Was ist Erleuchtung? Wege zur Erleuchtung

Wege zur Erleuchtung Was ist ErleuchtungWen trifft oder betrifft Erleuchtung?

Grundsätzlich kann Erleuchtung jeden betreffen. Sie kann einem Jugendlichen passieren, einem Pensionisten, einem durch und durch guten Menschen und einem Straftäter. Es gibt für die Erleuchtung – per Definition in Artikel 1 – keine Prädisposition. Weder was Alter, Glaube, Einstellung oder Lebensstil betrifft. Es ist daher ein Irrglaube, dass Erleuchtung nur durch jahrelange Suche und Praxis zu erlangen ist. Selbst der ethischste und empathischste Mensch, der sein ganzes Leben aufrichtig, redlich und sinnstiftend zubringt, steht der Erleuchtung nicht näher oder ferner als jemand, der gerne abfeiert, abends an der Bong zieht und sich „The Big Bang Theorie“ reinzieht.
Bleiben wir bei Definition aus Artikel 1, dass Erleuchtung eine Erfahrung ist, die das Bewusstsein verschiebt, sodass eine andere Perspektive eingenommen werden kann, die das Begreifen von größeren Zusammenhängen ermöglicht, so könnten selbst Katzen tendenziell erleuchtet sein, wenn sie durch ihre geschärften Sinne z.B. „den Geist im Wohnzimmer“ sehen, den wir Menschen nicht sehen können – was hier aber ausschließlich auf die Wahrnehmung eines anderen Frequenzband zurückzuführen ist. Was Katzen – oder auch Hunde – sonst noch sehen, wissen wir nicht, doch ich bin der Meinung, dass es bedeutend mehr ist, als wir glauben.
Darüber hinaus gibt es eine ganze Riege an zeitgenössischen prominenten Erleuchteten, die jeder nachgoogeln kann, weswegen sie hier nicht weiter dargestellt sein sollen. Interessanter sind meiner Meinung nach jene Erleuchteten, die nicht in der Öffentlichkeit stehen. Es sind Kinder, Kassiererinnen, Taxifahrer, Eltern, Angestellte, Unternehmer – es sind all jene, von denen wir nicht wissen, dass sie erleuchtet sind, eben weil sie sich nicht outen oder öffentlich machen, doch sie sind das Gros.
Jemand erzählte, er hätte in seiner Jugend beim Angeln ein Erleuchtungserlebnis erfahren. Er wäre abgeschieden gewesen in der Natur, alleine. Es wäre still um ihn gewesen und durch das konzentrierte Blicken auf den See, die Angel, den Angelkorken, hätte sich plötzlich seine Wahrnehmung ausgedehnt, woraufhin er – lt. Definition – eine viel größere, tiefere Schau in die Welt tat, die nun völlig aus den gebräuchlichen Denkbegriffen herausfiel, sodass Raum und Zeit nicht mehr idiomatisch waren, d.h. nicht mehr alleine aus ihrem Wortsinn ablesbar. Er nannte es „Panorama-Bewusstsein“, was mir sehr gut gefällt.
Ich halte das für absolut wahr. Gehen wir weiters davon aus, dass eine derartige Erfahrung nicht nur den Wenigen vorbehalten ist, die jahrelang darauf hinarbeiten, so geschieht sie öfters, als wir annehmen. Sie kann also jeden betreffen und grundsätzlich jederzeit passieren. Beim Autofahren, beim Abwaschen, beim Bügeln. Und nochmals: Es braucht keine „Sonderstellung“. Erleuchtung passiert dem Einfältigen, dem Ganoven, dem Bösewicht unter Umständen genauso wie dem Buddhist im Himalaya und der zärtlich liebenden Mutter. Erleuchtung bevorzugt nicht. Sie geschieht einfach.

