Kundalini Aufstieg, Symptome und Krisen – Teil 4

Kundalini Aufstieg Symptome und Krisen Shiva Shakti SchlangenkraftKundalini wird von Erweckten häufig als Segen und Fluch beschrieben. Wer also diese Energie lediglich entdecken und (aus-)probieren möchte, kann sie später nicht wieder „ausknipsen“ wie eine Lampe. Sowie Kundalini erweckt ist, wird sie sich des Geistes, der Seele und des Körpers dauerhaft bemächtigen. Das kann, je nach Verlauf, segensreich und/oder herausfordernd sein.

Kundalini Aufstieg

Umso mehr erschreckt es mich, wie leichtfertig in energetisch-spirituellen sowie in Yoga-Kreisen von Kundalini gesprochen wird, diese u. a. sogar als Heilenergie oder als von Gaia ausgehende Aufstiegsenergie dargestellt wird … Nichts davon ist – Pardon! – wahr. Kundalini heilt nicht per se. (Ja, unter Umständen gibt es auch Heilung, aber erst, wenn ein bestimmtes Niveau mit bestimmten Fähigkeiten etabliert ist.) Und sie geht auch nicht – wie in bestimmten Foren zu lesen ist – von Gaia in Wellen aus, um die Menschen in ihrem Bewusstsein anzuheben, worauf die Menschen diverse Lichtkörperprozess-Phänomene entwickeln, mit Schwindel und Kopfweh darniederliegen oder psychische Instabilitäten erfahren … Der Volksmund schob es früher auf den Vollmond, heute ist es wahlweise „Kundalini“ oder „Energieerhöhung“ durch die Lichtbrigade/weiße Bruderschaft, Dimensionswechsel oder ein Portaltag …
Kundalini wird zwar als erdnah beschrieben, ist jedoch kosmisch und war – wenn man den tantrischen Schriften glauben will – schon da, bevor es das Universum gab. Es mag hier reichen, Kundalini als kosmische Allmacht zu begreifen, die nicht nur auf den Planeten beschränkt ist – daher nicht von Gaia in Wellen ausgesandt wird.

Sowie im Körper Störungen und Krankheiten vorhanden sind, wird Kundalini diese zunächst verstärken und u. U. heilen, doch eine Heilungsgarantie entsteht mit Erweckung der Energie nicht per se.

Das physische Wirken von Kundalini

Kundalini hat neben einem transzendental-energetischen Einfluss auch einen direkten Einfluss auf die Physis. Auf körperlicher Ebene ist sie nicht etwas Ätherisches, das den Erweckten zart umhaucht. Sie ist direkt im Körper, in den Nadis (feinstofflichen Energiebahnen), den Nervenbahnen, den Organen, im Blut. Dort wirft sie ohne Rücksicht auf Verluste alles um. Gefühlsausbrüche, Stimmungsschwankungen, Schmerzen, übersteigerte Libido/Erregung … All das kann einen Erweckten z. B. beim Autofahren ereilen, beim Einkaufen oder während der Nacht.

Im Kundalini-Prozess gibt der Erweckte seine Selbstbestimmtheit temporär auf. Kundalini wirkt physisch und direkt. Sie greift über die Energieleitbahnen das Hormonsystem unmittelbar auf den Körper und das gesamte Menschsein zu. So erklärt sich auch die Hilflosigkeit, die ein Mensch im Prozess erleben kann, denn es gibt keinen ON-/OFF-Schalter. Alles, was über Hormone geregelt wird, insbesondere die Libido, weiters Gefühle wie Liebe, Hass, Trauer, Freude, Angst usw. ist von Kundalini im Prozess beeinflusst. Sowenig, wie ein Mensch seinen Herzschlag kontrollieren kann, kann er Kundalini im Aufstiegsprozess kontrollieren. Wenn Schmerzen auftreten, sind sie da, wenn übersteigerte Emotionalität da ist, ist sie da, völlig egal, ob der Erweckte gerade in netter Gesellschaft ist, gerade eine Rede hält oder im Kino sitzt.

Der Aufstieg der Kundalini

Das Erwachen, bzw. der erste Aufstieg, wird meist am intensivsten empfunden. So wird der erste Aufstieg für gewöhnlich als brennendes, unangenehmes Gefühl empfunden, das sich meist nachts durch die Energiekanäle (Nadis/Meridiane) der Wirbelsäule nach oben arbeitet. Es handelt sich hier auf physischer Ebene um einen Adaptionsvorgang.

