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Neoterisches Bewusstsein

Moderne Spiritualität | Bewusstseinswandel | Kundalini | Energetik |

Kategorie: Lebenshilfe Seite 1 von 5

Hochsensibilität 50 Zeichen, dass du hochsensibel bist

Hochsensibilität: 50 Zeichen, dass du hochsensibel bist

Hochsensibilität 50 Zeichen, dass du hochsensibel bistHochsensibilität zeichnet sich durch eine sensiblere/präzisere Wahrnehmung im Hören, Riechen, Schmecken, Sehen und Fühlen aus. Die fünf körperlichen Sinne sind beim hochsensiblen Menschen stark ausgeprägt und stark ansprechbar, wodurch eine exaktere und voluminösere Reizverarbeitung im Denken und Fühlen entsteht. Dadurch wird eine innerseelische und mentale Tiefenschärfe erlangt, wie sie anderen, nicht hochsensitiven Menschen, grundsätzlich nicht zugänglich

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Keine Lust auf Sex ...

Keine Lust auf Sex …

Keine Lust auf Sex ...Was wird heutzutage unter Sex verkauft und verstanden? Denkt man an Pornographie, so ist sie leblos und entseelt.
In mir fühle ich, dass, wenn öffentlich über Sexualität gesprochen wird, sei es im Fernsehen oder im Internet, es etwas ist, das mich in dieser Weise nicht betrifft.

Die authentische Verbindung zum Du (er-)schafft die wahrhaftige Verbindung mit sich selbst, erschafft die Freude im Körper, das tief innerliche, angenehme, warme und weiche Fließen. Dieses sanfte Zirkulieren von verbindender Energie im Körper, zwischen zwei Menschen und zwei Seelen.
Demgegenüber steht der leicht konsumierbare „Industrie-Sex“, im Netz, in der Gesellschaft, käufliche Liebe usw. …
Es findet eine gezielte „Scharfstellung“ statt, die sich im Außen verschwendet, ohne mit dem Inneren Verbindung aufzunehmen. Dabei werden in einer sich selbst perpetuierenden Leerlaufhandlung die finanziellen, energetischen und emotionalen Ressourcen der Menschen/Männer angegraben. Die Porno-Industrie, Tinder, Flatrates usw. erschaffen „dauergeile Sex-Konsumenten“, die nur noch Ausschau nach dem gröberen/größeren Reiz halten – Menschen, die nicht mehr als König in sich selbst residieren, sondern Sklave ihrer eigenen Lust geworden sind. Orgasmusfixiertheit legt sich über die Bedeutung des Liebemachens.

Doch dabei geht es um mehr, denn dabei IST es mehr. Zwei Menschen, die im Kino sitzen und sich das erste Mal zögernd an den Händen berühren … Dieses leichte Vibrieren an den Kontaktstellen, die Fühlung zum Du, zum andere Wesen, während sich die Augen schließen …

Da ist die Verbindung.

Und schließlich: Die einzige, wache und zarte Berührung an einer unschuldigen Stelle, Körper-Seligkeit, die im Körper die Seele inmitten eines heilendes Stromes erhebt, der lustvoll ist und dennoch weit über reines Triebgeschehen hinaus reicht.
Das ist der heilende Kontakt und das ist jener Sex, der den Körper nicht über die Seele stellt, sondern sein Epizentrum noch in der Seele hat – das ist jener heilende Kontakt, der im Außen nicht „gelernt“ werden kann, denn was auch immer Pornographie zeigt und wie auch immer Pornographie konditioniert, die Verbindung kommt aus dem Inneren und durch das Innere. Jeder menschliche Körper weiß dies. Niemand braucht sich von Außen etwas „vor-machen“ zu lassen, um guten, aufregenden, extraordinären Sex zu haben. Man braucht nur lediglich ein klares Nein zum Geschäftssystem „Sex-Industrie“ und ein klares Ja zu sich selbst und seinem innersten Wesen.

Weiter mit dem Artikel Göttlicher Sex – Wer göttlichen Sex erleben möchte, muss seine sexuelle Energie in Liebesenergie transformieren … Mehr dazu klick hier.

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David Deida: Erleuchteter Sex: Ekstase als spiritueller Weg
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Woran erkennt man die wahre Liebe

Woran erkennt man wahre Liebe?

Woran erkennt man die wahre LiebeEs gibt (auf Erden und in dieser Zeit) eine Art Liebes-Entertainment, die sich Männer und Frauen gleichermaßen „liefern“ oder „schenken“- je nachdem. Dieses Liebes-Entertainment hat mit echter Verbundenheit nichts zu tun, bzw. bleibt die wahre Liebe davon unberührt. Echte, tiefe emotionale Verbundenheit ist nicht nur exklusiv, sondern konstant. Das heißt, es gibt keine Nähe-und-Distanz-Schwankungen, kein Jetzt und Jetzt und Jetzt und Jetzt, sondern es gibt ein Immer, das auch so gefühlt und erlebt wird. Es gibt das Stabile und Konstante im Immer.

Die Verbindungstiefe

Wenn zwei Menschen inkarnieren, kann man sie mit Güterzügen vergleichen. Wenn pro gelebtem Leben ein Mensch einen Wagon hat, hat jemand, der dreimal gelebt hat, drei Wagons, wenn er zehn mal gelebt hat, hat er zehn Wagons. Treffen nun zwei Menschen aufeinander, Mann und Frau, die beide einhundert und mehr Wagons nach sich ziehen, dann haben sie mehr (seelische) Schwungmasse, mehr Weisheit, mehr Lebenskompetenz, mehr Erfahrung und mehr Kapazität als jemand, der nur drei Wagons nachzieht. Vielleicht auch mehr Narben und Verletzungen.

Die Verbindungsintensität und die Verbindungsbandbreite (Varianz) ist größer, wenn zwei Menschen mit gleicher (seelischer) Schwungmasse, mit gleicher Kraft und Größe und Ausstattung aufeinandertreffen. Jemand, der drei Wagons hat, kann sich mit jemanden, der einhundert Wagons hat, bestens verbinden, doch der, der einhundert Wagons hat, kann sich mit jemanden, der nur drei Wagons hat, nicht tief verbinden. Das nur als ein sehr einfach gehaltenes Beispiel zur Verbindungstiefe.

Bewusste Liebe

Liebe ist Wärme, Bewusstsein ist Licht. Liebe ist der Klebstoff zwischen den Wesen in den Universen. Liebe kann gänzlich unbewusst sein. Unschuldig und rein ist z. B. die Liebe von einem Säugling zur Mutter, die Liebe eines Mädchens zu Pferden oder die Liebe der kleinen Hundewelpen zueinander, wenn sie sich alle ankuscheln … Das ist unbewusste aber doch intensive Liebe, das ist der Klebstoff … Wenn die kindliche Liebes-Amnesie aber mit Bewusstsein und Erkenntnis durchlichtet wird, sorgt im Idealfall die bewusste Liebe für Wahrheit – daher später für „wahre Liebe“.
Auf einfacher Ebene heißt es, dass, je besser jemand weiß, warum er sich mit exakt dieser Person einlässt oder nicht einlässt, warum er Ja oder Nein sagt, warum er bewusst Ja oder bewusst Nein sagt, er der wahren Liebe mehr und mehr auf die Spur kommt …
Gefühle alleine können oberflächlich und irreführend sein. Wenn Frauen/Männer sich z. B. an der Welt potentieller Partner bedienen wie an einem chinesischen Buffet, das auf einem langen, langen Tisch ausgebreitet ist, dann sehen sie ev. nicht die eine/den einen, sondern „alles“ und wollen in der Regel auch das Viele/Alles … Es ist wie ein vielfältiges Angebot an sie. Und so mancher beginnt das „Durchkosten“ und „Ausprobieren“ nicht nur im sexuellen Sinn sondern auch im Beziehungsinn.

Liebes-Entertainment

Früher hörte man manchmal von Bigamie, heute wird eher von Polyamorie oder freier Liebe gesprochen. Die Begriffe klingen fancy, doch häufig steckt Liebessucht, Bindungs- oder Verlustangst oder Egomanie dahinter. Es handelt sich um multiple Beziehungen oder Parallelbeziehungen, die seicht im Kontakt oder auch tief sein können, mit oder ohne Offenlegung … Doch wenn jemand, egal ob Mann oder Frau, „probieren“ muss und sich eventuell parallel „austobt“, könnte er von der wahren Liebe nicht weiter entfernt sein, denn mit Probieren/Kosten hat es nichts zu tun … Die Seele weiß. Der Intellekt (Geist) weiß. Der Körper weiß.

Alls das ist Liebes-Entertainment.

Unwahre (falsche) Liebe ist Liebes-Entertainment, nie wirklich befriedigend/erfüllend, weder sexuell noch seelisch, kann gut gemeint sein, dennoch schnell wegbrechen, wird schnell langweilig und der Zauber der Begegnung hat nur einen kurzweiligen Glanz. Liebes-Entertainment kann Spaß machen, kann leicht sein, muss nicht notwendigerweise desaströs sein oder verletzen, kann polyamorös, frei sowie monogam sein, hat aber mehr mit (Ver-)Kosten, Gefühls-Synthetik, Spielen, Projektion, Ego, Ausprobieren, Selbsterfahrung, Lust, Tauschen und/oder sogar mit Kaufen zu tun – ein Tun, das wie ein Tasten im Dunkeln ist oder nur Pantomime der wahren Liebe ist …

Unwahre Liebe ist Entertainment – ist Unterhaltung, die dem Ego dient, wobei Ego nicht populäresoterisch zu begreifen ist. Multiple Beziehungen dienen i. d. R. dem Ego oder füllen ein Defizit. Reine Sexbeziehungen dienen i. d. R. dem Ego oder füllen ein Defizit. Bei Männern und bei Frauen.

