Das Kali Yuga – Zeitalter des Untergangs

Das Kali Yuga Zeitalter des UntergangsDas Kali Yuga (Sanskrit: Zeitalter des Kali) bezeichnet in den Sanskritschriften das letzte von vier Weltzeitaltern (Yugas), welches die Welt gegenwärtig durchläuft. Lt. Bhaktisiddhanta Saraswati Goswami (1874 – 1937) befindet sich die Erde derzeit im Kali Yuga, welches 432.000 Jahre dauern soll. Bei Yogameister Pramahansa Yogananda (1893 – 1952), bekannt für Autobiographie eines Yogi, ist vermerkt, dass das gegenwärtige dunkle Zeitalter ein Unterzyklus ist. Der schweizer Philosoph und Veda-Gelehrte Armin Risi (geb. 1962) wiederum hat im Brahmavaivarta Purāṇa Hinweise entdeckt, die auf eine Zeitspanne von 5.000 Jahren hindeuten.

Begonnen hat das Kali Yuga lt. Surya Siddhanta, einer im 5. Jh. n. Chr. entstandenen Sanskrit-Abhandlung der indischen Astronomie, am 18. Februrar 3.102 v. Christus. Um diese Zeit, ca. 3.000 v. Chr., begann auch die dokumentierte Geschichte der Menschheit durch Benutzung der Schrift. Erste Hochkulturen entstanden in Mesopotamien, Ägypten, Indien und China.
Nimmt man Armin Risis Zeitrechnung von 5.000 Jahren, so sprechen manche Interpreten gegenwärtig vom „Ende des Kali Yugas“, wenngleich das tatsächliche Ende mit dieser Zeitspanne von 5.000 Jahren ab dem Jahr 2019 erst in 121 Jahren eintreten wird.

Dem Kali Yuga gehen drei andere Weltzeitalter voraus, nämlich das Satya-, Treta- und Dvapara-Yuga. Häufig werden die Yugas mit Metallzeitaltern assoziiert, wobei das Satya Yuga für das goldene, das Treta Yuga für das silberne, das Dvapara Yuga für das bronzene und das Kali Yuga für das eiserne Zeitalter steht. In diesem Metallmythos zeigt sich der Abstieg der Menschheit vom einst goldenen Weltzeitalter, das u. a. von Frieden, Harmonie, Tugend geprägt war, bis hinunter zum gegenwärtigen eisernen Zeitalter, dem Kali Yuga, das von Gewalt, Zwietracht, Amoral geprägt ist.

Wie kam Kali in die Welt?

Das Kali Yuga ist mit dem Geistdämon Kali verbunden, welcher nicht mit der indischen Göttin Kali ident ist. Der Kali (Sanskrit: Streit, Zwietracht) ist der (Be-)Herrscher des Kali Yugas. Kali kann gleichgesetzt werden mit Ahriman, Baphomet, Luzifer/Satan.
Kali Yuga Weltzeitalter DämonDie Mythologie um Kali steht paradigmatisch für dieses seit ca. 5.000 Jahren andauernde Weltzeitalter, insbesondere für die Moderne. Kali, der lt. Hindu-Schriften aus einer Reihe von inzestuösen Verbindungen abstammt, wurde, nachdem er durch den tugendhaften König (Maharaja) Parikshit gestellt und bestraft wurde, weil er eine Kuh (Bhumi, die Erde) und einen Stier (Dharma, das Gesetz) gequält hatte, verbannt. (Man beachte die Symbolik um Erde und Gesetz.)
Kali erbat sich jedoch einen Lebens- od. Verbannungsort, an welchem Alkoholkonsum, Prostitution, Glücksspiel und das Schlachten und Verzehren von Tieren erlaubt ist. Ebenso wollte er im „Gold“ leben, da Gold (Geld) an amoralisches Verhalten geknüpft ist. So ging Kali sprichwörtlich in das Gold (Geld) ein und ist somit Regent der Welt, wie sie sich aktuell zeigt.
Kali herrscht also nicht nur durch Spaltung, Unfrieden, sondern er ist per se im Geld, daher in der Plutoktratie, der Oligarchie, im Neo-Liberalismus, im Kapitalismus usw. …