Die Nadis und die Nervenbahnen sind auf diesen Aufstieg (noch) nicht vorbereitet, weswegen „physikalisch-energetische“ Reibung entsteht, daher die enorme Hitze. Das Empfinden kann daher sein, als ob sich ein glühendes Stück Eisen langsam die Wirbelsäule hochbohrt. Das alles ist mit Schmerzen, Herzrasen, Schweiß und hochgradiger Nervosität verbunden, weil das gesamte Nervensystem buchstäblich unter Strom steht.

Ist dieser Prozess abgeschlossen, was wenige Tage, Monate oder Jahre dauern kann, sind auch die physischen Schmerzen weg. Der Körper ist dann adaptiert.

Aufstiegssymptome

Folgende Aufstiegssymptome treten nach dem Erwachen am häufigsten auf, können phasenweise ruhen und/oder erst nach Jahren wieder kommen. Im Grunde ist der Aufstiegsprozess nie abgeschlossen, kann in der Intensität jedoch schwanken. Negative Begleitsymptome im Aufstiegs-Prozess können auch völlig fehlen, doch ist dies eher die Ausnahme als die Regel. Unten angeführte Symptome können gleichzeitig oder vereinzelt auftreten.

Kundalinikrisen u. Auftiegssymptome physisch

  1. Hypersensibilität, besseres Hören und Sehen
  2. Lärm- u. Lichtempfindlichkeit
  3. Hitze/Kälte-Empfindungen, Druck in der Wirbelsäule
  4. Nervosität
  5. Verstärkte Sensibilität auf Strom, Umspannwerke, Generatoren
  6. Starker Bewegungsdrang, Restless-Legs-Syndrom
  7. Körperzittern, Vibrieren, ungewöhnliche Bewegungen
  8. Schlaflosigkeit, Herzrasen, Nachtschweiß
  9. Schmerzen
  10. Nervenbrennen, Nervenkribbeln (Ameisenlaufen)
  11. Kopfschmerzen, Druckgefühl im Kopf
  12. Stark erhöhter Stoffwechsel, häufiger Toilettengang
  13. Stark erhöhte Libido, häufiges Masturbieren
  14. Lähmungen, Einnehmen von bestimmten Positionen, Starre
  15. Nervenzusammenbruch – als Folge andauernder Symptome wie Schmerzen, Schlaflosigkeit, Übererregung

Kundalinikrisen und Aufstiegsymtome psychisch

  1. Hören von Stimmen, akustische „Eingebungen“, Hören von Musik
  2. Verzerrte Wahrnehmung, Halluzinationen, Licht- und/oder Farbwahrnehmung
  3. Panikattacken
  4. Sich abwechselnde Wein- u. Lachkrämpfe
  5. Glücksgefühl und tiefe Trauer
  6. Albträume
  7. Ideenflut, Gedankenschnelle, rasches/geniales Verknüpfen von Ideen/Erinnerungen/Wissen
  8. Gedankenentzug, plötzliche Leere im Kopf, Erinnerungslücken, verzerrtes Zeitempfinden
  9. Überbordende Emotionalität, tiefes Berührtsein von Bildern, Musik, Eindrücken …
  10. Gefühl, von einem Tier angesprungen zu werden (häufig)
  11. Gefühl, dass einem etwas in die Zehen beißt (häufig)

Obige Symptome sind hier auf körperliche und psychische Erscheinungen begrenzt. Ein Kundalini-Erwachen kann jedoch auch mit paranormalen Phänomenen einhergehen. Mehr dazu im Aritekl Kundalini-Siddhis, paranormale Kräfte.

Häufige „Kundalini-Attacken“ im Aufstiegsprozess

Das Gefühl, von einem Tier angesprungen zu werden, resultiert i. d. R. aus einem Energiestau. Meist tritt das Gefühl dann auf, wenn der Erweckte zur Ruhe kommt oder gerade am Einschlafen ist. Was hier bildlich mit einem Tier beschrieben ist, kann auch als Besessenheitsvorstellung missgedeutet werden. Dennoch handelt es sich im Kundalini-Aufstiegsprozess um einen energetischen Stau, der dann ins Fließen kommt, wenn der Erweckte gerade ruht. Genau in dem Moment, in welchem z. B. das Wachbewusstsein vom Traumbewusstsein abgelöst wird, fallen sämtliche Schutzschilder. Der Verstand legt sich zur Ruhe und Kundalini nutzt exakt diesen Moment, um frei zu fließen. Dies geht mit einem energetischen Druckgefühl einher, das über den ganzen Körper fließt. Manchmal ist es auch als Sturzbach beschrieben, der von oben auf den Körper prallt.