Wahre Liebe

Wahre Liebe jedoch ist wie ein seelisch-emotionales Fließgleichgewicht von Mann und Frau auf Augenhöhe, es ist wie ein organischer Fortsatz der Seele in die Materie und die Natur des anderen hinein und wahre Liebe kann nicht verletzen, weil die Wahrheit – das Sehen und Erkennen – schon eingeschleust ist …

Wahre Liebe ist bewusst, hat eine Absicht, meint nicht ein Gefühl, sondern das Wesen von exakt dieser einen Person, ist verbindungstief und daher aus sich selbst heraus konstant und stabil – meist sogar über viele Leben lang, weswegen die Dualseelen-Kolportage m. E. nichts anderes als ein künstlich in die Moderne installiertes Modell mit kommerzieller Absicht ist.

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Clinton Callahan: Wahre Liebe im Alltag: Das Erschaffen authentischer Beziehungen

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Depression Depressionen Naturheilkunde Alternativmedizin Komplementärmedizin

8 Tipps, wie man Depressionen mit Naturheilkunde behandeln kann

Depression Depressionen Naturheilkunde Alternativmedizin KomplementärmedizinDepressive Verstimmungen, ein emotionales Tief, leichte bis mittelschwere Depressionen … Nicht immer benötigt man Psychopharmaka/Antidpressiva, bzw. können selbige (auch) als letzte Maßnahme, als „Plan B“, begriffen werden, wenn alle andere Möglichkeiten ausgeschöpft sind. In vielen, mitunter leichteren, Fällen, sei es Antriebslosigkeit, Schwermut, Müdigkeit, Motivationslosigkeit, Winderdepression, Liebeskummer usw., kann auch Naturheilkunde die Beschwerden signifikant lindern.
Die Komplementär- und Alternativmedizin birgt überraschend viele Therapien zur Linderung von Depressionen wie z. B. Akupunktur, Akupressur, Rang Dröl, Phytotherapie, Kneipp’sche Anwendungen, Ayurveda und Bewegungstherapien. Im Folgenden sind die hilfreichsten Maßnahmen vorgestellt.

Depressionen mit Naturheilkunde behandeln: 8 Tipps

1. Stimmungsaufhellende Ernährung

„Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel, und eure Heilmittel sollen eure Nahrungsmittel sein.“ – Hippokrates, 460 – 370 v. Chr, bekannter griechischer Arzt der Antike.
Was Hippokrates zur Zeit des klassischen Altertums treffend formuliert hat, hat auch heute noch Gültigkeit:
Menschen, die unter depressiven Verstimmungen leiden, können zunächst ihre Ernährung überprüfen. Ungünstig auf Depressionen wirken sich Zucker und Weißmehl sowie stark säurehaltige und industriell verarbeitete Lebensmittel aus, siehe Schadstoffe in Lebensmitteln.
Wer sich dagegen basisch, vollwertig und mit Frischkost ernährt, hat innerhalb der Ernährung den ersten Schritt zur Verbesserung der Stimmungslage getan. Wenn darüber hinaus noch vermehrt Nahrungsmittel wie Bananen und Nüsse, die erwiesenermaßen den Serotoninspiegel erhöhen, verzehrt werden, können sich Schwermut, Niedergedrücktheit usw. bessern.

2. Regelmäßige Bewegung und Sport

Regelmäßige Bewegung, sei es Ausdauersport, Fitness, Krafttraining, bringt nicht nur Stoffwechselvorgänge und den Körper ins Gleichgewicht, sondern stabilisiert auch die Psyche. Hieß es noch vor etwa 10 Jahren, dass Ausdauersport wie z. B. Jogging bei Depression aufgrund der vermehrten Bildung von Endorphinen und Serotonin die größtmöglichste Wirkung erzielt, nimmt man heute auch Kraftsport, Yoga, Tai Chi und entspanntes Reiten hinzu.
Da regelmäßiges Lauftraining in der Natur grundsätzlich jeder, der keine körperlichen/gesundheitlichen Einschränkungen hat, durchführen kann, sei diese Bewegungsmaßnahme empfohlen. Wer dazu noch Yoga, Kraftsport oder Reiten ausübt, wird hiervon zusätzlich profitieren.

3. Natur, frische Luft, Sonnen- und Tageslicht

Menschen, die ein emotionales Tief oder Stimmungsschwankungen erleiden, können sich in der Natur wieder regenerieren. Naturgeräusche wie Wind, Regen, plätscherndes Wasser, raschelnde Blätter wirken beruhigend. Sonnenlicht, das auf die Augen oder die Haut trifft, stimuliert die Vitamin-D-Produktion und hebt die Stimmung. Doch auch Bewegung im Winter, sei es ein Waldspaziergang solo oder mit dem Hund, wirkt sich aufgrund des Tageslichts, das auf die Augennetzhaut fällt, positiv auf die Psyche aus. Joggen, Radfahren in der freien Natur verbindet Bewegung mit aktiver Licht- und Sauerstoffzufuhr und hat daher eine synergetische Wirkung.

4. Nahrungsergänzungsmittel

Folgende Nahrungsergänzungsmittel wirken sich positiv auf das geistig-seelische Befinden aus und können z. B. in Apotheken oder Reformhäusern erworben werden.

Vitamin D3
Silizium
Calzium
Magnesium
Vitamin B12

Anm.: Nahrungsergänzungsmittel in Tabletten- oder Kapselform zählen marginal oder gar nicht zu den naturheilkundlichen Verfahren. Als wohl dosierte Supplemente verstanden können sie jedoch etwaige Mangelzustände im Körper ausgleichen. Die hier vorgestellten Mineralien und Vitamine haben eine positive Wirkung auf Gehirn und Nerven und Muskeltätigkeit.

5. Naturheilkunde und Phytotherapie

Auch nachfolgende Heilpilze, Präparate und Tees können in Apotheken oder Reformhäusern erworben werden. Hinweis: Die chinesischen Heilpilze können kostspielig sein, haben jedoch m. E. nach eine äußerst positive, tiefgehende und heilsame Wirkung.

Heilpilz Cordyceps
Heilpilz Reishi
Johanniskraut-Kapseln
Tee: Brennnessel, Schafgarbe, Melisse

6. Meditation gegen Depression

Über die vielen positiven Auswirkungen der Meditation auf Körper und Seele gibt es unzählige Studien/Belege. Im Zusammenhang mit Depression sei hier auf die Studien und die Praxis der Mindfulness-​Based Cognitive Therapy, kurz: MBCT genannt, verwiesen. Es handelt sich um eine Therapie, die ehemals depressive Menschen vor einem Rückfall bewahrte. Mehr zur Technik und Anwendung in Achtsamkeitsbasierte Kognitive Therapie.
So kann regelmäßig durchgeführte Meditation auch als Kur gegen Depression betrachtet, bzw. angewandt werden. Hierbei ist zu beachten, dass es zwischen korrekt ausgeführter Meditation in der Stille und einer Phantasiereise oder einer geführten Meditation Unterschiede gibt. Tiefe Meditation fokussiert den Geist, etabliert u. a. das Zeugenbewusstsein, beruhigt die Gedanken. Phantasiereisen können entspannen, sind aber i. d. R. nicht mehr als ein Gedankenausflug.

7. Akupressur und Akupunktur

Heilpraktiker, TCM-Mediziner, Ärzte können mittels Akupunktur die Beschwerden lindern oder gänzlich ausheilen.
Doch ein Stimmungstief, Melancholie, Schwermut kann auch sofort mittels Selbsttherapie durch Pressen/Halten diverser Akupressurpunkte behandelt werden. Hier sind u. a. die Akupressurpunkte an den inneren Handgelenken und der Ellenbeugen und der Leber zu nennen. Mehr dazu und detaillierte Anwendungsschemata zu Depression, Zweifel, Ängste, Überempfinglichkeit, Panik uvm. in Akupressur für die Seele: Die Soforthilfe mit 5 Punkten.
Auch Rang Dröl (Tibetisches Heilströmen) oder Jin Shin Jyutsu (japanisches Heilströmen) kann als energetische Heilmaßnahme bei Niedergeschlagenheit, Schwermut etc. eingesetzt werden. Mehr dazu hier: Jin Shin Jyutsu.

8. Sich an Gott wenden, beten

Beten. Altmodisch? Oder fehlverstanden?