Wirft man einen Blick zurück auf die Geld-Geschichte, so gab es das erste Münzgeld bereits um 1.000 v. Christus. Zuvor bezahlten die Menschen mit Naturgeld, z. B. mit Steinen und Muscheln. Das erste Falschgeld bestand aus gefälschten Muscheln, die z. B. aus Knochen gefertigt wurden. Datiert wurde dieses Falschgeld auf 2.000 v. Chr., als Muscheln das erste in China verwendetes Zahlungsmittel waren. Die Absicht zum Betrug bestand also schon vor 5.000 Jahren.
Die Entwicklung vom Münz- zum Papiergeld bis hin zum Giralgeld und des bargeldlosen Zahlungsverkehrs sowie die negativen Auswirkungen des Zinssystem und den u. a. daraus folgenden Wirtschaftskrisen, dürften jedem bekannt sein. Anhand monetärer Zusammenhänge lässt sich vieles in der Geschichte und der jetzigen Zeit erkennen.
Dass insbesondere in der höheren Finanzwelt, bzw. jener Geldelite, die das große Geld bewegt, der Geist Kalis wirkt, hat der niederländische Ex-Bankier Ronald Bernard im Jahr 2017 gezeigt: In einem erschütternden Video berichtete er von satanisch-rituellen Opferung von Kindern, welche in Kreisen der höheren Finanzwelt stattfanden und dort offenbar „Tradition“ haben/hatten. (Linkverweis untenstehend.)
Momentan wird seitens der Machteliten auch eine Bargeldabschaffung diskutiert, was letztlich ein weiteres Kontrollwerkzeug darstellt.

Kennzeichnend für das Kali Yuga ist ein genereller Verfall. Waren die vorausgegangen Yugas noch ideell, erhaben, friedlich, ästhetisch, ohne Fleischverzehr und ohne entseelte Sexualität, so ist das Kali Yuga geprägt durch Dunkelheit und Verblendung. Menschen erachten Fleischverzehr und freie oder ausartende Sexualität als normal. Obwohl Studien zeigen, dass Menschen ohne Fleischkonsum gesünder wären und länger lebten, erleben unzählige Tiere in der Massentierhaltung und in den Schlachtbetrieben großes Leid und letztlich den Tod.
Pornographie wiederum ist lieblos und entseelt, jedoch als Sexindustrie ein riesiger Wirtschaftszweig, und der Porno-Konsum für viele Menschen/Männer so „selbstverständlich“ wie käufliche Liebe. Frauen werden unter der Lust des Mannes erniedrigt, ihr Wert in der Gesellschaft wird häufig daran bemessen, wie attraktiv sie sind, weniger daran, wie intelligent – oder wer sie um ihrer selbst willen sind.
Auch darin ist Kali zu erkennen, sowie, dass hinter diesem Wirken letztlich abermals Profit steht. Die Befriedigung von mehr oder minder seelenlosen Bedürfnissen auf der einen Seite schafft (Geld-)Gewinn auf der anderen Seite, erhält jedoch in jedem Fall den „dunklen“ Kreislauf von Konsum, Leistung, Arbeit und wiederum Konsum (Belohnung), am Leben. Der Mensch ist im Materialismus (gut) sozialisiert, darin verwickelt, davon abhängig, dadurch geprägt. All das ist Kali, sowie Krieg, Streit, Lüge, Gewalt, Disharmonie …, letztlich eine das Bewusstsein der Menschen verdunkelnde Kraft.

Kennzeichen des Kali Yuga

Im Mahabharata, dem bekannten indischen Epos, welches ca. 400 v. Chr. entstanden ist, benennt Markandeya, ein indischer Heiliger, die Eigenschaften des Kali Yugas wie folgt:

1. Die Machthaber werden unvernünftig: Sie werden zu Unrecht Steuern erheben.
2. Herrscher werden es nicht länger als ihre Pflicht ansehen, die Spiritualität zu fördern oder ihre Untertanen zu schützen: Sie werden zur Gefahr für die Welt.
3. Die Menschen beginnen zu wandern und suchen Länder, in denen Weizen und Gerste die Hauptnahrungsquelle sind.
4. Geiz und Zorn werden an der Tagesordnung sein. Die Menschen zeigen sich offen feindselig. Unwissenheit des Dharmas  (Recht, Tugend) wird auftreten.
5. Die Menschen haben Mordgedanken und werden darin nichts Falsches sehen.
6. Sexualität/Lust wird als sozial akzeptabel betrachtet, und Geschlechtsverkehr wird als zentrale Anforderung des Lebens angesehen.
7. Das Unrecht (die Sünde) wird exponentiell zunehmen, während die Tugend verblassen wird.
8. Die Menschen werden süchtig nach berauschenden Getränken und Drogen.
9. Spirituelle Lehrer werden nicht mehr respektiert und ihre Schüler werden versuchen, sie zu verletzen. Ihre Lehren werden entwertet.
10. Frauen werden nicht mehr heiraten.
11. Traditionelle Kasten werden verschwinden und jeder wird einer einzigen sozialen Schicht angehören.
12. Brahmanen (Priester) werden nicht gelernt oder geehrt, Kshatriyas (Krieger) werden nicht mutig sein, Vaishyas (Bauern, Hirten) werden nicht nur in ihren Geschäften tätig sein und das Varna-System (Kasten-System Indiens) wird abgeschafft.