Das Gefühl, in die großen Zehen gebissen zu werden, hat wiederum nichts mit einem tätlichen Angriff einer bösen, unsichtbaren Kreatur zu tun, sondern mit „Kundalini-Strom“, der nun direkt auf die Nervenenden/Nadis der großen Zehen zielt. Dies fühlt sich wie ein Beißen oder eine Stromentladung an. Kundalini steigt i. d. R. nie nur ausschließlich die Wirbelsäule hoch, sie nutzt ebenso die Nervenbahnen/Nadis der Bauchseite, der Oberschenkel, des Hinterns, sowie die Nervenbahnen der Finger, der Daumen, der Arme usw.

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22 Gedanken zu „Kundalini Aufstieg, Symptome und Krisen – Teil 4“

  1. Wunderbare Website und einleuchtend geschriebene Postings! Meine gewaltsam geöffnete Kundalini-Erfahrung datiert aus 2005 und Vieles von dem, was hier beschrieben wird, hätte mir damals geholfen: denn ich bin jemand, die durch Erkenntnis geheilt wird, kathartische und intellektuelle.

    Allerdings war meine erste Kundalini-Auslösung infolge „erotischer Meditation“, wie ich Masturbation nenne, die einen hohen Level von Seligkeit über unendlich lange Zeit halten kann, wunderschön, überwältigend in ihrer Schönheit: Zunächst liefen vor meinem inneren Auge die Regenbogenfarben an meiner Wirbelsäule hinauf, nach einer Weile umgab mich gleißendes Licht, unvorstellbar in seiner Helligkeit und danach fiel ich in dunkles tiefes Schweigen, in dem ich allwissend war über die FrauMann- Beziehung des Universums. Leider war das heilige Erschrecken größer als die Freude und ich rührte nicht mehr daran. Und Kundalini ließ mich allein.
    So paradiesisch verlief die endgültige Erweckung auch, mit Verliebtheit in einen Mann und wochenlanger höchster sexueller Erregung und Erfüllung im astralen Bereich. Tantrisch, praktisch,gut. -:) Die Hölle folgte auf dem Fuß, als ich diese Verbindung nicht mehr wollte.
    Sämtliche Phänomene habe ich heute noch, doch ich nehme eine winzige Dosis eines Neuroleptikums, weil ich nicht wie eine Heilige leben will mit Visionen, unendlicher Güte und völliger Selbstaufgabe, in ständiger Verbindung mit allen und allem. So ist der Tiger lammfromm geworden.

    1. Liebe Micaela,

      herzlichen Dank für deinen Kommentar und den Einblick in deine Erfahrungen! 🙂

      Davon können hier alle profitieren.

      Ich mag deinen Schreibstil! 🙂

      Liebe Grüße, Tanja

    2. Genau so habe ich es auch erlebt. Verliebt in einen Mönch, plötzlich nachts wachgeworden mit Erweckung der Kundalini und sehr schönen wochenlangen höchster sexueller Erregung und Erfüllung im ganzen astralen Körper, bis ich einen epileptischen Anfall bekam 🙁 Nun habe auch ich die Hölle auf Erden, da ich meinen Beruf, mein eigenes Leben nicht mehr so leben kann, wie bisher. Dieser Mönch möchte mit mir diese Glücksgefühle nicht mehr leben und nun sitze ich da im Glaskasten und kann mir durch diese Bedrängnis der Kundalini und des körperlichen Druckes keine normale Beziehung mehr aufbauen und lebe praktisch wie eine Nonne im Alltag. Ich will diese Beziehung auch nicht mehr, bin aber durch die Kundalini dazu gezwungen 🙁 Man wollte mir auch Neuroleptika verschreiben, aber hilft das wirklich? Ich weiß nicht mehr weiter….

      1. Es ist immer nur ein einziges Neuroleptikum, welches ich empfehle und auch nehme, nämlich Amisulprid, Marken-Name Solian. Von allen Anderen sollten wir die Finger lassen, die Nebenwirkungen sind enorm.
        Die Anfangsdosis darf 100 Milligramm nicht überschreiten, allerhöchstens 150, je nach Gewicht und Körpergröße. Das ist niedrig dosiert , alle Ärzte schlagen deshalb immer die Hände über dem Kopf zusammen und wollen viel mehr geben. Nicht darauf einlassen!
        Wenn Du es nimmst, beobachte, was oder ob sich Etwas verändert. Zur Hölle auf Erden gehört nämlich, das sich scheinbar nie etwas ändert oder Alles immer noch schlimmer wird.
        Probier´s! Neuroleptika sind keine Teufelsdrogen, die zu hohe Dosis ist teuflisch.