Das Gebet ist m. E. eine außerordentlich kraftvolle, spirituelle Methode, um den Geist zu reinigen und sich neu auszurichten. Letztlich erleichtert das Gebet die Seele, schenkt Schutz, Kraft, Frieden und Reinheit. Wer regelmäßig betet, sei es religiös-formell, mittels Mantras oder informell und frei, verbindet sich mit dem unerschöpflichen, kosmischen Energiezentrum Gottes/des Absoluten. Aus diesem Zentrum kann man Kraft, Licht, Energie und Stärke beziehen.
Beten, als bewusst eingesetzte und regelmäßig ausgeübte Heil-Methode, kann eine ähnliche Wirkung wie Meditation erzielen. Zur Depressionsprophylaxe, Heilung, Linderung kann Beten durchaus eingesetzt werden.
Ein praktisches How-to-do-Buch, das gleichsam wie ein Plädoyer fürs Beten ist, schrieb der Theologe Johannes Hartls. Hier kann sich jeder konfessionsunabhängig Tipps und Anregungen zum Thema Beten holen: Buchlink: Einfach Gebet: Zwölfmal Training für einen veränderten Alltag.

Nachbemerkung: Die hier vorgestellten 8 Tipps aus der Naturheilkunde, der Energie- und Bewegungsmedizin können je für sich oder in Kombination miteinander angewendet werden. Für gewöhnlich zeigen sich positive Effekte nach längerer Zeit, nach etwa 2 bis 3 Wochen. Halten sich jedoch die Beschwerden hartnäckig und/oder treten sogar Suizidgedanken auf, ist es ratsam, Fachkräfte wie Psychotherapeuten/Ärzte aufzusuchen. Auf körperlicher Ebene können auch hormonelle Dysbalancen, Schilddrüsendysfunktionen, diverse, chronische Krankheiten, Fibromyalgie usw. Depressionen verursachen. Es gibt viele Gründe, wodurch eine Depression entstehen kann.

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Wie du als Frau emotionale Verletzungen in Beziehungen vermeiden kannst

Emotionale Verletzungen vermeiden

Wie du als Frau emotionale Verletzungen in Beziehungen vermeiden kannstZum Thema emotionale Verletzungen, bzw. Beziehung/Partnerschaft erreichten mich in den letzten Monaten vermehrt Zuschriften von jungen oder älteren Frauen bis Mitte 40, die textlich variieren, inhaltlich jedoch mehr oder minder gleich klingen: Er ist nicht treu, ist als Partner/Mann/Vater nicht präsent, praktiziert lieblosen Sex, führt Multiple- oder Parallelbeziehungen, flirtet mit jüngeren Frauen, ist pornosüchtig, lässt sich nicht ein, lügt und betrügt, ist egoistisch und/oder bindungsunsicher … Dieser Themenkreis zirkuliert seit den Artikeln Die emotionale Affäre, Narzissmus aus spiritueller Sicht Teil 1 und Teil 2, Dualseelenliebe als Vermarktungspropaganda und Autarkie durch Bewusstsein: Die maximale Freiheit der Frau verhältnismäßig stark bei mir.

Es könnte dadurch allgemein der Eindruck entstehen, als gäbe es nur unmögliche Männer, was ich nicht bestätigen möchte. Es gibt großartige Männer, die integer, liebevoll und zu echter Nähe und tiefer Bindung fähig sind. Im nachfolgenden richte ich mich jedoch an all jene Frauen, die emotionale Verletzungen erfahren haben und nach einer Lösung/nach Heilung suchen. Dazu bediene ich mich gewisser Schemata und Beispiele, um bestimmte Strukturen/Phänomene bewusst zu machen, schicke aber voraus, dass die Beispiele nur einen Auszug stellen und daher nicht pauschal zu verstehen sind.

Warum ist er (nur) so?

Die Frage, warum er so ist, treibt viele Frauen um, lässt sie u. U. nächtelang grübeln oder sogar Berater aufsuchen. Je nach Beschwerdebild oder Vorliebe wird der Kartenleger konsultiert, der Energieheiler, ein Coach, Beziehungstherapeut und/oder die beste Freundin. Doch ein gewisses Verhalten eines Menschen ausschließlich laienpsychologisch oder populäresoterisch zu betrachten, führt meiner Ansicht nach zu einseitigen Antworten, reduktiven Annahmen oder Paralogismen (Fehlschlüssen), denn kein Mensch ist ausschließlich Produkt seiner Makro- oder Mikrotraumen, der Biologie/Gene oder Spielball der esoterisch-geistigen Gesetze, die überdies nie validiert worden sind …
Warum er z. B. lieblos, untreu, kühl, sexuell egoistisch usw. agiert, hat nicht nur damit zu tun, dass er, wie Frauen häufig meinen, ev. gewisse emotionale Verletzungen oder Kindheitstraumata trägt, er daher z. B. mehr oder minder unverschuldet ein Narzisst, Soziopath oder Don Juan geworden ist, sondern ebenso mit sozialer Prägung – mit jener Beeinflussung, die sein Verhältnis zu Frauen sowie sein Frauenbild bestimmt. Solange ein Mann dieses Frauenbild nicht hinterfragt, spiegelt es in seinem Denken und Tun unreflektiert jene Parameter wider, die von Vater und Mutter, etwaigen Schwestern/Brüdern, der Werbung, der Medien, der Pornographie, der Sex-Industrie, der Frauenmode, männlichen Arbeitskollegen, der Clique, Freunden/Kumpels, Prostituierten, Kurz- und Langzeit-Freundinnen, Ehefrauen, Geliebten und Social-Media bestimmt wurden.

In diese Prägungen können sich Frauen i. d. R. sowenig einfühlen, wie sich Männer in die Prägungen von Frauen einfühlen können, wodurch es in der Wahrnehmung des Soseins des anderen Geschlechtes nicht nur zu blinden Flecken, sondern meiner Erfahrung nach geradezu zu „blinden Kontinenten“ kommt. Aus diesem Grund werden die Prägungen des anderen im Prozess des Verstehenwollens nicht „mitgedacht“, nicht erwogen, gemeinhin nicht erkannt. Sich daraus ergebende Stereotypen sind noch relativ leicht zu erkennen, doch die Gesamt-Erfahrungswelt des einen, in der Spezifikation als typisch weiblich definiert, bildet keine oder nur eine verhältnismäßig kleine ideelle, emotionale und mentale Schnittmenge zur Gesamt-Erfahrungswelt des anderen, in der Spezifikation als typisch männlich definiert. Doch sind diese Zuordnungen meines Wissens nach weniger a priori gegeben, als antrainiert oder aus dem Gesellschaftskonsens übernommen. Dies lässt sich durch Beobachtung verschiedenster Kulturen, Gesellschaftsysteme, Naturvölker, Nationen, Gesetzgebung usw. ableiten, sowie durch Hermeneutik erkennen …

Gedankenexperiment: Soziale Utopie

Um zu verdeutlichen, wie unbewusst aber massiv und omnipräsent diese Prägungen sein können und wie sie sich auswirken, lade ich die Leserinnen zu folgendem Gedankenexperiment ein:

Wenn du eine Frau bist, stell dir bitte vor, du bist etwa 28 Jahre alt und gehst durch das Rotlichtviertel einer Großstadt. (Bist du ein männlicher Leser, bitte ich dich, einfach weiter zu lesen.) Hinter den Auslagen sitzen keine Frauen, sondern zu neunzig Prozent Männer. Nein, sie sehen weder albern noch lächerlich aus. Sie sind so angezogen und so drapiert, dass es dich irgendwie reizt oder zumindest interessiert. Auch am Straßenstrich stehen überwiegend Männer. Sie betonen ihre männlichen Körper, zeigen breite Schultern, schmale Hüften. Sie sehen gut aus, einladend. Manche sind älter, andere jünger … In diesem Teil der Stadt geht es in puncto käufliche Liebe etwas schneller, rasanter und billiger zu, nicht ganz dein Stil, aber das Gefühl, dass du jeden dieser Männer grundsätzlich kaufen kannst, ist latent da. Es ist ein Angebot an dich, das du annehmen oder ausschlagen kannst.
Kurz stellst dir vor, wie es wäre … Würdest du einen Mann kaufen? Eher nicht. Grundsätzlich tun dir die Männer ein wenig leid. Deswegen gäbst du, im Fall du würdest jemals einen Mann kaufen, noch etwas extra Geld auf den vereinbarten Preis drauf. Du bist weder knauserig noch eine Erbsenzählerin. Und du möchtest ja auch Gutes, denn wer weiß schon, wieviel die Männer an DIE ZuhälterIN abgeben müssen …

Anm.: Es mag für viele Frauen schwer vorstellbar sein, sich einen Menschen für die eigenen körperlichen Bedürfnisse zu kaufen, ist ihnen dieses Bedürfnis für gewöhnlich fremd, sowie sich Männer schwer in die Situation des „Kaufobjektes“ einfühlen können. Für die meisten Männer ist, wenn wir das Bild kurz switchen, käufliche Liebe jedoch eine Realität, die sie im Angebotssinn zwar nicht ausschöpfen müssen, aber jederzeit ausschöpfen könnten.