Wege zur Erleuchtung

1. Der Königsweg

Eng verknüpft mit der Fragestellung, wem Erleuchtung passiert, ist die Frage, welche Wege es zur Erleuchtung gibt. Wenn ich behaupte, dass selbst die Psychose Teil der Erleuchtung ist, und ein denkbar unspiritueller Lebenswandel mit Schweinsbraten, Biergarten und lautem Lachen einer Erleuchtung nicht im Wege steht, sehe ich die großen Augen meiner Leser deutlich vor mir. Was hat sie da geschrieben? Psychose? Nein. Aber doch. Da steht’s doch. Und Schweinsbraten? Na, ob der Ottfried Fischer schon erleuchtet ist …?
Aber beginnen wir mit dem traditionellen Weg, dem Königsweg: Meditation und Rückzug. Lt. Bibel ging Jesus für 40 Tage in die Wüste. Buddha selbst verbrachte sechs Jahre lang in Askese, bevor auch er sich dem „mittleren Weg“, der Meditation, zuwandte. Noch heute gehen viele Mönche in die Einsamkeit um dort zu meditieren.
Warum ist das der Königsweg? Hier ist zunächst die Stille an sich zu nennen. Ich selbst bin absolut geräuschempfindlich und nervte meine Mutter schon von klein auf, sie möge doch bitte den Dunstabzug ausschalten, das Radio, sämtliche E-Geräte, da diese ein ganz leicht surrendes Geräusch machen, die laut tickende Uhr müsse weg, und überhaupt musste abends der Schutz geworfen werden, damit die E-Geräte auf Stand-by endlich Ruhe gaben. (Ich war penetrant.) Stille ist für mich heute noch derart essentiell, dass ich nach längeren turbulenten Jahren in der Stadt wieder aufs Land gezogen war …
In der absoluten Stille sind sämtliche Möglichkeiten potenziert. Sie ist der Keim, die „Ur-Zelle“ des Möglichen. Erst in und durch die Stille wird das Innenleben wach und lebendig. Stille ist die erste als positiv zu beschreibende Deprivation …
Meditation ist im Wesentlichen Konzentration, und Konzentration ist Sammlung. Im energetischen Sinn bedeutet jede Art von Konzentration Sammlung von Energie, die jetzt Elan Vital, Od, Reiki, Prana oder Vitalenergie heißen kann – es ist alles dasselbe.
Um es abzukürzen: Dass in diesem Umfeld, in der Stille und durch Konzentration, ein Erleuchtungserlebnis wahrscheinlich ist, ist anzunehmen, jedoch gibt es nach wie vor die ewig Suchenden, auch Westler, die sich schon jahrelang auf diesem „Königsweg“ befinden und der Erleuchtung noch kein Stück näher gekommen sind. Daher ist der „Königsweg“ keine Garantie.

2. Der Fast-and-Furios-Weg

Demgegenüber soll nun gleich der „Fast-and-Furios-Weg“ zur Erleuchtung gestellt werden: Drogen. Hierin fallen alle Halluzinogene, vor allem Pilze, des weiteren Ayahuasca und natürlich, die Revolte der Leisen: LSD.
Ich habe absolut nichts gegen diese Substanzen. Im Gegenteil. Ich bin der Meinung, dass die Regierung mittlerweile nicht nur jedem ein Erleuchtungserlebnis schuldet, sondern jedem ein „Instant-Erleuchtungserlebnis“ auf diesem Weg zugestehen sollte. Insbesondere, da der westliche Mensch sich nicht einfach so ausklinken und sich für sechs Jahre oder länger in die Einsamkeit zurückziehen kann.