  2. Schön geschrieben! 🙂
    Bei mir stieg die Kundalini das erste Mal vor zwei Jahren während einer Meditation spontan auf. Ich war total erschreckt und fürchtete einen epileptischen oder spastischen Anfall. Dann folgten weitere, mildere Schübe und ich merkte, dass es kein Anfall sein kann, die sind anders und in meiner Familie auch total unbekannt. Ich versuchte herauszufinden, was es ist und kam auf verschiedene Artikel über Kundalini, die genau meine Erlebnisse/Symptome beschreiben. Heute ist sie dauerpräsent, egal wo ich bin. Besonders natürlich Nachts, was mich schon mal ne komplette Nacht kostet, weil dann an Schlafen nicht zu denken ist. Alles in Allem aber, komme ich gut mit ihr klar. Ich kommuniziere sogar mit ihr, wie mit einem Wesen, und sie scheint mir auch, hin und wieder zumindest, zuzuhören und meinen Bitten um Schlaf zu nachzukommen. Die Vorteile einer aufsteigenden Kundalini sind ein angenehmes Gefühl von Wärme und Energie im ganzen Körper und ein zunehmend stärker werdendes Traumerleben, bis hin zu mehreren luziden Träumen pro Woche. Wenn sie auf diesem Level bleiben würde, wäre sie eine ankzeptable Begleiterin. Aber da ich in den letzten 2 Jahren eine stetige Steigerung festgestellt habe, wird sie mir diesen Gefallen aller Wahrscheinlichkeit nicht tun. Ich muss sogar mittlerweile darauf achten, nicht an sie zu denken. Schon der Gedanke an die Kundalini löst immer mal wieder heftige Schübe aus. Blöd, wenn man dann gerade im Büro sitzt – zusammen mit Kollegen. Ach ja. Wer Tinitus hat und Kundalini, hat die doppelte Arschkarte. Kundalini verstärkt (zumindest bei mir) den Tinitus.

    1. Lieber Jens,

      herzlichen Dank für deinen Kommentar.

      Ich danke dir für deine Schilderung. 🙂 Alles, was du beschreibst, ist sehr typisch für Kundalini.

      Verstärktes Arbeiten Nachts, Schlaflosigkeit, Denken an Kundalini verstärkt die Energie, Tinnitus durch Kundalini ist eher ein energetisch bedingter hoher Pfeifton, der kurz anschwillt und meist gleich wieder weg ist … Aber grundsätzlich verstärkt Kundalini alle im Körper vorhandenen „Krankheiten“ und Symptome, natürlich auch schon vorher vorhandenen Tinnitus. Ja.

      Ich freue mich, dass du mit Kundalini grundsätzlich klarkommst. 🙂

      Herzlichen Dank!