Du bist immer noch etwa 28 Jahre alt und bist jetzt Zuhause in deiner Wohnung/deinem Haus, checkst die E-Mails, Whats-App- und Social-Media-Nachrichten … Ups, du hast den Browserverlauf nicht gelöscht. Wirklich, du hast Youporn letzte Woche fünfmal angesurft? Na, du bist ja auch eine potente Frau. Und den Webboy, der sich so genial und aufreizend vor der Kamera gerekelt hatte …? Schon vergessen. Gibt auch Besseres. Ui, das Darknet … Ja, da warst du auch. Ein leichtes Schamgefühl beschleicht dich. Was du da gesehen hast …? Mehr als grenzwertig und Lust hat es dir auch nicht bereitet, aber sensationell war es schon. Weil es verboten war. Aber nein, das Darknet wirst du sicher nicht mehr ansurfen. Die Bilder setzen sich zu sehr im Kopf fest und irgendwo hat jeder seine Grenze. Aber zumindest hast du eine Story, die du den anderen KollegINNEN bei der Arbeit erzählen kannst. Aja, und bloß nicht vergessen, die alte Sex-Flat-Rate, die du vor fünf Jahren abgeschlossen hast, zu kündigen. Jetzt, wo es alles gratis im Netz und in gleicher Streamingqualität gibt, wäre es unklug von dir, wenn du dafür noch länger bezahlen würdest …

In Social Media haben dir Simon, Peter, Michael und Martin, mit denen du zeitgleich geflirtet hast, schon wieder ihre Liebe gestanden. Du kannst darüber insgeheim nur den Kopf schütteln. Ja, sie sind sexy, alle irgendwie lieb, aber langsam langweilen sie dich, wenngleich es dir auch schmeichelt. Insgeheim hältst du die Männer für etwas einfältig. Sie meinen, wenn sie dir ihre Liebe immer wieder beteuern, könnten sie dich binden. Das Gegenteil ist der Fall. Und weil du dich nicht festlegst, unterstellen sie dir Bindungsangst oder andere psychische Probleme, über die du a) insgeheim lachst und die b) deine Intelligenz beleidigen. Die Wahrheit ist, dass du keinen von ihnen liebst und Monogamie deiner FEMININITÄT abträglich ist und dich im vielfältigen Angebot relativ schnell langweilt … Simon, Peter, Michael und Martin … Alle reizvoll, alle lieb. Aber versprochen hast du keinem etwas. So what?
Okay, ausgeschlossen hast du auch nichts, aber du weißt eben besser als deine FreundINNEN, die du schon aus der Schulzeit kennst, wie man sich potentielle Liebes- und Sexquellen dauerhaft verfügbar macht. Männer sind so tolle Wesen, wenn sie nicht gerade rumzicken. Zudem bist du ja keine Egozentrikerin, obwohl Jürgen dich vor drei Jahren mal so genannt hat, weil er in Erfahrung gebracht hat, dass du zeitgleich mit mehreren flirtest. Das hast du natürlich bestritten, aber Jürgen hat deinen Geschichten nicht geglaubt. Insgeheim zollst du Jürgen sogar Respekt, denn er hat seine Konsequenzen gezogen, aber er hat sich eben auch nicht auf Sex eingelassen. Sex war für ihn an Treue gebunden. Und du bist gewöhnt, dass Männer sich spätestens nach dem dritten Treffen mit dir einlassen – und zwar ganz, außerdem wartest du nicht monatelang, bis ein Mann sich mal bereit erklärt … Schon Rainer in der Hauptschule hat sich für dich aufreizend angezogen, da war er noch nicht einmal sechzehn Jahre alt.
Trotzdem wäre er, Jürgen, der richtige Mann für dich, klug, klarsehend, sexy, warmherzig, stark und selbstbewusst, aber du weißt eben, dass es viele Jürgens gibt … Männer, die sich nicht für dumm verkaufen lassen oder die ihren Emotionen hilflos ausgeliefert sind. Und wenn du mal jemanden haben willst, der deine Kinder aufzieht und auf den du dich wirklich verlassen kannst, findest du auch einen zweiten Jürgen. Jetzt aber, Mitte zwanzig, willst du dich noch ausleben …

Mario, dein Echt-Zeit-Freund fällt dir ein. Er ist wirklich lieb, aber mehr auch nicht. Du willst nichts Festes mit ihm. Eigentlich schade, dass er sich so wie alle anderen Männer an der Nase herumführen lässt, aber so sind sie eben, die Männer. Emotional und liebeshungrig. Leicht zu manipulieren. Wenn du Mario gegenüber das Wort Liebe, Heirat oder Kinder in den Mund nimmst, kannst du alles von ihm haben. Wirklich ALLES! Du überlegst, ob du ihn anrufen solltest. Lust hättest du schon … Aber im Moment bist du zu träge. Ob er auch zu dir kommen würde …? Sicher, Mario würde alles tun … Ja, du rufst ihn an. Er fragt, warum du dich so lange nicht gemeldet hast … Du überlegst dir schnell eine sentimentale Geschichte. Katze gestorben? Großmutter im Krankenhaus? Irgendwas … Mario hat für alles Verständnis, er ist so liebevoll und warmherzig, und wie schön, wenn er zu dir kommt, und dich voller Mitgefühl begrüßt …

Am nächsten Tag. Du fährst in die Arbeit. Julia erzählt dir in dir Zigarettenpause, dass ihr Mann keinen Sex mehr haben will, sie das aber nicht so stört, weil sie sowieso ihren neuen Sekretär ganz „lecker“ findet. Du erzählst deine Story über das Dark-Net. Sie staunt. Helene kommt hinzu und erzählt, dass DER neue PRAKTIKANT alles tut, um sich „hoch zu arbeiten“. Obwohl alle in der Runde lachen, stellt Helene klar, dass der Praktikant sehr tüchtig ist und ihr Input nicht anzüglich gemeint war. Sie könne sich aber trotzdem nicht vorstellen, ihn fix zu beschäftigen. Für den Empfang ist er nicht attraktiv genug und das schreckt potentielle, weibliche KundINNEN ab, die gerne und gut viel Geld ausgeben möchten.
Du wiederum denkst an deinen BüroGEHILFEN, Robert, der dir alle Termine so sorgfältig plant, ja, der dir dein ganzes Arbeitsleben organisiert. Ohne ihn wärst du aufgeschmissen. Er ist älter als du, etwas väterlich und du hast ihn auf eine asexuelle Art sehr gerne. Er unterstützt dich wirklich gut, hält dir die gröbsten Probleme vom Hals … Aber eigentlich stimmt es, was Helene sagt. Roberts Gesicht wird alt und schlaff und irgendwann musst du es gegen ein frischeres ersetzen. Die KundINNEN wollen das nun mal und du selbst eigentlich auch. Er soll jünger sein, ein bisschen schneller, aber mindestens genauso kompetent und weniger kosten. Nicht, dass so ein Sekretariats-Job gut bezahlt wäre, aber irgendwo musst du ja auch sparen …

Zwanzig Jahre später. Du hast geheiratet und einen Ehemann gefunden, der wie Jürgen von damals ist. Du respektierst ihn, weil er sich selbst respektiert, du kannst dich auf ihn verlassen, er kocht gut, erzieht die Kinder großartig, arbeitet nebenher dazu … Er ist sehr selbständig und könnte auch ohne dich locker überleben. Jürgen 2.0 ist treu. Darauf legst du wert. Du selbst warst zu Beginn der Beziehung sehr in Jürgen 2.0 verliebt und in den ersten Jahren warst du auch treu. Aber dann … Da war dieser sexy Mann, dem du nicht widerstehen konntest, und danach gab es andere … Naja, du kannst nichts dafür. Du bist eben eine FRAU. Es liegt dir in den Genen, aber Jürgen 2.0 kannst du das gleiche Recht natürlich nicht einräumen. Überhaupt siehst du den Maskulinismus (Pendant zum Feminismus) kritisch. Was die Männer da nur fordern? Wie irrational! Du selbst hast doch niemals einen Mann unterdrückt. Als du Robert, deiner männlichen Bürokraft, gekündigt hast, weil da ein anderer Mann gekommen ist, war es doch nicht nur, weil der jüngere Mann attraktiver war, sondern er hatte auch viel mehr Elan und war kompetent. Du bist nicht sexistisch. Es ist der Markt!
Und wie lustig, dass die Rädelsführer des Maskulinismus alle unattraktiv sind? Wenigstens ist Jürgen 2.0 auf Linie. Maskulinismus gut und schön, solange Jürgen 2.0, da nicht mitmacht … Jeder Mann sollte wissen, wo sein Platz ist.

10 Jahre später. Jürgen 2.0 hat sich von dir getrennt. Du kannst es bis zu einem gewissen Grad nachvollziehen. Die Kinder sind erwachsen und Jürgen 2.0 hatte deine Affären satt. Du dagegen blühst nochmals auf. Du bist jetzt 58 Jahre alt, erfolgreiche ManagerIN in Spitzenposition. Die Männerwelt erscheint dir plötzlich wie ein Buffet, an dem du nur vorbeizuschlendern brauchst … Alles lächelt dich an. Verschiedene Formen, Farben, Genüsse und Gerüche. Diese bestrickende, vielfältige Männerwelt! Im Arbeitsleben, auf der Straße, im Internet. Überall! Und wie seltsam, dass du früher nur maskulin und dunkelhaarig (Pendant: gertenschlank und blond) bevorzugt hast, jetzt auf einmal gefällt dir brünett sehr gut und viril (äußerst männlich) findest du auch nicht schlecht … Und alle sehen sie aus wie griechische Götter direkt vom Olymp. (Pendant: Weibliche Engel.) Du fühlst dich mütterlich den jüngeren Männern gegenüber, und mit diesem mütterlichen Charme eroberst du nochmals die eher jüngere Männergeneration … Du fühlst dich generös. Deine Haare sind grau geworden, aber das macht dich nur noch interessanter. Du kannst nicht mehr verlieren. Du bist eine reife Frau geworden, mehr denn je im Zenit, und alles liegt dir zu Füßen.

