe für den E-Book-Reader bezogen werden.

1. Moderne, feministische Literatur

Da spirituelles Erwachen eng mit politischem und geistig-intellektuellem Erwachen verknüpft ist, beginne ich die Buchauswahl für Frauen nun nicht mit spirituellen Büchern für Frauen, sondern mit modernen, feministischen Büchern. Wer sich als Frau innerhalb der patriarchalisch-kapitalistische Gesellschaftsstruktur richtig zu verorten weiß, erlebt in der Regel ein zweites Erwachen in einer Realität, die sich fortan wie ein Paralleluniversum zur vorherrschenden Realität anfühlt. Ja, der Feminismus hat etwas Matrixähnliches und kann surreale Effekte kreieren. Doch der Gewinn: Informiertheit, Klarheit, Bewusstsein über die androzentristischen System-Strukturen, und dies führt zu Stärke, Autarkie, sozialer, materieller, emotionaler, intellektueller Freiheit und Unversehrtheit.

Anne Wizorek: Weil Aufschrei nicht reicht: Für einen Feminismus von heute
Margarete Stokowski: Untenrum frei
Rebecca Solnit: Wenn Männer mir die Welt erklären
Corinne Luca: Am liebsten sind mir die Problemzonen, die ich noch gar nicht kenne

    

2. Ratgeber, die frau VOR jeder Beziehung gelesen haben sollte

Partnerschaften und Beziehungen sind ein weiteres großes Irr-, Lehr-, Lern- und Leidensfeld von Frauen. Bevor eine Frau in Partnerschaft zu einem Mann tritt und sich hartnäckigst um das Gelingen einer Beziehung bemüht, sollte sie wissen, dass es gewisse Persönlichkeitstypen von Männern gibt, wie z. B. Narzissten, Borderliner, Histrioniker, Soziopathen, Nähephobiker, Beziehungsjunkies, notorische Casanovas usw., mit welchen eine Beziehung i. d. R. nicht nur von vornherein zum Scheitern verurteilt ist, sondern auch jede Menge Leid und Traumata verursacht wird.
Die Hauptfalle, in welche junge sowie nicht selten auch ältere, erfahrene Frauen tappen, ist die „Aber-er-ist-doch-gar-nicht-so-Falle“.
Zu Beginn der Werbungsphase wird sich z. B. der maligne Narzisst so sehr von seiner besten Seite zeigen wie der Borderliner und/oder der chronisch untreue Casanova. Doch wenn die Frau schließlich emotional gebunden ist, sie Verliebtheit oder Liebe empfindet, zeigen sich die dunkle(re)n Seiten dieser Persönlichkeitstypen.

Für gewöhnlich denkt die Frau, dass das wahre Ich des Partners jenes ist, das er ihr am Anfang der Beziehung gezeigt hat, doch es ist genau anders herum: Sein wahres Ich ist jenes, das sich im späteren Verlauf der Beziehung zeigt. Dennoch nimmt sie mehr oder minder große Anstrengungen auf sich, um die Beziehung zu retten. Bis sie begreift, dass zu Beginn der Beziehung alles eine große Inszenierung war, können Jahre vergehen, in welchen sie möglicherweise schon tief im narzisstischen Missbrauch steckt, in welchen sie Verrat, Untreue, Entwertung, Vertrauensbrüche usw. erlebt …

Wenn du eine oder mehrere Fragen aus folgender Liste sehr gut kennst, so sind nachfolgend verlinkte Bücher für dich essentiell:

Wieso muss ich ihn immer bejubeln, beklatschen und bestaunen?
Warum gibt er mir die Schuld, wenn er fremd geht?
Warum kann ich mit ihm nichts klären? Warum läuft er schon bei der kleinsten Missstimmung zu anderen Frauen?
Wieso führt er mehrere Beziehungen parallel und meint, dass das in Ordnung ist?
Wieso verhält er sich wie ein Junge und will mich zur alles verzeihenden Mutter machen?
Warum ist er manchmal so nah, so warm und zärtlich und dann plötzlich kühl und distanziert?
Wieso beleidigt und erniedrigt er mich, obwohl es keinen Grund dazu gibt?
Warum baggert er ständig herum und macht nicht einmal vor meiner eigenen Schwester halt?
Warum gibt er mir die Schuld, wenn er tätlich oder cholerisch wird, und warum fühle ich mich dann auch schuldig?
Warum versteht er nicht, wie sehr mich seine Untreue verletzt?
Warum lässt er sich nicht scheiden, obwohl er mir ständig erzählt, wie schlecht seine Ehe ist?
Ich weiß, dass er mir nicht guttut, aber wie komme ich von ihm los?

