Binaurale Beats: unerlässlich für eine Astralreise?

In letzter Zeit erreichen mich vermehrt Anfragen von eher jüngeren Menschen, wie ich Astralreisen einleite und welche Technik ich benutze. Ob ich Binaurale Beats nutze, ob ich mich im Traum zurückfallen lasse oder gar ein Seminar besucht habe. Und wen ich, aus den bekannten Astralreise-Internet-Lehrern, empfehlen kann, bzw. wen ich „lieber hätte“.
Auch wurde ich gebeten, mehr über meine Astralreisen erzählen … Letzterem komme ich natürlich gerne nach, wenn ich etwas erlebe, was „erzählbar“ ist. Ein Astralstolperer ist ja keine Reise … Doch dazu mehr im Folgeartikel.
Zu Ersterem: Nun, ich kenne natürlich die bekannten Astral-Lehrer (Youtuber, Blogger, Seitenbetreiber) des Internets, kenne ihre Inhalte und Produkte. Doch darüber hinaus kenne ich auch die Literatur, angefangen von Swami Sivananda bis Robert Monroe, Jürgen Ziewe, Sandra Tschan, William Buhlman usw. Dennoch benutze ich weder eine mit „genial“ und garantiertem Instant-Erfolgserlebnis beworbene Technik noch Binaurale Beats, weil ich in der „anderen Clique“ bin. In der Kundalini-Clique. Mit eleganteren Worten: Ich bin in einer anderen Tradition. In dieser Tradition ist das Astralreisen eine von acht beschriebenen paranormalen Kräften, die durch Kundalini aktiviert werden kann. Astralreisen gehört zu den sog. Kundalini-Siddhis, die ich im Artikel Paranormale Fähigkeiten beschrieben habe.
Es gibt zur Wirksamkeit von Binauralen Beats meines Wissens nach soviele Kritiker wie es Befürworter gibt. Im Internet wird mit diversen Audio-Produkten, die mittels binauralen Beats, welche die von Robert Monroe (1915 – 1995) entwickelte Hemisphärensynchronisation hervorrufen sollen, mitunter Geld verdient. Ich kann nicht beurteilen, ob diese Produkte sinnvoll sind oder nicht, denn ich habe sie nicht benutzt, doch soll es jedem belassen sein, sie auszuprobieren.

Astralreisen und Kundalini – Orientierung

So wie ich den eher jüngeren Menschen, die mich kontaktieren, von Kundalini und meinen Erfahrungen erzähle, spüre ich häufig ein Eifersuchts-Enttäuschungs-Gemisch. Dieses Gefühlsgemisch resultiert aus der Annahme, dass ich für eine Astralreise nichts tun müsste, dass mir diese Fähigkeit einfach geschenkt ist. Weder müsste ich meinen Geldbeutel öffnen noch mich sonst irgendwie anstrengen. Und Binaurale Beats, die ja neuerdings, je nach Frequenz,  Gate 1 bis Gate „irgendwas“ öffnen sollen, bräuchte ich auch nicht.
Das stimmt. Astralreisen passieren mir – sowie vielen anderen Kundalini-Menschen – spontan und willkürlich. Nun kann eine Astralreise auch jemandem spontan und willkürlich geschehen, der keine aktive Kundalini hat. Auch das ist möglich. Doch häufiger, da regelmäßiger, treten automatische außerkörperliche Erfahrungen, die nicht willentlich herbeigeführt werden, bei Kundalini-Erweckten auf. Birgit Hassenkamp berichtet in ihrem Buch „Kundalini Erwachen“, Rainbow-Verlag, Ausgabe 2006, Seite 87 ff, wie sie eine spontane außerkörperliche Erfahrung machte. Bezeichnenderweise der Nachsatz auf S. 88: „Ich will ja gar nicht aus meinem Leib.“
Auch viele Erwachte in meiner Gruppe, Astral Space, berichten von spontanen Astralreisen; und in der von mir veröffentlichten Kundalini-Erfahrung Ein Koch erzählt beschreibt Altin H. seine Schwierigkeit, die für eine Astralreise typischen Schwingungen während der Arbeit als Koch in Griff zu bekommen. Man bedenke: während der Arbeit.
Ja, Kundalini-Erweckte müssen für eine Astralreise u. U. nichts tun, obwohl nicht ausgeschlossen ist, dass sie etwas tun können oder nicht auch gerne Techniken anwenden. Doch wer Kundalini hat, ist nicht „der Glückspilz“ schlechthin, sondern zumeist hart geprüft. Er bezahlt auf andere Weise für die paranormalen Automatismen – um nicht übernatürliche Ticks oder Reflexe zu sagen. Kundalini ist „hartes Brot“. Und da ich hierzu nicht nur mein eigenes Schicksal habe, sondern auch andere „Schicksale“ kenne, habe ich, was den Kundalini-Prozess anbelangt, jegliche Naivität verloren. Es gibt Menschen, die bezahlen zuviel.