5 Jahre später. Manchmal brauchst du schon ein Gleitmittel (Pendant: Potenzmittel), du leidest unter vaginaler Trockenheit, aber ansonsten ist alles in Ordnung. Du wirst alt, aber du weißt ja, dass die liebevollen Männer da sein werden, um dich zu unterstützen. Du heiratest nochmals einen jüngeren Mann, der nicht allzu sexy ist, der dich aber an den lieben Mario von damals erinnert. Er war auch immer da und sehr mitfühlend und glaubte dir auch die seichtesten Geschichten. Gewiss wird er dich pflegen, wenn es mal soweit sein sollte. Und die Pflege eines liebenden, mitfühlendes MANNES ist besser, als das, was staatlich angeboten wird.
Jürgen 2.0, dein Expartner, ist mittlerweile kalt dir gegenüber geworden. Hattet ihr nach der Scheidung lange ein freundschaftliches Verhältnis, sieht er dich jetzt so an, als könne er – was auch immer – einfach nicht fassen … Es ist etwas leicht Geringschätziges in seinem Blick. Von Freunden erfährst du, dass Jürgen 2.0 sich dem Maskulinismus (Pendant: Feminismus) zugewandt hat. Er sagt, dass alle MÄNNER nur ausgebeutet werden und dass egal, was passiert, die FRAU so gut wie immer gewinnt. SIE ist es, die sich von ihrem Sexualtrieb leiten lässt und unter und durch diesen Trieb alles definiert und die Maßstäbe festlegt. Er, Jürgen 2.0, hätte das ganze System durchschaut! Alles in der Gesellschaft ist gegen die Männer gerichtet, sei es im Beruf, in der Familie oder in der Ehe. Überall hätten sie das Nachsehen, überall verlören sie, sei es emotional, energetisch oder finanziell. Die Übersexualisierung in der Gesellschaft, die MÄNNER zur konsumierbaren Ware macht, findet Jürgen 2.0 furchtbar.
Du denkst: Als hätte er sich selbst je prostituiert! Er hatte doch jahrelang ein schönes Leben Zuhause mit den Kindern, was will er denn (noch)? Nach der Scheidung hast du doch alles bezahlt und für die Kinder finanziell gesorgt.
Jürgen 2.0 meint, er hätte immer nur Liebe gewollt und dabei hätte er soviel gegeben. Er hätte für die Familie auf seine eigene Karriere verzichtet, hat sich selbst stets zurück gestellt, war der STARKE MANN hinter einer STARKEN FRAU. Jahrelang hat er sich um Verhütung gekümmert, seinen Körper mit der Anti-Ejakulations-Pille (Pendant: Anti-Baby-Pille) ruiniert und gesundheitlich gefährdet, daneben hat er über die zahllosen Affären seiner FRAU stets hinweg gesehen … Aber jetzt wüsste er es besser. Nie wieder wäre er so dumm wie früher. Und wenn er das schon mit 20 gewusst hätte, was er jetzt weiß, hätte er dich nie geheiratet!
Er hätte dich nie geheiratet … Unvermittelt trifft dich das. Warum gibt er dir das Gefühl, du wärst ein miserabler Mensch? Du hast nie Männer unterdrückt oder ausgebeutet. Die Flat-Rate hast du doch bezahlt! Youporn ist gratis. Alle Frauen gucken Youporn! Hättest du es nötig gehabt, zu Callboys/männlichen Prostituierten zu gehen, hättest du auch diese bezahlt oder sogar noch was draufgelegt. Das Angebot war/ist nun mal da! Aber das brauchtest du nie, weil es genügend andere Männer gab, die sich dir freiwillig oder schon für ein paar süße Worte schenkten. Dafür kannst du nichts. Sie wollten es deinetwegen, weil du ein großartiger Mensch bist, weil sie dich alle rückhaltlos geliebt haben, weil du BESSER bist, als andere FRAUEN, nicht aber, weil du je einen Mann gezwungen hast.
Und Jürgen 2.0 war in deinen Augen nie dumm, aber so, wie er sich jetzt aufführt … Gruselig. Ja, das hältst du für dumm. Überemotional wie alle Männer. Nicht ernst zu nehmen! Vermutlich, so denkst du, sind es Testosteron-Schwankungen oder die Wechseljahre des Mannes. Anders kannst du dir seine Allüren nicht erklären. Gut, dass er sich scheiden lassen hat. Er wird unattraktiv, zeigt offen seinen Meinung, und unter diesen Umständen hättest du dich wohl sowieso von ihm getrennt … Außerdem hätte er dich so, wie er sich jetzt benimmt, auch nicht selbstlos gepflegt oder dir gar den Lebensabend versüßt. Nein, sowas ist nicht besonders maskulin. Das hat mit Mannsein nichts mehr zu tun, sondern ist ungefällig, sperrig und nervtötend. Außerdem hast du ihn einmal geliebt, aber jetzt hat er auch noch den letzten Funken Respekt verspielt, den du je für ihn gehabt hast. Und du wirst die Kinder instruieren, dass ihr VATER langsam verrückt wird und sie nicht auf ihn hören sollen …

Fazit

Wer bei diesem Gedankenexperiment dass Sperrige fühlt, weil sich die Rollenumkehr unvertraut liest und für das Verständnis von Weiblichkeit und Männlichkeit, das gemeinhin uns alle geprägt hat, ungewohnt ist, kann jetzt aufatmen. Es ist (nur) ein Beispiel, das ich bewusst so gezeichnet habe, das ich aber in vielerlei Hinsicht auch anders zeichnen hätte können. Das Beispiel, die soziale Utopie, mag für einige plakativ/klischeehaft sein, für andere wiederum nicht plakativ/deutlich genug … Nachgezeichnet ist ein unbewusst-oberflächliches Durchschnitts-Verhalten/-Modell, das nicht pauschal zu bewerten ist.

Was heißt das für die Frau?

Drehen wir obiges Bild um, zurück in die angestammten Rollen, zeigt sich die Prägung.
Wenn ein Mann sich z. B. lieblos oder egoistisch verhält, wenn er lügt, untreu ist oder betrügt, wenn er sexistisch handelt und denkt, ohne, dass es ihm bewusst ist, dann ist er nicht per se schlecht oder hat traumatische Erfahrungen in der Kindheit gemacht, sondern es ist u. a. die Rolle, die er „spielt“, weil die Gesellschaft und die kapitalistischen Strukturen darin ihn nachgerade in diese Rolle drängen oder ihm diese Rolle anbieten und schmackhaft machen. Dahinter steht u. a. die Ökonomie der Sexindustrie.
Pornographie Sex SelbstwertEr schöpft lediglich sämtliche Möglichkeiten des Angebotes zur eigenen Bedürfnisbefriedigung aus. Hat er als Junge z. B. die ersten spärlich bekleideten Frauen im Versandhauskatalog gesehen, hat heutzutage durchschnittlich jeder Junge im Alter von 11 bis 12 Jahren zum ersten Mal Kontakt mit einschlägiger Pornographie. Abseits der Sexualität drücken sich seine Bedürfnisse primär im Wunsch nach Anerkennung, Bewunderung und Selbstbestätigung aus, nicht oder sekundär im Wunsch nach tiefer Liebesverbundenheit auf Seelenebene.
Was Männlichkeit ist und wie Männlichsein definiert ist, darüber besteht ein gesellschaftlicher Konsens, der durch Filme, Medien, Werbung, Eltern, Freunde aber auch durch das Verhalten von Frauen/Freundinnen/Sexualpartnerinnen etc. bestimmt ist/wird. Natürlich darf ein Mann auch weinen, doch abseits der bekannten Klischees darf ein Mann auch seine Orgasmusfixiertheit, Pornosucht, sein Verhältnis zu Frauen oder den eigenen Sexualtrieb hinterfragen.
Grundsätzlich kann sich jeder Mensch aus aufoktroyierten Rollenbildern und dem Klima einer angeblichen „Normalität“ mittels Bewusstwerdung befreien. Dies geschieht durch Hermeneutik, das ist das Verstehen von Sinnzusammenhängen in Lebensäußerungen aller Art aus sich selbst heraus, und es geschieht durch Prüfung und Bewusstwerdung. So entstand u. a. die NoFap-Bewegung, eine Gruppe von mehrheitlich Männern und wenigen Frauen, die den Konsum von Pornografie sowie Onanie freiwillig einschränken bzw. völlig vermeiden.
Sowie sich ein Mensch/Mann in einem Leben die Frage stellt, ob sein Lustempfinden und „Haben-Wollen“, bzw. Stillen-Wollen seiner Bedürfnisse nicht zum Teil oder gänzlich synthetisch, da system-immanent, ist, weniger aus ihm selbst kommt, sondern mehr von außen an ihn im Sinne einer Bedarfsweckung herangetragen wird, wird er unterscheiden lernen, was Fremd- und Eigenidentität ist. Letztlich ist die Sexindustrie ein Wirtschaftszweig.

