Astralreisen

AstralreisenAstralreisen ist die Fähigkeit, seinen Körper bewusst (absichtlich) oder unbewusst (unabsichtlich) zu verlassen. Dabei verlässt ein Teil des Bewusstseins, bzw. der nach Robert A. Monroe so benannte „zweite Körper“ (Astralkörper), den physische Körper und begibt sich in die verschiedenen astralen Dimensionen. Dies kann im Traum, während des Schlafs, aber auch im meditativen Zustand geschehen. Seltener passiert es auch Menschen im Wachzustand, während der Arbeit, des Kochens etc. – während alltäglicher Erledigungen. Vor allem bei Kundalini-Erwachten scheint dies häufiger vorzukommen, siehe Artikel Astralerlebnisse durch Kundalini und Kundalini-Erfahrung: Ein Koch erzählt.
Astralreisen (lat. astralis, „die Gestirne betreffend“) bedeutet im Wortsinn „Reise zu den Gestirnen“. Häufige Abkürzungen sind auch OBE (Out of Body Experience) und AKE (Außerkörperliche Erfahrung). Ferner spricht man auch von IBEs (In Body Experiences), jenem Zustand, in welchem man den Astralkörper und den Astralraum schon wahrnimmt, während man noch im eigenen Körper ist. Der IBE-Zustand kann mit akustischen Wahrnehmungen (Stimmen, Surren, Pfeifen, Dröhnen) einhergehen, mit Vibrationsempfindungen, mit verändertem Sehen (kaleidoskopartigen Mustern oder Sehen durch den Raum, als ob alles durchsichtig sei.)

Einleitung einer Astralreise

Astralreisen können mittels Meditation, energetischer Lenkung (Kundalini), Einübung diverser Techniken, veränderter Bewusstseinszustände (Trance, Hypnose usw.), aus dem Trüb- oder Klartraum heraus und durch Einnahme psychotroper Substanzen wie LSD, Cannabis, Psilocybin oder Meskalin eingeleitet werden.
Ferner können unvermittelt auftretende Astralreisen auch bei Schockzuständen, Nahtoderfahrungen, Traumatisierungen vorkommen.

Astralreisen: Geschichte, Forschung und Religion

Das Phänomen des Astralreisens ist in den Religionen, den Mysterienschulen und der Esoterik schon lange bekannt. Die Religionswisseschaft und die Ethnologie z. B. sprechen von der sog. „Freiseele“, jener Seele, die unabhängig vom biologischen Körper existieren kann. In der Parapsychologie spricht man von der „Exkursionsseele“ (von lateinisch excursio „Streifzug“), jener Seele, die ihren Körper bereits zu Lebzeiten vorübergehend verlassen kann.

Der bekannte Yoga-Meister und Vedanta-Lehrer Swami Sivananda (1887 – 1963) schrieb über das Astralreisen: „Nun kann man sich ganz einfach, allein aus der Kraft seines Willens, in seinem Astralkörper von einem Ort zum anderen bewegen – man nennt dies Astralreise – und sich dort materialisieren, indem man die hierzu notwendigen Elemente entweder aus dem eigenen subtilen Zustand (Asmita), der Idee des Selbst (Ahamkara) oder aus der subtilen Materie des Weltalls gewinnt (Tanmatra).“

Auch der bekannte spirituelle indische Lehrer Meher Baba (1894 – 1969) beschäftigte sich mit dem Astralreisen und mit psychotropen Substanzen.

Darüber hinaus ist das Astralreisen eine der Acht Siddhis, der paranormalen Kräfte, die mit einem Kundalini-Erwachen einhergehen können. Siehe: Kundalini-Siddhis, paranormale Fähigkeiten durch Kundalini. Viele Yogis und Mystiker konnten ihren Körper verlassen.

Der schwedischer Wissenschaftler, Mystiker und Theosoph Emanuel Swedenborg (1688 – 1772), dessen bahnbrechendes Werk Himmel und Hölle zu einem Meilenstein in der spirituellen Literatur gehört, war einer der ersten Praktizierenden, der in seinem Spirituellen Tagebuch (1747 – 1765) ausführlich über die außerkörperliche Erfahrung berichtete.

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Auch das fiktive Werk Louis Lambert vom französischen Philosoph und Romancier Honoré de Balzac (1799 – 1850) deutet darauf hin, dass er außerkörperliche Erfahrungen gemacht haben könnte.

In der Anthroposophie Rudolf Steiners (1861 – 1925) wird das Astralreisen ebenfalls thematisiert, siehe Übersinnliche Welterkenntnis und Menschenbestimmung. Die Astralwelten beschreibt Rudolf Steiner in Über die astrale Welt und das Devachan.

Im späten 19. Jh. befasste sich die Theosophische Gesellschaft (Helena P. Blavatsky) sowie ihr Umfeld, der Hermetic Order of the Golden Dawn, mit Astralprojektionen oder Astralvisionen. Damit suchte man Zugriff auf das imaginäre Weltgedächtnis, der Akasha-Chronik, zu erlangen. Legendär sind die von Dion Fortune geschilderten Kämpfe auf der Astralebene mittels Elemantalmagie, siehe Artikel Wie man Elementale erschafft

Charles W. Leadbeater (1847 – 1934), Priester, Theosoph und Okkultist, Mitglied der Theosophischen Gesellschaft, war ein Geistesforscher, der sein Bewusstsein bis in die höheren Mentalebenen zu erheben vermochte. Bekannte Werke von ihm:

Systematisch erforscht wurde das Astralreisen durch den Amerikaner Robert Monroe (1915 – 1995). Er ist der Gründer des parapsychologischen Institutes „The Monroe Institutes“, kurz TMI. 1971 publizierte er das Buch „Journeys Out Of The Body“, in Deutsch erschienen unter dem Titel Der Mann mit den zwei Leben – Reisen außerhalb des Körpers. Auf Robert Monroe geht auch die HemiSync-Methode zurück, die Hemisphärensynchronisation. Dies ist eine Methode, die Hirnaktivitäten mittels binauralen Beats dahingehend zu verändern, dass in beiden Gehirnhälften gleichartige Hirnwellen gemessen werden, was eine AKE begünstigt.

Auch der Amerikaner William Buhlman hat seit 40 Jahren Erfahrung im Astralreisen. Seit 1996 betreibt er eine Studie zum Phänomen der OBEs. Literatur: Expeditionen ins Jenseits, Geheimnis Astralreise, AKE: Das letzte Abenteuer der Menschheit.

Filme

Es gibt wenige bis keine Filme, die sich mit dem Thema Astralreisen ohne das Thema Tod/Nahtod, Jenseits zu thematisieren, beschäftigen. Folgende Filme streifen oder behandeln das Phänomen, jedoch ist die Thematik nach wie vor besser, bzw. gehaltvoller, in Buchform zu finden.

Hinweis: Verlinkt ist immer auf die DVD-Ausgabe, natürlich kann auch die Blue-Ray-Ausgabe bezogen oder der Film gestreamt werden. 🙂

Erlebnisberichte – ferne Welten, fremde Lebensdimensionen

Mehr über das Astralreisen? – Spannende Erlebnisberichte siehe Kategorie Astralreisen – klick hier.
Auch in der Kategorie Luzides Träumen findest du spannende Geschichten rund ums Klarträumen und Astralreisen.

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