Diese zwölf Aussagen mögen für die Jetzt-Zeit sehr bezeichnend sein und Beispiele, die diese Aussagen belegen, drängen sich, denkt man an die Politik und das Zeitgeschehen, förmlich auf: Anhebung der Steuern, Abbau des Sozialstaates, Verlust von wirklicher Spiritualität, „Menschen beginnen zu wandern“ mag auf die Flüchtlingskrise hindeuten, die Sünde (das Unrecht) wird innerhalb des Neo-Liberalismus etabliert, die Tugend (Recht, Moral) dagegen als Sünde (fortschrittsfeindlich, bremsend) gekennzeichnet … Es gibt viele Beispiele, die diese Kennzeichen stützen.

Doch gelten obige Merkmale für die ganze Kali-Yuga-Periode, d. h. seit der Mensch die ersten Hochkulturen schuf bis heute und darüber hinaus. So kann man auch an Sklavenhaltung in der Antike denken, an die Völkerwanderung (Migration) in der Spätantike, an die Gräueltaten im Kolosseum, an die Inquisition (Ketzer- und Hexenverfolgung) vom 13. bis ins 18. Jh., an den Dreißigjährigen Krieg (1618 bis 1648), die Ausbeutung der Menschen während der industriellen Revolution (fehlende Arbeitsgesetze), an den ersten und den zweiten Weltkrieg, den Holocaust, an die Atombombenabwürfe in Hiroshima und Nagasaki 1945, sowie, aktuell an die Flüchtlingskrise (Migration) und die sozialen Brennpunkte, an Terror und Spaltung der Gesellschaft in arm und reich …

Kali bedeutet auch Trennung/Spaltung. Die erste Trennung, der erste Keil wurde zwischen Mann und Frau getrieben. Wäre das nicht geschehen, hätten sich die patriarchalischen Religionen nicht etablieren können. Danach folgte die Spaltung der Völker, der Gesellschaft und heute die Spaltung der Familien/Generationen. Die Menschen separierten sich von der geistigen Welt, was u. a. durch die modernen Wissenschaften, die sich auf irdisch messbare Parameter beschränkt, getragen wird. Das heißt, der heutige Mensch weiß nicht mehr, dass er als mehrdimensionales Wesen auch Teil einer geistigen Welt ist. Er erkennt nur mehr noch die materielle Welt und diese als wahr. So sind Menschen heutzutage limitiert, sprichwörtlich in der Materie und auf die Materie beschränkt, daher abgetrennt und sich selbst überlassen, gleichsam spirituelle Waisen.

Im Abstieg der Menschheit vom Satya-Yuga, dem goldenen Zeitalter, bis hinunter ins Kali-Yuga, dem dunklen, eisernen Zeitalter, zeigt sich zudem anstatt einer Evolution eine „De-volution“. Geht z. B. die Evolutionstheorie Darwins davon aus, dass sich der Mensch vom Einfachen zum Komplexen hin entwickelt, zeigt sich in den hinduistischen Schriften ein gegenteiliges Bild: Der Mensch entwickelt sich vom Komplexen herab zum Einfachen.
Es mögen z. B. die 10.000 Jahre alten Höhlengänge in der österreichischen Oststeiermark ev. weniger ein Rätsel als ein Indiz für hochentwickelte Menschen mit besondern Kräften oder für Menschen im Besitz von hoher Technologie jenseits unseres derzeitigen Standards sein. (Linkverweis untentstehend.) Daneben gibt es noch die wie von Maschinen gefertigten Kernbohrungen von Abusir (Kairo), sowie andere Artefakte, Stätten, die von der Wissenschaft ignoriert werden, siehe Reinhard Habek, Ungelöste Rätsel: Wunderwerke, die es nicht geben dürfte.

Das Satya Yuga: Goldenes Zeitalter

Anhand des Gegensatzes, dem Urbild der vollkommenen, menschlichen Lebens- und Daseinsweise, wird der Verfall im Kali Yuga einmal mehr ersichtlich.
Das Satya Yuga (Sanskrit: Zeitalter der Wahrheit), ist das Zeitalter der Vollkommenheit und dauert 1.728.000 Jahre. In diesem Yuga herrschte Friedfertigkeit, Glanz und sog. Tierfrieden, d. h. die Lebewesen untereinander töteten und verletzten sich nicht.
Leid, Angst, Krankheit, Elend, Gewalt und Kummer waren den Menschen unbekannt. Auch standen sie noch in direktem Kontakt zu den Göttern, bzw. lebten eine verwirklichte Theokratie.