Schlangenkraft oder Binaurale Beats?

Kundalini-Erwachte brauchen daher weder eine bestimmte Technik noch Binaurale Beats. Was hier, außerhalb des Astralreisens, fehlt, sind alle anderen Bereiche, in welche Kundalini hineinspielt. Obwohl sie positive Aspekte hat, weiß jeder Erwachte auch und sehr gut um die negativen Aspekte – siehe Artikel Aufstieg, Symptome und Krisen. Daher für die jüngeren Leser: Auch wenn Kundalini sämtliche Paranormalen Fähigkeiten (Hellsehen, Hellhören, Heilen, Astralreisen, Erinnern an Reinkarnation, Fähigkeit, in das Bewusstsein anderer Menschen einzudringen etc. …) bringen kann, ist es ein völlig verquerer Rückschluss, Kundalini als „Abkürzung“ zu verstehen. Auch in dieser Weise wurde ich schon kontaktiert, denn ja, es gibt die Möglichkeit, Kundalini auf andere Menschen zu übertragen, siehe Shakti Pat, Kundalini-Reiki. Und obwohl ich dies theoretisch könnte, durch Aussenden meiner eigenen Energie, tue ich es nicht, weil die Folgen verheerend sein können. Es gab – und jetzt werde ich deutlich – Menschen, die sich während des Kundalini-Prozesses das Leben genommen haben, die durch Kundalini selbst umgekommen sind oder die – wie so viele – fehldiagnostiziert in der Psychiatrie sind.

Empfehlung – Technik? Binaurale Beats? Lehrer?