Diese beiden Wege, per „instant“ und per „Königsweg“ habe ich nicht umsonst gegenübergestellt, denn was hier diametral ist, ist nicht das Erleben, aber die Intention. Erlebt sich jemand auf einer Goaparty als „gesplittet“ und dennoch „mit allem eins“, so ist es im Erleben nicht anders, als wenn sich der in Deprivation sitzende Yogi mit „allem eins“ fühlt, jedoch ist die Bedeutung eine völlig andere. LSD kann schon in ein paar Wochen „nachgeschmissen“ werden, der Yogi allerdings verlässt dann entweder seine „Höhle“ oder „Raum und Zeit“ – buchstäblich, und wenn er bleibt, so wird er vielleicht ein Buch schreiben um seine Erfahrung für die Welt zu konservieren … Um es deutlich zu machen: Der Partygänger will sich „verlieren“. Der Yogi will sich „erlösen“.
Doch um es abermals ins richtige Verhältnis zu rücken, so ist auch die LSD-Erfahrung transformierend. Es heißt, es gäbe im Leben eines Menschen nur wenig einschneidende Erlebnisse: Das ist die erste Liebe, der erste Sex, die Hochzeit … Und LSD.
Dass ein Erleuchtungserlebnis per se transformierend ist, ob „instant“ oder via „Königsweg“, sei also somit klargestellt.

3. Krisen und Schicksalschläge

Ein weiterer Weg zur „zufälligen“ Erleuchtung sind unsere „Krisen“. Das kann ein Autounfall sein, eine Depression, Krankheit, Suizid-Wunsch, der Verlust eines geliebten Menschen … Das ist der „dunkle“ Weg zur Erleuchtung, den sich niemand – wenn er es könnte – freiwillig aussucht. Auch die Nahtoderfahrung ist hier zu nennen, da sie dem klassischen Erleuchtungserlebnis – per Definition – nahe kommt.
So führt auch das Negative zur Erleuchtung, und ist daher nicht, wie ich in Artikel 1 beschrieb, just das Defizit, das der Erleuchtung im Weg steht. Hier zähle ich die „Defizite“ nochmals auf: Angst, Mangeldenken, Enttäuschung, Wut … Wer noch nicht eines dieser Gefühle je erlebt hat, ist kein Mensch. Daher hier nochmals: Ich bitte Abstand zu halten zu all jenen, die etwas verkaufen wollen. (Calgon-Werbung lässt grüßen.)