Wissen (Weisheit, Verständnis), Tugend (rechtes Denken, Handeln, Wollen) und Meditation hatten in dieser Zeit eine große Bedeutung. Die durchschnittliche Lebenserwartung eines Menschen im Satya Yuga betrug ungefähr 4.000 Jahre. Auch in der Bibel, im Buch Genesis, sind noch bemerkenswert hohe Altersangaben vermerkt, z. B. sollen die vorsintflutlichen Menschen wie Methusalem und Noah 900 bis 1000 Jahre alt geworden sein.

Im Satya Yuga gab es noch keine landwirtschaftlichen Tätigkeiten, weder Ackerbau noch Viehzucht. Schon durch Kontemplation konnte man die gewünschten Ergebnisse wie Trinkwasser, Nahrung, Kleidung erzeugen. Die Menschen wurden nicht krank. Die Persönlichkeit wurde nicht vom Ego, nicht von Trauer, gewalttätigem Denken/Tun (Aggression), Eifersucht, Hass, Rache, Angst, Wut und Lethargie beherrscht. Liebesbeziehungen waren natürlich und romantisch, es verbanden sich (noch) die Seelen, anstatt nur die Körper innerhalb bloßer Triebbefriedigung.

Zu dieser Zeit war die Farbe der Höchsten Kosmischen Seele, die sich im Herzen eines jeden befand, weiß. Alle waren dem höchsten Wissen zugeneigt und alle Handlungen kumulierten in der Absicht, himmlische Glückseligkeit zu erlangen.
Da die Menschen keine Selbstsucht kannten, erreichten sie mühelos die Vereinigung mit Gott, was ein herausstechendes Merkmal des Satya Yuga war. In dieser Ära wurden sehr ansehnliche, mächtige, intelligente, weise und mit allen guten Eigenschaften begabte Menschen geboren.

Satya Yuga: Mythos oder Realität

Satya Yuga Goldenes ZeitalterEs ist für uns, die wir ein durchschnittliches Lebensalter von 80 Jahren erreichen und an das Kali Yuga „adaptiert“ sind, ein goldenes Zeitalter gemäß des Satya Yugas unvorstellbar, gar naiv-utopisch und mehr „Märchen“ als Realität. Interpreten der Sanskritschriften erklären ein real existierendes Satya Yuga jedoch damit, dass der Prana-Anteil in der Luft höher sowie die energetische Konfiguration der damaligen Menschen anders war, die Menschen daher kaum feste Nahrung brauchten, kaum Schlaf, daher auch nicht wirtschaften oder arbeiten mussten und per se gesünder waren.
Auch soll der Siddha-Mensch – Mensch mit übernatürlichen Kräften – damals „normal“ gewesen sein, daher konnten die Menschen die Erde, die Materie, den Körper jederzeit verlassen und auf andere, astrale Ebenen/Frequenzen wechseln, wonach der Kontakt zu den Göttern/Halbgöttern und anderen Planetensystemen jederzeit gelang. Materialisation, Dematerialisation, Levitation, Bilokation, Teleportation, Telepathie, Hellsehen …, sämtliche uns wundersam bis übernatürlich erscheinenden Phänomene sollen im Satya Yuga ein natürlicher Bestandteil des menschlichen Lebens gewesen sein.
Außergewöhnliche Menschen mit paranormalen und/oder besonderen Talenten treten auch heute noch vereinzelt auf, siehe Bruno Gröning, Jane Roberts, Franz Bardon, Mirin Dajo, Pater Pio

Aus dieser Gegendarstellung zum momentan vorherrschenden Kali Yuga wird der Abstieg des Menschen, sein Verfall, sowie eine etwaige Devolution offenbar.