Beatrice Poschenrieder: Mr. Aussichtslos: 12 Männertypen, die sie sich sparen können
Raphael L. Bonelli: Männlicher Narzissmus: Das Drama der Liebe, die um sich selbst kreist
Monika Celik: Kaltes Herz: Narzisstischen Missbrauch überwinden 
Silvia Heinlein: Der Casanova in meinem Bett: Wenn Frauen untreue Männer lieben
Stefanie Stahl: Vom Jein zum Ja!: Bindungsangst verstehen und lösen. Hilfe für Betroffene und ihre Partner
Bärbel Mechler: Von Psychopathen umgeben: Wie Sie sich erfolgreich gegen schwierige Menschen zur Wehr setzen 
Marie-France Hirigoyen: Die Masken der Niedertracht: Seelische Gewalt im Alltag und wie man sich dagegen wehren kann

    

Toxische Beziehungen

Es gäbe zu obigen Büchern, die ich selber gelesen habe und immer wieder empfehle, sehr viel zu sagen. Häufig ist es so, dass Frauen, die dieses Buchwissen, bzw. (irgendwann) die richtigen Informationen, haben, mir mitteilen: „Wenn ich dieses Wissen früher gehabt hätte, hätte ich doch niemals so lange bei ihm ausgehalten!“ Oder: „Wenn ich das nur früher gewusst hätte!“

(Anm.: Natürlich kann man sich, abseits der Bücher, auch bei geschulten Coaches, guten Youtubern oder Therapeuten informieren.)

Leider vergeuden Frauen oft Jahrzehnte in unbefriedigenden oder destruktiven Beziehungen, weil sie annehmen, dass sich ein notorisch untreuer Mann, ein Soziopath, Histrioniker, Narzisst und/oder Nähephobiker usw., ändern kann, doch diese Hoffnung wird in der Regel bitter enttäuscht.

Es ist daher ratsam, obige Bücher als Prophylaxe zu nutzen, und zwar – und nun spreche ich Tacheles – gegen finanziellen, seelischen, emotionalen und körperlichen Missbrauch. Es ist wichtig, einen Narzissten, Histrioniker, Borderliner, Nähephobiker, Beziehungsjunkie, notorischen Casanova, Soziopathen etc. als solchen zu erkennen, bevor der Missbrauch schlagend wird und/oder die Beziehung unerträglich wird.
Nun mag körperliche Gewalt vielen extrem erscheinen, was es natürlich auch ist, aber es kann auch z. B. die emotionale Untreue des Nähephobikers großen seelischen Schaden bewirken, sowie der Beziehungsjunkie durch seine multiplen Parallelbeziehungen u. a. den Fürsorgeinstinkt von Frauen weckt und diesen gnadenlos ausbeutet und der Narzisst – lange bevor körperliche Gewalt auf den Plan tritt – durch permanente Entwertung und Erniedrigung eine Frau zutiefst traumatisiert.
Es ist daher wichtig, ein bestimmtes Verhalten eines Mannes frühzeitig zu erkennen und richtig einordnen zu können, auch wenn der Himmel zunächst rosarot scheint. Es ist wichtig, eine destruktive/toxische Beziehung als das zu erkennen, was sie ist und sich so schnell wie möglich aus dieser zu lösen. Im Idealfall fällt eine Frau niemals auf einen dieser Persönlichkeitstypen herein, und wenn sie sie (er)kennt und unterscheiden kann, wird sie auch nach dem Narzissten nicht auf den Histrioniker, den Beziehungsjunkie, den Nähephobiker und/oder untreuen Casanova usw. hereinfallen, sondern hat – durch richtige Informiertheit – Immunität und Stärke bekommen. Das heißt (übersetzt) für die spirituelle Frau, dass sie derartige Männer nicht mehr in ihr Leben zieht.