4. Unsere rechte Gehirnhälfte

Lose verlinkt hierzu ist ein weiterer, wenn auch bisher wenig dokumentierter Weg zur Erleuchtung, nämlich die Entwicklung, Förderung, Erhöhung unserer rechten Gehirnhälfte „auf Kosten“ unserer linken Gehirnhälfte. Es muss tatsächlich „auf Kosten“ der linken Gehirnhälfte geschehen, da sonst lediglich die Genialität der Homogenität erreicht wäre – ein ebenso erstrebenswertes Ziel, von dem gefühlt 90 % der Menschheit noch meilenweit entfernt sind. (Es gibt hier keine Zahlen.)
Wie wir wissen, verbucht unsere linke Gehirnhälfte alles Logische, Rationale und Verwertbare. Dafür bin ich sehr, wie mich meine Leser mittlerweile kennen, doch bin auch ich hier nur das Produkt unseres Bildungswesens, das eben bis zum Uni-Abschluss ausschließlich die linke Gehirnhälfte ausbildet. Das ist ein bedauernswerter Umstand, doch noch bedauerlicher für jene, die weder ihre linke noch ihre rechte Gehirnhälfte ausgebildet haben und stumpfsinnig in die Glotze starren … Doch hätte ich nicht schon längst einen anderen Weg eingeschlagen, dann schriebe ich diese Zeilen jetzt nicht. Das Kreative, Irrationale, Bunte, das unsere rechte Gehirnhälfte erzeugt und „verbucht“, wird in unserer Gesellschaft nicht gefördert. Das hat wiederum dieselben Gründe, warum LSD nicht legal ist, was womöglich wirklich bis zu den Reptiloiden hinaufreicht – oder auch nicht, doch das vermag ich nicht zu klären.
Wer Spiritualität nicht nur esoterisch verbrämt lebt, sich also nur phrasenhaft einwickeln lässt, damit „alles immer gut ist, so wie es ist“, sondern es „wirklich wissen will“, ist sicher an Jill Bolte Taylor nicht vorbeigekommen.
Jill Bolte Taylor, eine amerikanische Neurowissenschaftlerin, hatte in den 90er Jahren einen Schlaganfall, der ihre linke Gehirnhälfte „lahm legte“.
Diesen Ausnahmezustand beschreibt sie als spirituelle Erfahrung, die ich hier auszugsweise wiedergeben möchte: Ihr Sprachzentrum war gelähmt, sämtliche Erinnerungen waren fort, und damit Angst, Frust, Enttäuschung. Ihr Zeitbegriff war fort. Ihr befreiter Geist „glitt wie ein Wahl durch eine See stiller Euphorie“. Dennoch erinnerte sie sich an „das Problem“, nämlich dass sie gerade einen Schlaganfall erlitten hatte, und sie wusste, dass sie um Hilfe rufen musste. Aber dieses Problem nervte sie nur, denn sie empfand ihren gegenwärtigen Zustand als wunderbar. Trotzdem versuchte sie um Hilfe zu rufen, doch es kostete sie Mühe. Sie kramte nach der Visitenkarte eines Kollegen, doch die Schrift war verpixelt. Sie konnte die Schrift nicht lesen. Und sie überlegte, ob sie den Kollegen am Telefon überhaupt verstehen könne, oder ob er sich nur wie ein Golden Retriever anhören würde, der da „Wuff Wuff“ sagt, und sie selbst hatte ebenfalls Angst, dass anstatt Sprache nur „Wuff Wuff“ aus ihr herauskäme …
Eigentümlich für Jill Taylors Erlebnis ist die nichtsprachliche Widerspiegelung der Umwelt, eine ganzheitliche, synthetische Erfassung komplizierter Zusammenhänge auf überwiegend anschaulicher Ebene, was ganz und gar der Arbeitsweise der rechten Hemisphäre entspricht.
Jill Bolte Taylor beschreibt ihr Erlebnis sehr anschaulich und nachvollziehbar. Parallelen zu einem LSD-Erlebnis, wie zum Traumgeschehen, nämlich dass man sich schwer an sein Vorhaben erinnert, dass leichte Dinge, wie das Schnüren von Schuhen, plötzlich sehr schwer sind (was ich selbst ebenso erlebt habe und bestätigen kann), oder dass das Lesen im Traum von Schrift einer „Mission Impossible“ gleich kommt, fallen hier natürlich auf, womit auch die Aussage des amerikanischen Traumforsches David Bakan ein völlig neues Gewicht bekommt: „The right Brain is the Dreamer“. Das rechte Gehirn ist der Träumer. Anzudenken ist daher, dass auch unser Traumbewusstsein, allen voran das luzide Träumen, zu einem Erleuchtungserlebnis führen kann, respektive eine Basis dazu stellt.
Ich schließe daher diesen Absatz mit dem m. E. nach leider noch spärlich beschrittenen Weg zur Erleuchtung über die Erhöhung der rechten Gehirnhälfte auf Kosten der linken. Als Denkbeispiel möchte ich noch in den Raum stellen, wie es für jeden von uns JETZT wäre, wenn er in der Schule anstatt in Religion in Spiritualität unterrichtet worden wäre, wenn er anstatt einer Betragensnote eine Ethiknote in Nonkonformität bekommen hätte – ich selbst habe mal eine Betragensnote bekommen, weil ich einem Lehrer widersprochen habe -, wenn er anstatt Leibesübungen hemmungslos zu irgendeiner Musik getanzt hätte, wenn er anstatt Biologie auf dem Bauernhof gewesen wäre und Pferde geritten hätte, und wenn er anstatt Werkerziehung gelernt hätte, wie man eine gesunde/ordentliche Beziehung zu anderen Menschen aufbaut, bzw. was man im Falle einer Depression tut, was sie bedeutet und woran sie erkannt wird …