Überwindung und Ende des Kali Yuga

Eine Möglichkeit, das Kali Yuga zu überwinden und die Wiederanbindung zum Licht, zu Gott/dem Absoluten, zu erlangen, ist zunächst, ein ethisches Leben zu führen und Kali so viel Energie wie möglich zu entziehen, was auf unterster Ebene durch Nichtanhaftung an Konsum, materielle und egozentrische Wünsche geschieht. Das heißt, dass ein umweltbewusster, minimalistischer, vegetarischer/veganer, mitfühlender und verantwortungsvoller Lebensstil die Basis ist, auf der alles weitere, wie Mediation, sexuelle Reinheit, ev. auch Yoga gedeihen kann. Die Abwendung vom Weltlichen (Maya), die Abwendung von jeglichem Egoismus und egoistischen Zielen, entzieht Kali Energie. Eine Hinwendung auf das Göttliche/das Absolute mag folgen.
Die persönliche Energie gegen Kali, bzw. das vorherrschende System, gegen die Herrschaft des Geldes und der Machtelite zu richten, ist aus vedischer Sicht sinnlos, da Kali nun einmal „rechtmäßiger“ Herrscher über dieses Zeitalter ist. Wiederum gilt, dass es sinnvoller ist, nicht gegen das Schlechte sondern für das Gute zu sein, d. h., dass es sinnvoller ist, die persönliche Energie nicht im Kampf gegen Kali sondern im Einsatz für sich selbst aufzuwenden: in der Ablehnung des Materiellen, in spiritueller Praxis …
Da der Mensch lt. vedischer Auffassung im Kali Yuga geblendet, irrgeleitet und wenig stark, wenig fokussiert und leicht abzulenken ist, ist es wichtig, das Bewusstsein nicht auf das zu lenken, was man gerade mag oder nicht mag, sondern darauf, was wirklich wichtig ist – was der Befreiung der Seele dient. Zur Unterstützung kann das Maha-Mantra (siehe unten) rezitiert werden, bzw. hat auch Yogi Bhajan (1929 – 2004) u. a. Meditationen für das dunkle Zeitalter entwickelt, siehe Meditationen für schwierige Zeiten. (Diese Meditationen erachte ich als sehr hilfreich.)

Die Sanskritschriften sehen das Ende des Kali Yugas mit dem Erscheinen Kalkis. Kalki ist ein Avatar von Vishnu, der gegen Kali kämpfen und diesen besiegen wird, wonach ein neues Satya Yuga eingeleitet wird. Dies kann verglichen werden mit der Wiederkunft Christus.
Als Avatar beschreiben die Hindu-Schriften, vereinfacht ausgedrückt, einen inkarnierten Gott. Anders, als in den abendländischen Schriften, die nur Jesus als „Sohn Gottes“, als Avatar (er-)kennen, (er-)kennen die Sanskritschriften viele Avatare. So sollen u. a. Rama, Krishna und Buddha Avatare Vishnus gewesen sein.
Chaitanya Mahaprabhu, welcher im 15. Jh. erschienen ist, soll ein Avatar aus einer mystischen Kombination von Radha und Krishna gewesen sein. Von Chaitanya wiederum heißt es, er sei u. a. deshalb inkarniert, um den für das Kali Yuga vorgeschriebenen Vorgang des gemeinsamen Singens des Maha-Mantras zu verbreiten. Das Maha-Mantra soll alleine über die Klangschwingung die Seele zu Krishna erheben, bzw. ruft das Maha-Mantra Gott in seinen Aspekten als Hari (Vishnu), Rama und Krishna an.

Maha-Mantra:

Hare Rama Hare Rama, Rama Rama Hare Hare, Hare Krishna Hare Krishna, Krishna Krishna Hare Hare.

Zeitskala und Einteilung der Yugas

Wissenschaftliche Daten:

Entstehung des Universums vor 13,7 Milliarden Jahren
Entstehung der Erde vor 4,6 Milliarden Jahren
Auftreten der Gattung „Homo“, menschenähnliche Affen, vor 3 bis 2 Millionen Jahren
Auftreten des Homo Sapiens vor ca. 300.000 Jahren
Erste Hochkulturen und Benutzung der Schrift ab ca. 3.000 v. Chr.

Dauer und Einteilung der Yugas in der hinduistischen Kosmologie:

Satya-Yuga        4 x 432 000 = 1 728 000
Tretā-Yuga         3 x 432 000 = 1 296 000
Dvāpara-Yuga    2 x 432 000 =    864 000
Kali-Yuga           1 x 432 000 Erdenjahre

Summe               10 x 432 000 = 4,32 Millionen Erdenjahre

Ein ganzer Zyklus von 4,32 Millionen Erdenjahren heißt Manvantara (Menschheitszeitalter). Auf jedes Manvantara folgt ein nächstes, weswegen sich die Yugas sozusagen immerwährend vom Satya-, Treta-, Dvapara- bis zum Kali-Yuga im Kreis drehen.

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Klaus Berthold: Kali Yuga
Joseph Selbie: Die Yugas: Wie der Zyklus der Weltzeitalter das Menschheitsschicksal bestimmt

   

Linkverweise:

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