      Liebe Grüße,

      Tanja

  3. Danke für deine Berichte über Kundalini…….
    Mein Name ist H. und ich stieß vor einigen Wochen „zufällig“ auf diese Ausführungen.
    Vor einigen Jahren, im Rahmen meiner Suche, erhielt ich eine Kundalini-Reiki-Einweihung nach Ole Gabrielsen. Keine Ahnung…..hörte sich gut an.
    Vor nunmehr 19 Monaten nahm ich an einem von 3 Ayahuasca-Retreats teil.
    Insgesamt waren es 11 Nächte.
    Bereits in der zweiten Nacht sagte eine Stimme in meinem Kopf nur ein Wort:
    „Kundalini“……..und danach stieg unter einem fast nicht zu ertragenden Geräusch ( ich kann es nicht beschreiben) aus meinem Kotzeimer eine pinke Spirale auf…….danach begann mit mir so etwas wie Exorzismus. Ayahuasca….oder welche Energie auch immer….hat mich richtig durchgenommen. Ich war mehr über meiner Matratze als das ich auf ihr lag. Schütteln……und stöhnen…..die ganze Nacht. Doch machte ich noch weitere 9 Nächte……..ich hatte eine Höllenangst und doch ließ es mich nicht los. Während dieser Nächte musste ich mehrfach mein Leben hergeben…..das war für mich sehr real und mit viel Trauer verbunden…..aber letztlich sah ich immer ein, dass ich nicht bestimme wann mein Leben zu Ende geht……und gab mich hin. Mir war bald klar was hier abging……..ich wurde in Hingabe, Loslassen und Vertrauen trainiert. Hier könnte ich noch ewig weiter berichten, aber jetzt mal zu ein paar Symptomen die mich so seit der Zeit begleiten……durchaus auch wechselweise.
    Kennt ihr das ? Du liegst im Bett, es ist dunkel und plötzlich geht das Licht an?
    Aber nur im Kopf…….nicht im Raum……dort bleibt es dunkel.
    Wenn ich die Augen schließe sehe ich Bilder…….gestochen scharf….aber immer nur Millisekunden…….mein Verstand kann es so schnell nicht aufnehmen. Ich sehe also Bilder, Personen, Gestalten und weiß nie was es war.
    Manchmal ziehen auch ständig lila Schleier vorbei. Einmal lag ich Kopf an Kopf im Bett mit meiner Freundin……beide etwas erschöpft:)……und plötzlich ging ein Film ab. Ein Film. Keiner schöner……eher Gruselfilm. Es war alles grau und schwarz und voller unheimlicher schlangenähnlicher Wesen……ich bekam Panik und wendete mich ab. Und ich war total klar…….an dieser Stelle möchte ich erwähnen , dass ich nicht rauche, keinen Alkohol trinke , Tabletten oder Drogen nehme ( Ayahuasca ist da die absolute Ausnahme) . Außerdem ernähre ich mich vegan. Seit meines Erwachens vor 11 Jahren……ich glaube es heute so bezeichnen zu können….habe ich mich ganz ohne Mühe vom Alkohol und tierischen Produkten los gesagt.
    Nun zurück zum Film im Kopf. Zu der Zeit habe ich sehr hart daran gearbeitet meine Freundin wach zu rütteln…….mit ziemlich viel Stress. Neulich stieß ich zufällig auf eine Legende von einem 12-Köpfigen Drachen…….Drache der Apokalypse……..ein Kopf wird abgeschlagen und 3 oder so wachsen nach. So war es mit ihr…….je mehr ich bohrte umso mehr Köpfe wuchsen nach. Das wurde mir dann klar……was ich da gesehen hatte und die Bedeutung. Wir sind auch nicht mehr zusammen:-)
    Vor einigen Monaten hatte ich plötzlich nachts im Bett starke und nicht lokalisierbare Rückenschmerzen…….sie kamen in verschiedenen Nächten und blieben unterschiedlich lange. Ich hatte echt Panik……Bandscheibenvorfall.
    Nein……genauso wie sie kamen, gingen sie auch wieder……
    Ganz oft werde ich nachts mit einem kaum auszuhaltenden Kribbeln wach……das macht mich irre. Es kommt in Schüben…….aus dem Nichts und bleibt manchmal für Stunden. Obwohl ich dann nicht genug Schlaf hatte, verläuft das Aufstehen und der Tag normal. Kein Energieverlust. Dieses Kribbeln hat seinen Ursprung in der unteren Wirbelsäule.
    Im Mai bin ich in ein Haus in der Nähe eines Moores gezogen. Manchmal….wenn ich im Garten bin, denke ich so….ah da kommt mein Hund. Wenn ich hoch schaue…..nichts ! Zuerst dachte ich das ich gaga im Kopf werde……aber es häufte sich……und machte mir Angst…Affen ähnliche Gestalten……größer als mein Hund. Schwarz…… Neulich sprang einer spürbar ganz nah an mir vorbei…….und wieder dachte ich…..mein Hund. Schenkte im keine Beachtung weil ich Feuerholz in meinen Arm packte. Ging dann wieder rein……nochmal zurück……wo ist mein Hund ??????……… es dämmerte mir.
    Ich ging leise zu seinem Korb…..und da lag er ganz friedlich und schlief tief und fest. Jetzt haben sie aber aufgegeben…….zumindest hatte ich seit Längerem keinen neuen Besuch.
    Wenn immer ich spirituelle Praktiken verfolge, wie Meditation oder Satsang-Besuch, habe ich eine Schraubzwinge von Schläfe zu Schläfe……..heftiger Druck. Und manchmal auch zwischen den Augen……
    Nächtliche Schweißausbrüche und diese ewigen Stiche und Bisse in Zehen und Beinen habe ich noch gar nicht erwähnt……
    Jetzt gesellt sich Kopfschmerz hinzu……..und ich bin so gar kein Kopfschmerztyp……..
    Stechende und aufsteigende Schmerzen in der Wirbelsäule habe ich allerdings nicht…….jedoch fühlt sich der Bereich gut durchblutet an. Eher warm…..
    Und seit einigen Wochen habe ich fast dauerhaft Rückenschmerzen…..auch das gehört so eher nicht zu mir……
    Ach ja……nicht zu vergessen. Seit Ayahuasca löst sich mein wirtschaftliches Leben auf…….tatsächlich bleibt kein Stein auf dem Anderen. Aber ich habe damit aufgehört Rettungsversuch nach Rettungsversuch zu unternehmen. Vom einst einigermaßen erfolgreichen Handwerksmeister…….ganz tiefer Fall.
    Ich habe aufgehört zu kämpfen……mich zu wehren………und übe mich im Annehmen.
    Und nun meine Frage an euch : ………….KUNDALINI ???? Und wann hört es endlich auf ????
    Liebe Grüße an euch……und ich freue mich über die Eine oder Andere Expertise