Was ist MännlichkeitDoch ein unbewusster, durchschnittlicher fest in seinem Rollenverständnis verankerter Mann, nimmt die „Normalität“ nicht nur an, sondern definiert sich durch, bzw. identifiziert sich mit ihr; er betrachtet sie als real und letztgültig.
In die Erfahrungswelt der Frauen kann er sich unter diesen Umständen nicht oder wenn, dann nur marginal, einfühlen. Auch wenn er, nach obigem Beispiel, ev. einer Prostituierten noch einen „Extra-Schein“ dazu gäbe und sich für moralisch integer hält, so hinterfragt er nicht unbedingt die Fragwürdigkeit, dass tatsächlich Menschen für seine Bedürfnisse gekauft werden können. Es ist für ihn so „normal“, wie auch Tiere gekauft werden können, denen man ja auch nichts Böses möchte, die man aber eben kaufen kann.
Ein unbewusster, fest in seinem Rollenverständnis verankerter Mann, weiß nicht, wie verletzend Untreue ist, er weiß nicht, wie verletzend ein Spiel mit Gefühlen und echter Liebe seitens der Frau ist. Den seelischen Schmerz, den er einer Frau zufügt, indem er sie z. B. durch eine andere „ersetzt“ oder ersetzbar macht, sie hinhält, belügt, er sie lediglich für seine wie auch immer gearteten Bedürfnisse benutzt, nimmt er im Tunnelblick des Haben- und Nehmenwollens nicht (mehr) wahr.
Für sie ist es i. d. R. eine tiefe Verletzung und Entwertung. Sie fühlt, dass sie als die Person, die sie ist, nicht gemeint und (ihm) nichts wert ist, was in ihr generelle Selbstzweifel schürt. Ist sie nicht gut genug? Nicht attraktiv genug? Warum nur, so frägt sie sich, erfährt sie einfach keine echte Liebe? Ihre Gefühle, ihre Bedürfnisse, werden nicht gesehen oder als unzumutbare Forderung betrachtet.
Er dagegen ist wie in einem Kaufrausch, wo es soviele Angebote/Produkte gibt, die er noch nicht kennt oder noch nicht (aus-)probiert hat. Dabei geht es nicht immer nur um bloße Sinnesbefriedigung, sondern auch darum, „Objekte“ zu finden, die die größtmöglichen selbstwertfördernden Eigenschaften aufweisen – ihm also das Gefühl geben, er ist der größte, beste, tollste usw. Ist die Bestätigung eingeholt, sucht er woanders nach neuer Bestätigung. Aus diesem Grund erleben Frauen in langjähriger Partnerschaft oder Ehe häufig die berühmte Ignoranz, das Schweigen, die Gesprächslosigkeit. Dies deshalb, weil sie als Partnerin/Ehefrau schon in seinem „Besitz“ ist und im Laufe der Zeit zum „Inventar“ geworden ist. Irgendwann hat er sie erobert, jetzt hat sie für ihn keine selbstwertfördernden Eigenschaften mehr, also braucht er auch nicht mehr in sie zu investieren.

Ich spreche hier wiederum weder pauschal noch zynisch, sondern beschreibe eine bestimmte Alltäglichkeit. Ich wende mich vorrangig an jene Frauen, die mich angeschrieben haben und die diese Situation(en) sehr gut kennen. Dass andere Leser*innen u. U. nicht wissen, was hier beschrieben ist, heißt, dass das Dargestellte der eigenen Erfahrungswelt nicht entspricht, nichtsdestotrotz trifft es die Erlebniswelt anderer und an eben diese Zielgruppe richte ich mich.

Die Innenwelt einer Frau nimmt ein wie oben beschriebener Typus nicht besonders ernst, bzw. misst er der Innenwelt der Frau wenig bis kaum eine Bedeutung zu, weil er Frauen, wenn er begünstigt ist und/oder Charisma hat, wie ein „Angebot“ betrachtet, wie eine sich nie verringernde Ressource, aus welcher er täglich und/oder in jedem Lebensalter schöpfen und wählen kann, wie er will …
Vielleicht können sich männliche Leser in den lebenslangen und permanenten Verletzungs- und Abwertungskreislauf von Frauen insofern einfühlen, wenn sie sich vorstellen, wie es für sie wäre, wenn eine Chefin sie unabhängig von seiner Kompetenz und seiner Person nur deshalb nicht einstellt, weil er gerade keinen austrainierten Körper hat. Auch in der Pornographie ist die Abwertung der Frau eher Standard als Ausnahme. Ich denke nicht, dass ein Mann erleben möchte, was eine Frau vor der Kamera „vorspielt“ und/oder „akzeptiert“, noch was eine Frau unter der Gewalt eines Zuhälters erträgt.
Große Liebesenttäuschungen erleben beide Geschlechter ähnlich intensiv, natürlich können auch Männer in Beziehungen verletzt werden, doch mit diesem Artikel beantworte ich die bestimmten Anliegen/Anfragen der Frauen.

Wie stellt sich das Angebot dar?

Man kann es ev. wie mit einem „chinesischen Buffet“ vergleichen: Viele verschiedene Gerichte liegen auf einem langen Tisch. Sei es die liebes-devote Freundin, die alles für ihn tut, weil sie denkt, so seine Liebe zu gewinnen, sei es die Zweitfreundin, die ihn mit Bewunderung und Zuwendung überschüttet, um so seine Liebe zu erringen, sei es die erfahrene, reife Sekretärin, die ihm seinen Berufsalltag erleichtert oder die jüngere, sexy Sekretärin, auf deren Anblick er sich jeden Morgen freut … Sei es ein sexuelles Abenteuer abseits der Ehe oder die eigene Ehefrau, die ihm trotz seiner Affären stark und selbstlos zur Seite steht und der er als Mutter seiner Kinder doch einen gewissen Respekt zollt, oder sei es im außer-emotionalen Bereich wie Internet-Pornographie, Internet-Sex oder Prostitution. All das ist das „Angebot“ auf dem langen, langen Buffettisch.

Vom Wert einer Frau

Wenn weibliche Ressourcen wie Liebe, Hingabe, Arbeitskraft und Bereitschaft zur Sexualität für einen Mann wie ein Angebot sind, aus dem er relativ frei und zeitlich unbegrenzt wählen oder sogar einkaufen kann, ist es verständlich, dass das „Erworbene“ ihm nicht immer etwas bedeutet oder bedeuten muss.
Wie du als Frau emotionale Verletzungen in Beziehungen vermeiden kannst SelbstwertWenn zwei Holzschneidebretter € 2,00 kosten oder gar geschenkt werden, haben sie keinen Wert. Es ist nicht schlimm, wenn die Holzschneidebretter verloren gehen, als Untersetzer zweckentfremdet oder gar verbrannt werden. Das ist „normal“. Man kann schnell wieder neue kaufen.
Wenn die gleichen zwei Holzschneidebretter aber € 100,00 kosten, wird man achtsamer damit umgehen. Sie werden nicht zweckentfremdet oder verbrannt, sondern eher gepflegt. Auch das ist „normal“.
Der Wert, dem etwas zugemessen wird, bestimmt die Art und Weise, wie damit umgegangen wird.
Wenn weibliche Ressourcen – Liebe, Sexualität, Aufmerksamkeit, Emotionalität –  im Übermaß und rund um die Uhr zur Verfügung stehen, haben sie für einen Mann keinen Wert.

Das heißt, die Egozentrierung des Mannes, die Lieblosigkeit, die Untreue etc. zeugt nicht per se von einem schlechten Charakter, sondern entsteht u. a. durch das „günstige Angebot“, die Übersättigung und die unbewusste Prägung. Aus seiner Sicht ist zumeist alles soweit okay und erlaubt, wofür er bezahlt, und im weiteren Sinne hat er nicht zwingend das Gefühl, sich falsch zu verhalten, wenn er nichts anderes tut, als aus dem Angebot auszuwählen.
Dass Frauen wie ein genormtes Wünsch-dir-was-Paket an den Mann über Medien, Filme, Werbung und Sexindustrie, „angeliefert“ werden oder sich selbst so darstellen, hat u. a. wiederum mit der unbewussten Prägung der Frau zu tun. Gemeinhin soll sie geben, hübsch und lieb und gefällig sein, ihre Meinung für sich behalten, keinen zu starken Charakter haben, sich anpassen, nichts einfordern usw. …