5. Energetik

Ein weiterer Weg zur Erleuchtung ist eng mit Meditation und spiritueller Praxis verbunden, kann aber auch völlig isoliert davon auftreten. Es ist der energetische Weg, den generell jeder einschlagen kann, doch gilt auch hier, dass es für eine Erleuchtungserfahrung keine Garantie gibt.
Es gibt viele energetische Heiler und einige davon sind überraschend gut. Doch viel „Power“ heißt nicht zwangsläufig „große Erleuchtung“.
Dennoch kann ein Erleuchtungserlebnis auch über Energetik, bzw. über einen „energetischen Overload“, wie ich es bezeichne, eingeleitet werden. Das ist/war auch mein Weg zur Erleuchtung, und ich durfte hier schon „Einblicke“ erhaschen, weswegen ich möglicherweise „fragmentarisch erleuchtet“ bin, doch bin ich sicherlich nicht voll und ganz erleuchtet und möchte mich auch nicht so bezeichnen.
Allen voran ist hier natürlich das Kundalini-Erwachen gemeint. Über dieses Phänomen berichte ich in anderen Artikeln noch ausführlicher, doch hier sei soviel gesagt, dass Kundalini eine „erdnahe“ Energie ist, die am Steiß fühlbar wird, die Wirbelsäule, bzw. die Nervenbahnen in der Wirbelsäule, als Aufstiegskanal nutzt und anders als Reiki, Od, Prana, Elan Vital ect. fortan nicht nur auf den Meridianen fließt, sondern auch auf den Nervenbahnen – was ich bestätigen kann. Sämtliche Nervenstränge in der Wirbelsäule enden in der Nähe des Steißes als sogenannter Pferdeschwanz, Cauda Equina (siehe Artikelbild, letzter Absatz), und genau da, bei diesem Nervenbündel, setzt Kundalini in der Regel als erstes an.
Dieser eklatante Unterschied zu Reiki, Od, Prana ect. wird oft vergeblich gesucht, noch weniger benannt, als ob Energetik gleich Energetik wäre … Aus diesem Grund ist Kundalini, da sie auf die Nervenbahnen und das ganze Hormonfeld des Menschen zielt, nun absolut kein Spaziergang und nichts für jene, die sich im wohligen Energetik-Land mal entspannen wollen. Kundalini ist Heavy Metal.
Steigt Kundalini bis zum Kronenchakra auf, findet unter Umständen ein Erleuchtungserlebnis statt. Der Weg dorthin kann allerdings schmerzhaft und aufreibend sein. Den still sitzenden Kundalini-Yogi-Meister gibt es, doch es gibt ihn ihn nur so, denn theoretisch könnte man auf „Kundalini“ auch während des Joggens ein Erleuchtungserlebnis haben, da diese Kraft zum Stillsitzen nicht taugt. Kundalini sorgt für hochgradige Wachheit und Nervosität. Dass Kundalini paranormale Fähigkeiten „einschleppt“, ist mittlerweile bekannt. Dr. Lee Sannella, Psychiater u. Augenarzt, hat sich hinreichend damit befasst. Die Inder nennen diese Kundalini-Fähigkeiten „Siddhis“. Hierzu gehören:

  • Wissen von zukünftigen Ereignissen
  • Übersinnliche Wahrnehmung
  • psychokinetische Erfahrung – Levitation
  • Erinnern an frühere Inkarnationen (bei sich selbst und bei anderen)
  • Wahrnehmen von feinstofflichen Phänomenen (Energiefelder, Aura …)
  • Spontane Heilkräfte
  • Fähigkeit, in das Bewusstsein anderer Menschen einzudringen
  • Verlassen des Körpers
  • Reisen in andere Lebensdimensionen/Welten