    1. Lieber Henry,

      herzlichen Dank für deinen Kommentar. 🙂

      Da ist sehr vieles durcheinandergewürfelt. 😉 Aber ich versuche es mal, ein wenig zu entwirren: Ja, Kundalini-Reiki kann man als moderne/westliche Form des Shakti-Pats betrachten. Ich persönlich halte das, was Ole Gabrielsen hier geschaffen hat, für eine „Meisterleistung“, doch ist vielen Reiki-Lehrern nicht bewusst, dass durch Kundalini-Reiki eben auch Kundalini aufsteigen kann. Es muss nicht bei jedem passieren, doch es kann …
      Ebenso können Drogen ein Kundalini-Erwachen initiieren. Ayahuasca ist in letzter Zeit modern geworden, viele berichten von außergewöhnlichen Erfahrungen … Aufgrund der Übelkeit und Brechdurchfälle reizt es mich nicht sonderlich. 😉
      Ich denke, Kundalini-Reiki und Ayahuasca hat bei dir, Henry, zum Erwachen der Kundalini geführt. Jetzt zu sagen „Shit, und wann hört es wieder auf?“, geht nicht mehr. Du hast mit dem „Feuer gespielt“ und Unwissenheit schützt vor „Kundalini“ nicht. Du bist jetzt gefragt und gefordert, damit umzugehen, die Kraft zu integrieren. Kundalini wirst du dein ganzes Leben lang haben, sie kann dich natürlich auch Jahre lang in Ruhe lassen, gewissermaßen so sanft fließen, dass du sie nur peripher wahrnimmst, doch je mehr bei dir herausgereinigt wird, umso stärker sind die Symptome. Wenn du wissen möchtest, wie du dir helfen kannst, kannst du gerne den Artikel Kundalini-Krisen überwinden lesen. Und, lieber Henry, ich denke, du brauchst etwas mehr Information über das ganze Geschehen. Ich spüre, dass du sehr schnell drehst – im energetischen Sinn. Ich denke, du brauchst viel mehr Ruhe und Struktur. Vielleicht besorgst du dir ein Kundalini-Buch, siehe „Kundalini“ oder liest dich ein bisschen mehr in den Blog ein, beginnend mit „Was ist Kundalini“, dann wird sich vieles für dich erklären und beruhigen.
      Ich wünsche dir alles, alles Gute.
      Mit lieben Grüßen,
      Tanja

      1. Danke liebe Tanja für deine Einschätzung……..
        Es hilft mir insofern schon zu wissen, dass ich es mit Kundalini zu tun habe….und ich gewöhne mich daran Dinge zu sehen und zu spüren die vorher für mich unsichtbar waren.
        Und ehrlich gesagt……..ich bin neugierig wie es für mich weiter geht.
        Ich habe den Impuls Platz zu machen für meine Seele………und das fühlt sich richtig gut an……..und vielleicht ist das auch der Grund für das Erwachen der Kundalini !?
        Weißt du………ich werde bald 60 und irgenwie bin ich, nachdem alles den Bach runter gegangen ist, experimentierfreudig geworden…….
        Am Ende steht eh der Tod………und mit dem Gedanken kann ich mitlerweile auch umgehen.
        Ich berichte gern mal wieder über meinen weiteren Prozess……..
        Nochmals herzlichen Dank……..und ich werde mich durchlesen…….wobei das Wesentliche geklärt ist 😊
        Liebe Grüße
        Henry

  4. Lieber Henry,
    nein, Du musst das nicht Alles über Dich ergehen lassen, wenn Du Amilsuprid, Markenname Solian, verträgst und ausprobieren willst. Du brauchst dafür einen Psychiater und da besteht natürlich wieder die Gefahr, dass die Dich mit Medikamenten zuknallen wollen. Schau mal auf dem SEN-Netzwerk nach, ob Jemand in Deiner Nähe niedergelassen ist, es kann auch erst einmal ein/e Therapeutin sein, die haben dann vielleicht Kontakt zu einem guten Arzt in Deiner Nähe. Die Dosis darf nicht höher als 100-150 mlg pro Tag sein, morgens genommen oder aufgeteilt in zwei Dosen, auch 50 mlg am Abend. Dazu kannst Du die Tabletten teilen. Es ist gut, die Dosis wieder zu minimieren, sobald der gewünschte Effekt eingetreten ist, doch nicht zu schnell und nicht in zu großen Schritten. Ich brauche 37,5 mlg und Alles ist wunderbar! Es dauert etwa drei Tage, bis das Medikament wirkt und es sollte Dir klar sein, dass Du damit Deine spirituelle Übersensibilität aufgibst, das Schöne wie da Schreckliche. Deine Entscheidung.