Gäbe es im umgekehrten Fall für jede Frau in jedem Lebensalter dieses Angebot, väterliche Zuwendung auch von Nicht-Vätern wie beispielsweise von Arbeitskollegen, väterlich anmutenden Schutz von älteren Männern, tiefe Liebe allseits von so gut wie jedem Mann, der ihr begegnet, Verehrung von allen Seiten, Zugewandtheit, Vertrautheit mit jedem, Männer, die immer gepflegt sind und auf sich achten, Treue und Respekt, den Prinzen auf dem weißen Pferd für das Mädchen, den kultivierten Gentleman für die reifere Frau, den liebevollen, aufmerksamen Ehemann – kurz, das männliche Traumpaket für die Frau in jeder erdenklichen Lebenslage, im Beruf, in der Familie, in der Ehe, im Alter …, es würden meiner Ansicht nach auch Frauen „schamlos“ zugreifen. Ev. würden sie sich weniger sexuell als emotional bedienen, doch Parallelbeziehungen mit mehreren Männern wären denkbar, da „hab-bar“. Doch das Überangebot würde übersättigend wirken und Frauen könnten daraus nichts mehr wirklich wertschätzen, da es permanent zur Verfügung steht, ihnen nachgerade „nachgeworfen“ wird. Das heißt, auch die Frau würde sich unbewusst und gedankenlos verhalten.
Sie wäre aufgrund des Überangebotes nicht nur permanent auf ihre eigenen Bedürfnisse fokussiert, auf das, was sie aus dem reichhaltigen Angebot gerade haben will, sondern aus eben dem Grund entweder blind für die Bedürfnisse der Männer oder ohne „Bindungstiefe“, denn das, was z. B. dieser eine Mann bietet, an Gefühl, Raffinesse, Esprit und so weiter, bietet ein anderer auch und ein dritter wiederum hat noch ganz andere Qualitäten … Aus diesem Grund wäre ein Einlassen auf einen einzigen Mann permanent vereitelt und es kann keine tiefere Bindung und kein tieferes Interesse entstehen, weil ein einziger Mann im Überangebot so wenig gesehen werden würde, wie ein einzelnes Gericht in einem chinesischen Buffet.
Und sowie – um im Beispiel zu bleiben – eine Frau am „Gustieren“ ist, ist sie mit dem Verkosten beschäftigt, nicht aber mit einer Entscheidungsfindung zugunsten eines einzigen Gerichtes, das ihr jetzt und von nun an am meisten munden wird … Das Angebot ist da. Im Moment ist es so, in einiger Zeit kann es anders sein. Es wäre unklug, sich festzulegen. Hätte aber jedes einzelne Gericht am Buffet einen sehr hohen, beinahe unerschwinglichen Preis, würde sie sehr, sehr sorgfältig wählen und sich für nur eines entscheiden. Das gilt umgekehrt auch für Männer.

Das ist die Prägung. Das hießt: Ein gewisses, menschliches Verhalten ergibt sich aus den Umständen einer gewissen Situation, nicht aber a priori aus sich selbst heraus. Diese Prägung/Formung geschieht grundsätzlich vom Kindesalter bis zum letzten Atemzug, insofern es durch Bewusstwerdung keinen Bruch gibt.

Was soll ich tun? Er ist untreu, aggressiv, lieblos, nicht präsent …

Wie du dich vor emotionalen Verletzungen dauerhaft schützen kannst:

Tatsächlich kann eine Frau nur wenig aber dennoch eines tun: Sie sollte sich nicht mehr verfügbar machen. Egal, wie alt sie ist und egal, in welcher Lebenssituation sie ist, egal ob in Partnerschaft, verheiratet, frisch im Berufsleben, noch in der Ausbildung oder schon pensioniert: Sie sollte sich nicht (mehr) verfügbar machen.
Aus oben Dargestelltem wird ersichtlich, dass es nicht ihre Schuld ist, wenn sie immer wieder an den Falschen gerät. Weder hat sie falsch affirmiert, Aura Soma gegen den Uhrzeigersinn aufgetragen, einen karmischen Fluch aufzulösen, noch sollte sie verbissen bei sich selbst Einkehr halten und wiederholt ihre (Schuld-)Anteile hinterfragen, sondern verstehen, dass in der westlichen Gesellschaft Strukturen vorhanden sind, die faktisch gegen ihr innerstes Wesen und ihre tiefsten Bedürfnisse arbeiten, sie konsumierbar machen wie Ware oder rasch ersetzbar.

Je mehr eine Frau lernt, Nein anstatt Ja (dazu) zu sagen, umso mehr gewinnt sie an Selbst- und Fremd-Wert. Selbstwert generiert sie selbst. Fremd-Wert ist Respekt, der von außen kommt. Je mehr sie an Wert gewinnt, umso freier wird sie und emotionale Dilemmata, emotionale Verletzungen, Enttäuschungen, Selbstzweifel, Irritationen usw. werden weniger oder bleiben ganz aus. Um dieses Bewusstsein und eine daraus erwachsende Handlungsfähigkeit zu etablieren, ist es weniger wichtig, eine bestimmte Beziehungsdynamik oder die Persönlichkeit eines bestimmtes Mannes zu verstehen/ergründen, als die Spielregeln des nonverbalen „Konsens“, des Gesellschaftssystems, zu durchschauen.

Konkrete Beispiele

Sowie eine Ehefrau sich nicht mehr über ihre Rolle als starke Frau definiert, die selbstaufopfernd und duldend hinter ihrem Ehemann steht, den Haushalt, die Kinder und den Hund fest im Griff hat, hat sie ihren Wert selbst festgelegt und nicht mehr festlegen lassen.
Sowie eine junge Frau von einem Mann hingehalten oder nur zu bestimmten Zeiten aufgrund gewisser, männlicher Bedürfnisse hin kontaktiert wird, sollte sie dazu Nein sagen.
Sowie ein Mädchen nicht belächelt wird, wenn es vom Prinzen auf dem weißen Pferd träumt, wird sie u. U. auch mit Mitte 40 noch dazu stehen können, dass dies ihr individuelles Liebesideal ist und es in ihrer Seele nie anders war, dass sie romantisch ist und ihr ein sinnlicher oder liebevoller Kuss mehr bedeutet, als eine Nacht, in welcher ihr ein Mann dreimal und öfter seine Potenz unter Beweis stellt.
Im anderen Kontext: Sowie eine jede Prostituierte, egal für welchen Dienst und für eine Zeitspanne von max. dreißig Minuten einen Grundpreis von € 1.000,00 veranschlagen muss/kann, könnte man von einer Befreiung der Prostitution sprechen. Sexueller Dienst sollte m. E. wenn, dann viel wert sein. (Da in diesem Zusammenhang häufig biologisch oder evolutionär argumentiert wird, möchte ich anmerken, dass sich kein einziges männliches Tier ein Weibchen mit Geld kaufen kann. Für gewöhnlich muss er es erringen und/oder dafür kämpfen.)

(Anm.: In Ländern wie Schweden z. B. ist die Inanspruchnahme von Prostitution eine kriminelle Handlung. Ein sog. Freier wäre schuldig und kann bestraft werden. Illegale Strukturen wie Menschenhandel innerhalb der Prostitution gibt es übrigens auch in den Ländern, in denen Prostitution legal ist. Legale Prostitution verhindert keine illegale/verdeckte Prostitution, sondern fördert diese i. d. R.)

Verwandte Artikel:

Jede Frau ist schön, sie soll es nur nicht wissen
Gastbeitrag: Emanzipation
Feminismus – Stimmung, Wissen, Bewusstsein
Autarkie durch Bewusstsein: Die maximale Freiheit der Frau

Tiefergehende Literatur:

Da dieser Artikel eine Überschau ist, welche gewisse Verständnisfragen aus system-struktureller Sicht klärt, jedoch keine individuellen Thematiken beantwortet, findest du in nachfolgendem Link gezielte und von mir sorgfältig ausgewählte Buchempfehlungen zu detaillierten, bestimmten Beziehungsfragen und Lebensproblematiken:

Die wichtigsten Lebenshilfebücher für Frauen

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Was tun bei Suizidgedanken

Was tun bei Suizidgedanken?

Was tun bei SuizidgedankenSuizidgedanken können in bestimmten Lebensphasen, unter bestimmten Umständen oder in gewissen Momenten, z. B. in einer sich zuspitzenden seelischen Krise, auftauchen. Vermutlich kennt jeder jemanden in der Familie, unter Freunden, Verwandten oder Arbeitskollegen, der Suizidgedanken hegt/hegte oder sogar einen Suizidversuch unternommen hat. Vielleicht hat oder hatte man selbst in seinem eigenen Leben Suizidgedanken, ohne, dass es je zu einem Selbstmord/Freitod gekommen ist.

Statistiken zum Suizid

Im Jahr 2012 nahmen sich nach dem Bericht der WHO (Weltgesundheitsorganisation) etwa 804.000 Menschen weltweit das Leben. Das sind ca. 11,4 Menschen von 100.000. 2012 war Selbstmord nach Verkehrsunfällen die zweithäufigste Todesursache der 15- bis 29-Jährigen. Im Jahr 2014 begingen in Deutschland 10.209 Menschen Suizid.
Unterschiede zeigen sich auch in den Geschlechtern. Die Selbstmordrate liegt bei Männern höher als bei Frauen. Männer wählen eher „harte“ Suizidmethoden wie z. B. Erhängen, Erschießen, sich vor den Zug werfen, wohingegen Frauen „weiche“ Suizidmethoden wie z. B. Überdosierung von Medikamenten oder Öffnen der Pulsadern in Verbindung mit Vergiftung/Überdosierung von Medikamenten.
Global betrachtet sind ältere Menschen ab 70 Jahren am häufigsten betroffen, da diese oft an schwerwiegenden oder unheilbaren Krankheiten leiden.

Wie kommt es zu Suizidgedanken oder erfolgreichem Suizid?