3. Beziehungsratgeber

Im Segment „Beziehungsratgeber“ halte ich mich mit Moderation jetzt zurück, denn die meisten Frauen sind hier Expertinnen. Erwähnen möchte ich lediglich, dass esoterische oder spirituelle Frauen, auch Empathinnen und hochsensible Frauen, häufig meinen, eine Beziehung dadurch zum Erfolg zu führen, indem sie entweder ihr eigenes inneres Kind oder das des Mannes schier zu Tode streicheln, gekoppelt an bedingungslose Liebe, Krafttier-Evokation und Bündelung von Erzengel Chamuels rosrarotem Liebesstrahl … Meines Wissens und meiner Erfahrung nach hierzu ein dezidiertes Nein. Mehr dazu in nachfolgenden Büchern:

Sherry Argov: Warum die nettesten Männer die schrecklichsten Frauen haben
Sherry Argov: Warum die nettesten Männer bei den schrecklichsten Frauen bleiben
John Gray: Männer sind anders, Frauen auch. Männer sind vom Mars, Frauen von der Venus
Christine Li: Der Weg der Kaiserin: Wie Frauen die alten chinesischen Geheimnisse weiblicher Lust und Macht für sich entdecken

  

Hinweis: Es klingen die Buchtitel von Sherry Argov (leider) provokant bis unseriös, aber Sherry Argov hat ein ganz klares Standing, ein Mind-Set, das ich in dieser Art und Weise noch bei keiner Frau/Autorin gefunden habe und welches durchaus einige Aha-Erlebnisse beim Lesen auszulösen vermag. Prädikat: wertvoll!

4. SOS-Bücher bei Krisen – Kränkungen, Liebeskummer, düsteren Gedanken und Depression

Wenn der Blues mal da ist: Nicht zu unterschätzen sind Mikrotraumen, Kränkungen, die von geliebten Menschen ausgehen und welche großen seelischen Schmerz verursachen können. Auch Liebeskummer kann in jeder Lebensphase großen Schmerz verursachen. Folgende Bücher können hier klärend und lindernd wirken.

Guy Winch: Emotionale Erste Hilfe: Wie wir mit seelischen Verwundungen im Alltag umgehen
Bärbel Wardetzki: Ohrfeige für die Seele: Wie wir mit Kränkung und Zurückweisung besser umgehen können 

Denise Schneider: Warum du ihn gehen lassen musst, damit er zurückkommen kann: Und wie du es durchstehst
Elena Katharina Sohn: Goodbye Herzschmerz: Eine Anleitung zum Wieder-Glücklichsein
Dietmar Hansch: Erfolgreich gegen Depression und Angst: Wirksame Selbsthilfe
Dietmar Hansch: Erste Hilfe für die Psyche – Selbsthilfe und Psychotherapie

     

5. Literatur für die (spirituelle) Empathin und hochsensible Frau

Wichtig für HSP (hochsensible Personen) und Empathen ist zunächst, einen Leitfaden an der Hand zu haben, wie man mit dieser besonderen, personellen Anlage in der Welt gut zurecht kommt, daher nachfolgend Bücher zum Thema Hochsensibilität, Empathie, energetischem Selbstschutz und Abgrenzungstechniken.

Silvia Harke: Hochsensibel: Was tun? 
Luca Rohleder: Die Berufung für Hochsensible: Die Gratwanderung zwischen Genialität und Zusammenbruch 
Luca Rohleder: Die Liebe empathischer Menschen: Die Gratwanderung zwischen wahrer Liebe und seelischen Verletzungen 
Master Choa Kok Sui: Energetischer Selbstschutz: Psychische Immunstärke gegen bewusste und unbewusste Übergriffe
Rolf Sellin: Bis hierher und nicht weiter: Wie Sie sich zentrieren, Grenzen setzen und gut für sich sorgen

    

6. Spirituelle Bücher

Da profunde, spirituelle Bücher grundsätzlich unisex und zeitlos sind, empfehle ich diese natürlich für Männer und Frauen gleichermaßen. Eine Top-10-Liste von spirituellen Romanen sowie die besten spirituellen Bücher findest du unter nachfolgenden Links:

Die zehn besten spirituellen Romane
Die besten spirituellen Bücher

Einzelne und detaillierte Buchbesprechungen von mir zu spirituellen Büchern findest du in der Kategorie Buchrezensionen.

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