    1. Danke Micaela für deine Antwort…….
      Psychopharmaka ist für mich keine Option……
      Danke für deinen Tip.
      Ich habe es hier nicht mit etwas Bösem zu tun…….so glaube ich…….und vielleicht ist es auch meine Bestimmung……..
      Ich glaube an Gott und seine Führung……….auch wenn es manchmal schwer fällt………aber das ist wohl gerade meine Lernaufgabe 😊

  5. Lieber Henry,

    wie gesagt, es ist Deine Entscheidung.
    Wer Interesse an meiner Geschichte hat, ich habe sie aufgeschrieben, als ich einen Vortrag halten sollte. Titel: Die Entstehung einer multiplen Persönlichkeit durch Trance im tantrisch-tibetischen Lamaismus.

    https://micaela-riepe.blogspot.de

  6. Hallo Tanja,
    Deine Seite ist sehr aufschlussreich, danke für deine Offenheit.
    Bei mir ist die Reihenfolge der Erleuchtung so verlaufen: Schon seit der Kindheit habe ich Vorahnungen und Körperaustritte, kann Geistwesen, die Aura und die feinstofflichen Abläufe in Gebäuden wahrnehmen und mache Astralreisen. Bevor der Erstangriff der Kundalini (2012) erfolgte, hatte ich einige Jahre vorher mehrere Amrita-Ergüsse (verbunden mit sanften Wellen im Rücken), die angenehm kühl, erfrischend und heilsam waren. Ohne diese hätte ich die Kundalinischübe nicht so durchgestanden, obwohl ich damals noch nichts Konkretes über Erleuchtung wusste, aber ich hatte so eine innere Ahnung, die mich durchhalten ließ. Allerdings hatte ich in dieser Zeit diese Zeit diese „Tierbisse“ im rechten Oberschenkel.
    Dann erlebte ich den Erstangriff (mit 42) und ich muss sagen, fast alles stimmt mit deinen Beschreibungen überein. Sämtliche Symptome und die Sache mit dem Einschlafen; ich erlebte das volle Programm, auch den Ego-Tod, wie ihn die Schamanen beschreiben. Bei mir floss die Kundalini durch die Chakren bis in den Kopf und es endete die akut-intensive Phase (ca. 13 Monate) nach dem Duchstoßen des Herzchakras, was ich ultrakrass erlebt und nur mit dem Aufgeben des inneren Widerstandes (die Angst war bis hierhin übermächtig gewesen) überlebt habe. Jedoch konnte ich das alles erst recherchieren, als das Schlimmste vorbei war und ich wieder lesen konnte.
    Ich habe damals 7 oder 8 verschiedene Therapeuten aufgesucht, erst der Letzte wies mich auf Kundalini hin. Ein Chiropraktiker machte ein spezielles 5-Minuten-EKG (ich hatte starke Herzrhythmusstörungen und lag zitternd und zähneklappernd auf der Liege), bei dem die Spannung des vegetativen Nervensystems gemessen wird. Die gesunden Werte liegen innerhalb 800 – 1500. Bie mit Giften belasteten Menschen bewegt sich das so um 20.000. Bei mir jedoch zeigte die Auswertung über 900.000. Man dachte, das Gerät sei kaputt, doch es hatte die Auswirkung der Kundalini gemessen, was er aber leider nicht wusste.
    Zu jener Zeit konnte ich keinerlei feinstoffliche, energetische Dinge tun, ich fand keine Minute Ruhe und lief fiel im Wald umher. Dort brachen plötzlich Bäume um, ich sah einen sterbenden Schäferhund liegen und ein sterbender Marder kreuzte meinen Weg. Fast ein Jahr heulte ich wegen jedem Ding los, aber das half mir sehr, genauso die spontanen Lachsalven, die verspanntes Gewebe lockerten und den Kundalinifluss erleihterten.
    Heute komme ich gut mit Kundalini klar, viele Dinge haben keine Bedeutung mehr, nur noch was für mich authentisch ist.
    Gern würde ich mit dir und „Gleichgesinnten“ austauschen, habe aber kein Handy (und möchte auch keins). Und bei Googel muss man ja erst ein Konto anlegen.
    Gibt es noch eine andere Möglichkeit für den Austausch?