In Teilen habe ich das selbst so erlebt. Ja. Die Erleuchtung als solche ist eng daran gekoppelt, doch klassischerweise wird eine Kundalini-Erleuchtung noch einmal anders beschrieben, nämlich mit unfassbarer Ekstase, die mit „Amrita“ – dem flüssigen Licht/Unsterblichkeitstrank/Nektar – einhergeht. Breitet sich genügend Kundalini-Energie im Körper, vor allem im Kopf, aus, tropft dieses flüssige Licht durch das Gaumensegel in den Mund und wird tatsächlich „schmeckbar“.
Banal könnte man sagen, es ist die eine Droge, die im Himmelslabor gemacht wird und wie Honig in das Kronenchakra geträufelt wird. Doch diese „Droge“ habe ich noch nicht erhalten. Aber unter uns: Das Gute an ihr ist, das sie die Regierung niemals verbieten können wird.

6. Psychose als Weg?

Was hat nun Psychose mit Erleuchtung zu tun?
Die Psychose ist gemeinhin als psychische Störung mit weitgehendem oder gänzlichem Realitätsverlust definiert. Ein Unterfeld der Psychose ist die psychotische Schizophrenie. Zu den Positivstörungen der Schizophrenie gehören „Ich-Störungen“, „Sinnes-Täuschungen“, „motorische Unruhe“, akustische Halluzinationen, fremde Gedanken, die von außen kommen, Gedankeneingebung und Gedankenentzug …
Bingo, möchte ich hier sagen. Je nach persönlichem Leidensdruck ist die psychotische Schizophrenie mehr oder weniger furchtbar, doch das ist ein plötzliches Kundalini-Erwachen genauso, das sind Krisen, die ein Erleuchtungserlebnis auslösen ebenso und LSD wird ohnehin als Auslöser der Psychose betrachtet, womit sich hier ein unglaublicher Abgrund offenbart, wenn man sich vor Augen hält, dass jemand, der im Osten als Erleuchteter gefeiert wird, bei uns möglicherweise Medikamente in der Psychiatrie nimmt. Deshalb, lieber Leser, bitte ich um die Ecke zu denken.
Hierzu nochmals: Sämtliche Wissenschaftler und Ärzte werden auf ihre linke Gehirnhälfte eingeschworen. Und sie vergehen sich an den „normalsten“ Menschen mit Medikamenten und Zwangsjacken, mit Elektroschocks und bis 1970 noch mit Lobotomie, nur weil diese möglicherweise in ihrer rechten Gehirnhälfte sind und eine andere Wahrnehmung besitzen, die dem Linkshirnmensch weit überlegen ist.
Es ist die Psychose daher kein Weg zur Erleuchtung. Die Psychose ist „die Erleuchtung“ als solche, wenn man innerhalb der Definition bleibt, die eine „Gesamtschau“, „erweiterte Wahrnehmung“ ect. beschreibt. Dass der schizophren psychotische Mensch sich selber missversteht und sich nicht zu erklären weiß, ist das nächste Drama in dieser Causa. Ein Psychotherapeut fragte einen psychotischen Menschen, wie alt er sei, und es kam wie aus der Pistole geschossen die Antwort: „Ich bin 900 Jahre alt.“
„Oh, das ist eine lange Zeit“, antwortete der Therapeut und lachte.
In einem anderen Kontext wäre diese Antwort höchst spirituell. In der Psychiatrie ist sie das Indiz einer Erkrankung. Linkshirn schlägt Rechtshirn, möchte man da sagen, und Schach Matt.