Suizidgedanken tauchen meist dann auf, wenn sich eine Person in einer ausweglosen Situation wähnt oder tatsächlich in einer ausweglosen Situation befindet. Dabei steht i. d. R. der Gedanke im Vordergrund, dass das Untragbare, die Last, die Gesamtsituation usw. mit einem einzigen radikalen Schritt, dem Freitod, sofort beendet ist. Dieser Gedanke ist die in den Selbstmord treibende Kraft.
Suizidgedanken können in stärkerer oder schwächerer Form in Lebens- und Sinnkrisen, bei leichten bis schweren Depressionen, bei unverarbeiteten Traumata im Kindes- und Erwachsenenalter, bei Liebeskummer und unheilbaren Krankheiten auftreten. Sie können aber auch bei Überforderung, bei nicht bestandenen, schulischen Prüfungen/Tests, genereller Lebens-Verzweiflung, bei Ängsten, Drogenmissbrauch, Einsamkeit und Kummer auftreten.

Sofortmaßnahme bei Suizidalität/Selbstmordgefährdung

Falls du in der Situation bist, dass du dir schon über einen längeren Zeitraum hinweg Gedanken über einen möglichen Selbstmord machst, dann unterbrich diesen Kreislauf rechtzeitig und sofort, indem du darüber sprichst. Du kannst mit vertrauten Personen oder mit Fachleuten wie Ärzten oder Therapeuten sprechen.
Wie darüber sprechen? Zum Beispiel so: „Ich habe schon länger Selbstmordgedanken weil …“ Indem du es aussprichst und das Wort „Selbstmord“ verwendest, wird jedem, mit dem du sprichst, bewusst, dass du schnell Hilfe brauchst, denn du hast nicht nur einen schlechten Tag, bist nicht nur mit dem falschen Fuß aufgestanden …
Es ist wichtig, die Selbstmordabsicht darzulegen, damit du klar verstanden wirst. Die Situation, die zu dieser Absicht führt, kannst du im Anschluss oder später schildern, sie ist tatsächlich im Erstkontakt weniger wichtig, als die Intention, die du hegst. Und das solltest du klar kommunizieren, damit Ansprechpartner wissen, dass du nicht gerade nur schwermütig bist, sondern du unverzüglich und vermutlich längerfristig und regelmäßig Hilfe brauchst.

Ansprechpartner und Einrichtungen bei Selbstmordgefährdung

1. Eine Vertrauensperson deiner Wahl
2. Kriseninterventionszentren in deiner nächsten Nähe, bzw. psychiatrische Ambulanz, Not- und Krisendienst
3. Der Hausarzt
4. 24-Stunden-Notfalldienste wie die Rettung (im Notfall)
5. Telefonseelsorgen:

Telefonseelsorge Österreich: Nummer: 142
Telefonseelsorge Deutschland: Nummer: 0800/111 0 111
Telefonseelsorge Schweiz: Nummer: 143

Die hier verlinkten Telefonseelsorgen bieten übrigens auch Chat- und Mailmöglichkeiten an, falls du nicht gerne direkt mit jemanden sprechen möchtest.

Suizid aus spiritueller Sicht

Berichte von Menschen, die einen Selbstmordversuch überlebt haben, besagen, dass die jenseitige Welt für sie eher düster, dunkel bis schrecklich war. Auch unter Nahtodberichten finden sich manchmal Schreckensvisionen, die den klassischen Höllenvorstellungen von Feuer, Bestrafung, ewiger Qual etc. entsprechen.
Negative Nahtoderfahrungen werden häufig kirchlich-religiös instrumentalisiert, um Indizienbeweise für die Existenz der Hölle und die „Richtigkeit“ der Bibel zu sammeln, doch dies stimmt wenn, dann nur bedingt oder gar nicht, da der Rückschluss hieße, dass Menschen, die negative Nahtoderlebnisse haben, per se große Sünder seien.
Tatsächlich scheuen sich Menschen mit negativen Nahtoderlebnissen aus eben diesem Grund, von ihren Erlebnissen zu berichten, weil sie die Vorverurteilung fürchten. Sie haben Angst, dass das Personen-Umfeld ihnen aufgrund ihrer Erfahrung eine gewisse Schlechtigkeit/Sündhaftigkeit unterstellen könnte, auch wenn der betreffende Mensch ein relativ normales Leben geführt hat.
Zu negativen Jenseitsberichten, zu Höllenerfahrungen sowie zu eher düsteren, kühleren Beschreibungen etwaiger Selbstmörder soll es, lt. Theorie, jedoch nicht aufgrund eklatanter persönlicher Schlechtigkeit kommen, sondern weil der Todesumstand oder die Todessituation mit psychisch negativer Energie behaftet ist.
Die Kirche, bzw. die Bibel, verurteilt Selbstmord mit der Begründung, dass der Mensch, der den Suizid begeht, deshalb in die Hölle kommt, weil er die Rettung durch Jesus Christus ablehnt. Auch die Populäresoterik stigmatisiert in ähnlicher Weise, malt für Selbstmörder düstere Jenseits-Szenarien u. a. mit der Begründung, dass ein Leben nicht weggeworfen werden dürfe …  Ich persönlich glaube nicht, dass per se jeder Selbstmörder Negatives im Jenseits erleben wird, nur weil Kirche und Populäresoterik es so „wollen“, sondern sehe etwaige negative Jenseitsberichte – gemäß Theorie – in der momentanen psychischen Verfassung des Menschen im Todeszeitpunkt begründet.

Danach ist alles aus!?

Falls du Selbstmordgedanken mit der Vorstellung hast, dass danach alles aus ist, dein Leid und deine Verzweiflung sozusagen mit dem Tod beendet sind, da du ev. bisher fest daran geglaubt hast, dass nach dem Tod nichts mehr kommt und dass es nach dem Tod nichts mehr gibt, dann ist das gemäß bisheriger Erkenntnisse der Reinkarnations- und Nahtodforschung falsch.
Wahrscheinlich(er) ist, dass du nach dem physischen Tod sehr irritiert sein wirst, dass du noch existierst. Dein Astralkörper, der die Seele trägt, lebt weiter. Ob du nun an einen eher düsteren Ort kommst oder ob dir im Jenseits sofort jemand zur Seite steht, der dir den Weg zeigt, kann ich nicht beurteilen, aber was ich mich zu vermuten wage, ist, dass du vermutlich die Aufgabe, die du hier im Leben durch den frühzeitigen Abbruch, dem Suizid, nicht erledigt hast, im nächsten Leben – in der nächsten Inkarnation – erledigen musst.
Aus diesem Grund: Was auch immer dich quält, niederdrückt, dir das Leben verleidet: Habe Mut, das Problem (jetzt) aktiv zu lösen. Vielleicht gehört es zu deiner Lebensaufgabe, dass du dich dem stellst, was ist. Vielleicht ist eben das, was du jetzt lernen sollst, dies: Um Hilfe zu bitten, damit du mit den aktuellen Lebensproblemen, Lebenskrisen, fertig werden kannst.

Hoffnung

Ich persönlich denke: Es ist kein Zufall, dass du hier bist, so wie es kein Zufall ist, dass Bäume, Wiesen und Tiere hier sind. Stell dir vor, wie es wäre, wenn eben das, was die Suizidgedanken in dir auslöst, in ein paar Wochen, Monaten fort ist, weil du dir jetzt aktiv Hilfe gesucht hast. Egal, was auch immer dich belastet, stell dir vor, wie schön es wäre, wenn es weg ist. Das ist Hoffnung. Und das ist (auch) ein Weg, den du gehen kannst, und den vor dir andere Menschen gegangen sind, die genau wissen, wie es dir geht – und die jetzt ein glückliches Leben führen.

Hilfe für Betroffene, Suizidprävention

Falls du jemanden kennst, der in einer offenbar schwierigen Situation ist, aber kaum darüber spricht, dann frage ihn am besten direkt: „Ich habe das Gefühl, du möchtest dir etwas antun. Stimmt das?“
Häufig ist es für Menschen mit Selbstmordabsicht sehr erleichternd, dass jemand sie in ihrer Not erkennt, ohne, dass sie laut darüber gesprochen haben. Du kannst ihm diesen Artikel zeigen, die Kontaktadressen der Telefonseelsorgen oder ihm die Adressen der Kriseninterventions-Einrichtungen in der Nähe raussuchen. Natürlich kannst du ihm auch deine Nummer geben, damit er dich kontaktieren kann, wenn er gar nicht mehr weiter weiß.
Wenn du jemanden kennst, der schon einen Suizidversuch unternommen hat oder sogar manchmal davon spricht, dann höre ihm nicht nur (gut) zu, wenn er wieder davon spricht, sondern gib ihm die Kontaktadressen der Telefonseelsorge und/oder die Kontaktadressen der psychiatrischen Ambulanzen in der Nähe. Begleite ihn, wenn möglich, zu den Erstgesprächen. Lass ihn, wenn möglich, nicht alleine, auch wenn er sagt, er bräuchte dich nicht. Dies ist umso wichtiger, da du später, egal was passiert, in jedem Fall für dich weißt, dass du alles getan hast, was in deiner Macht stand. Für dich gilt dann ein „Man-hätte-doch-dieses-oder-jenes-tun-können“ nicht, denn du hast dein dir Möglichstes getan.

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Buchempfehlungen zum Thema:

  

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