    Herzliche Grüße
    Sybilla

    1. Liebe Sybilla,

      herzlichen Dank für deinen Kommentar. 🙂

      Ja, da hast du wirklich das volle „Kundalini-Programm“ abgekriegt. Ich danke dir für das Teilen deiner Erfahrung und ich bin froh, dass du jetzt gut damit klar kommst. Kundalini ist ambivalent, so belastend sie auch ist, so hat sie doch auch immer Potential.

      Wenn du willst, kannst du dich gerne in meiner Gruppe mit anderen austauschen. Es gibt viele dort, die Kundalini haben und die ganz ähnliche Erfahrungen gemacht haben wie du.

      Hier die Gruppe: Astral Space – Kundalini ist ein großes Thema in der Gruppe. Klar.

      Ganz liebe Grüße,

      Tanja

  7. Hallo Tanja,

    jetzt habe ich mal eine Frage. Ist dir denn (oder auch den anderen hier) schon mal jemand mit Kundalini-Symptomen begegnet, der durch Kundalini eine überaktive Nebenniere hat? Die Nebennieren befinden sich ja so ziemlich in dem Bereich, in dem die Kundalini ihren Aufstieg startet.

    Wenn jemand was darüber weiß, würde ich mich über eine Antwort freuen

    viele Grüße
    von Sybilla

    1. Hallo Sybilla,

      soweit ich informiert bin, ist lediglich das Wurzelchakra mit den Nebennieren in Verbindung. Kundalini startet unter dem Steiß, die Nebennieren liegen viel höher, beidseitig rückwärts gelegen auf Höhe der zweiten/dritten Rippen. Es stimmt also „lokal“ nicht, dass Kundalini bei den Nebennieren startet.

      Als Drüsen regeln die Nebennieren Cortisol, Adrenalin und Noradrenalinn – wenn ich mich recht entsinne. Flucht- oder Angriffsreflexe werden hierüber gesteuert. Aus diesem Grund – denke ich – hat man die Nebennieren mit dem Wurzelchakra, dem Verankertsein auf der Erde, in Verbindung gebracht.

      Über diese gedankliche Brücke stimmt es, dass Kundalini aus den Nebennieren entspringen mag – aber es ist durchaus konstruiert. Klassischerweise steigt Kundalini am unteren Ende der Wirbelsäule hoch.

      Mit lieben Grüßen,

      Tanja

  8. Hallo Tanja,

    als ich gerade „energie erwachen“ googelte, stieß ich auf deine Seite.

    Warum habe ich überhaupt „energie erwachen“ gegoogelt? Ich hatte im letzten Monat zwei harte Wochen, welche sich nur als schrecklich-schön beschreiben lassen. Ich hatte Schmerzen im ganzen Körper und fühlte mich gleichzeitig unglaublich mächtig. Es ist wie eine neue Wahrnehmung von Energie und zum Glück schwächer geworden.

    Ich hätte eine Frage zu deiner Einleitung:

    Du schreibst, dass Kundalini (dieses Wort kenne ich noch nicht lange) nicht nett und wie Heavy Metal ist. Darin erkenne ich mich wieder. Du schreibst auch: „Wer stark genug ist, kann die vier Pferde der Apokalypse reiten, talwärts in die Untiefen seiner selbst …“ Spielst du damit zufällig auf die Band Die Apokalyptischen Reiter an?

    Ich frage nur deshalb, weil ich während meiner Erfahrung ein bestimmtes Album von denen Rauf und runteR gehört habe. Es war wie ein Wegweiser, der mich verschiedene Aspekte meiner selbst erleben ließ. Das hat mir sehr geholfen.

    Viele Grüße
    Stefan

    1. Hallo Stefan,

      herzlichen Dank für deinen Kommentar. 🙂

      Nein, auf die Band spiele ich nicht an, es war für mich einfach nur eine Metapher.

      Lieber Gruß,

      Tanja

    1. Hallo Nadine,

      ja, ich habe eigene Erfahrung damit. Wenn du die Kundalini-Artikel-Serie ganz durchliest oder die Autorenseite Wer bin ich aufrufst, kriegst du ein detaillierteres Bild.

      Lieber Gruß,

      Tanja

  9. Hallo Tanja,

    seit die Kundalini in meinem Kopf angekommen ist, bin ich sehr sonnenempfindlich geworden, das heißt, schon nach 5 Minuten Sonnenbestrahlung (schon ab ca. 18 Grad) auf den Kopf wird die Kundalini aktiv und es fühlt sich an, als ob sie sich mit dem Sonnenlicht verbinden möchte. Mein Kopf wird schnell heiß und es folgt so eine Art Sonnenstich mit Erhöhung der Körpertemperatur. Ich muss also von März bis Oktober bei Sonne immer einen Hut tragen.
    Ich denke, dass das auch ein Kundalinisymptom ist.

    viele Grüße

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