7. Der unspirituelle Lebensstil

Zuletzt zum nicht-spirituellen Lebensstil, dem saftigen Schweinsbraten, dem Knödel und dem Weißbier, in lustiger Runde im Biergarten. Ich weiß übrigens noch wie das schmeckt, denn ich aß es selber sehr, sehr gerne, bevor ich Veganerin wurde. Und ja, ich höre die Männer jetzt schon munkeln, dass dieser Lebensstil nun wirklich nicht zu verachten ist und sehr viel Spaß macht … Ich höre euch, keine Sorge.
Halten wir uns das Deftige vor Augen, das Derbe und das Zünftige, so müsste sich die „Erleuchtung“ allegorisch wie eine sich fremdschämende Fee auf und davon machen. Doch das ist nicht so. Es kann jemand, der absolut nicht spirituell ist, der auch noch nie etwas von der Erleuchtung gehört hat und sie mitnichten sucht oder anstrebt, ebenso eine Erleuchtungserfahrung machen, mögen seine energetischen Kanäle auch noch so verstopft, sein mitfühlendes Herz bis auf seine naheliegendsten Bedürfnisse begrenzt und sein ethisches Empfinden das eines Toastbrots sein – also, so knautschig, dass es in jede Form passt.
Sagen wir, es handelt sich um einen Mann Mitte 40, dessen Frohnatur die Robustheit selbst ist. Er geht zur Arbeit, trinkt sein Bier, ist lieb zu Kindern und nimmt seine Frau gerne auf die Schippe, weil er sie so mag. Er raucht seine 15 bis 20 Zigaretten am Tag, isst die Leberkässemmel mit Genuss, mag Fußball und das einzige, was er liest, sind die Sportberichte in der Zeitung.
Selbst dieser Mann kann eines Tages aufwachen und ein anderer sein. Ihm wird der Schweinsbraten nicht mehr schmecken und seine Frau betrachtet er plötzlich mit anderen Augen. Vieles tut ihm aufrichtig leid, und den „Schmäh“ seiner Freunde, mit denen er stets gefeiert hat, verträgt er nicht mehr. Er ist vielleicht zusätzlich lärm- u. lichtempfindlich und hat ein völlig unmännliches Bedürfnis nach Zärtlichkeit, das er zunächst an an den Kindern und dem Hund auslebt, bevor auch seine Frau in den Genuss kommen wird … Möglicherweise hat sich seine ganze Persönlichkeit verändert. Fragt die Ehegattin dann, warum er plötzlich so anders ist, wird sie vermutlich nur Schweigen ernten, und er selbst wird sich daran zu erinnern versuchen, dass da in einer Nacht etwas geschehen ist, etwas sehr Wichtiges und Fundamentales, das er nur nicht beschreiben kann und an das er sich so schwer erinnert …
Auch so kann ein Erleuchtungserlebnis stattfinden, nämlich unbewusst und dunkel, doch es ist möglich. Und damit schließe ich diesen 2. Teil der Artikelserie, und verweise nochmals auf den Beginn, in welchem ich schrieb, dass die prominenten, zeitgenössischen Erleuchteten nur halb so interessant sind, wie all jene, von denen wir gar nicht wissen, dass sie erleuchtet sind. Falls also wider erwarten der Partner oder jemand nahestehendes einmal „komisch“ ist, und zwar so richtig „komisch“, dann überlege man bitte zweimal, bevor man zum Arzt geht.

Im nächsten Artikel berichte ich von der Erleuchtungserfahrung als Teil der Erlösung aus dem Kreislauf der Widergeburten. Weiter hier.

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2 thoughts on “Was ist Erleuchtung? Wege zur Erleuchtung”

  1. Liebe Tanja
    beachtlich deine Liste von möglichen Wege zur Erlangung an Erkenntnis und Ergebnisen die postuliert sind und von dir in Fragmenten erfasst worden sind, wie du sagst. Bin gespannt auf solch einen Bericht dazu und überlasse das Feld nun den weiteren, staunend offenen Münder.

    1. Lieber Stedi,
      vielen Dank für deinen Kommentar.
      Ich wünsche natürlich jedem, dir sowie allen, die sich bei mir „umsehen“, viele erhellende Momente, sowie – wenn es denn sein soll – eine Erleuchtungserfahrung.
      Ich danke dir und grüße dich,
      Tanja

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