Wen oder was also empfehle ich? Ich würde mich – auch ohne Kundalini – weniger auf ein Zaubermittel wie Binaurale Beats versteifen. Meine Antwort darauf, ob Binaurale Beats für eine Astralreise notwendig sind oder nicht: Grundsätzlich geht es auch ohne, bestenfalls können Frequenzen unterstützend wirken. Meiner Erfahrung nach ist die „richtige“ Hormonlage, die Motivation, die Beschäftigung mit dem Thema, sowie Luzides Träumen und/oder Meditation mitten in der Nacht – mit Schlafunterbrechung – am zielführendsten. Ich schließe für mich nicht aus, auch diese Technik (Schlafunterbrechung mit Meditation) für mich selbst zu nutzen, wenn ich dem Thema Astralreisen mehr Raum in meinem Leben geben möchte, dieses neben den Automatismen befördern will …
Darüberhinaus kann man natürlich auch ein Seminar besuchen oder einen Online-Kurs machen, wenn man dies möchte, doch halte ich es für wichtig, dass in jedem Fall geprüft wird, ob der Lehrer/Verkäufer auch einen „Plan B“ für etwaige negative Erlebnisse im Astralreisen hat. Denn die gibt es. Sollte der Anbieter auf Nachfrage zu etwaigen „Nebenwirkungen“ zu seinen Produkten/Kursen nur mit „Schweigen“ oder ausweichend antworten, geht es meiner Meinung nach vorwiegend ums Verkaufen. Auch kann es sein, dass der Anbieter/Verkäufer selbst noch keine gravierenden negativen Erlebnisse hatte, sich daher gar nicht vorstellen kann, dass es diese gibt … Einige behandeln das Thema „aus dem Körper rauskommen“ sehr ausführlich, preisen „grenz-geniale“ Techniken an, weisen auf alle möglichen Tücken und Hindernisse hin, doch viel wichtiger ist: Was geschieht danach? Und gibt es danach noch Hilfe bei Problemen?
Meine zweite Empfehlung: Wer autonomer ist – und wer gerne autonom bleiben will – kann natürlich die Primärquellen zur Hand nehmen. Das ist für jüngere Menschen manchmal schwierig, da sie gar nicht wissen, worauf – auf wen – sich diverse Anbieter beziehen. So erscheint es aufwendig, unnötig oder gar „unsexy“, Bücher zu lesen, deren Verfasser schon längst gestorben sind. Doch Robert Monroe selbst gelesen zu haben, sowie Jane Roberts, Carlos Castaneda, ja, sogar Gopi Krishna usw., bringt einen nicht nur in die Eigenverantwortung, sondern sorgt darüber hinaus auf relativ preiswerte Weise für eine kontinuierliche Weiterentwicklung. Und auch das ist spannend.
Astralreisen ist m. E. nicht „sakrosankt“, wie einige meinen, man kann das Astralreisen durchaus „cool“ oder sonst wie finden, doch es ist nur ein Element, das zum Gesamterwachen führt. Als „Einstiegsdroge“ in die Spiritualität tut es genauso viel wie Reiki, Holotropes Atmen, Yoga … Jeder beginnt einmal mit „irgendwas“. Ich verstehe durchaus, dass jüngere Menschen sich eher an Menschen als an „alten Werken“ orientieren, sowie ich verstehe, dass der Wunsch nach schnellen Ergebnissen und Wow-Erlebnissen ein tieferes Begreifenwollen oft verhindert. Doch da ist noch viel mehr, und es braucht ein vernünftiges Fundament, vielleicht auch etwas Forscherdrang, das alles verstehen und integrieren zu wollen.
Daher – um die Eingangsfrage, wen ich empfehlen kann – zu beantworten: Jürgen Ziewe. Die gute Nachricht für die jüngeren Menschen: Er lebt noch. 😉 Späßchen. Ich denke, er kann jüngere Menschen so sehr inspirieren wie ältere. Seine Kunst, die durch das Astralreisen inspiriert ist, ist wunderschön. Er produziert abstrakte Gemälde sowie Computerkunst mit fraktalen Elementen, die er ebenfalls an das Astralreisen anlehnt, bzw. die sogar Astralreisen simuliert. (Einsehbar auf Windows into Alternate Realities) Auch spricht er weder reißerisch noch werbend über das Astralreisen, er scheint nicht vordergründig Geld machen zu wollen, sondern teilt seine außerkörperlichen Erfahrungen mit, die er, nach eigenen Angaben, schon seit 1975 hat. Seine Technik? Überwiegend Meditation und Klarträumen. So tritt er in Interaktionen mit interdimensionalen Wesen in anderen Dimensionen der Existenz.

Video-Kunst „River of Celestial Life“ – Jürgen Ziewe:

Jürgen Ziewe River of Celstial Life

Interview:

Sehr zu empfehlen ist auch das Youtube-Interview mit Jürgen Ziewe  – Multidimensional Realities

Bücher – leider nicht auf deutsch erhältlich:

Multidimensional Man
Vistas of Infinity – How to Enjoy Life When You Are Dead
The Ten Minute Moment

Mehr Information mit Klick auf das Cover:

  

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