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Neoterisches Bewusstsein

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Darum ist die Gesellschaft wie sie ist

Darum ist die Gesellschaft, wie sie ist

Darum ist die Gesellschaft wie sie istWerte Freunde der Meinungsfreiheit, darum ist die Gesellschaft auch, wie sie ist:
Weil alle in ihren Glaubenssätzen gefangen sind und stets einen Dooferen finden, den man belehren kann, statt die „gefühlte Schrägheit der anderen“ einfach mal so stehen zu lassen.

Da hätte man ja viel zu tun, jeden Katholiken, Muslimen, Scientologen, Youtube-Schräge-Theorien-Fan oder Reichsbürger davon zu überzeugen, dass seine Ansichten ziemlich schräg und leicht widerlegbar sind.

Den interessiert die Widerlegung aber nicht, da er in seinem Gedankenkonstrukt festklebt, und das eben seine „Wahrheit“ ist. Sein Universum, seine Regeln, seine Glaubenssätze.

Das ist schlicht eine psychologische Eigenart der emotionalen Spezies Mensch, das kriegste nicht wegdiskutiert.

Das komplexe sich gegenseitig beeinflussende Wechselspiel aus Fakten, Pseudo-Fakten und fehlenden Fakten, Fähigkeit zur Abstraktion oder Mangel an Abstraktionsfähigkeiten, daraus resultierenden Glaubenssätzen und Annahmen, die man mit der „Wirklichkeit“ verwechselt, und für die man je nach gelenkter Aufmerksamkeit stets „Belege zu finden scheint“.
Und im unbewussten Hintergrund immer das eigene Ego, das einen mehr oder weniger reitet, das andere unbedingt überzeugen will, recht haben will, beleidigend wird und schmollt, wenn es sein Ziel nicht erreicht, schnell Stresshormone frei setzt damit es auch ja polemisch und unsachlich wird.

Jeder findet, was er sucht, und erkennt nicht, was dem nicht entspricht – Meister der „vollautomatischen und begrenzter Hirn-Ressourcen aber im Prinzip bedingt selektiven Muster-Erkennung“.

Da erkennt man mit „etwas gutem Willen bzw. Glauben“ auch Muster wo gar keine sind.
Oder wo Muster sind – aber aus ganz anderen Gründen, als man so glauben möchte.

Das Hirn geht im „unbewussten Auto-Mode“ immer den Weg des geringsten Widerstandes, da das am wenigsten Kalorien verbraucht, statt zu verstehen, dass eben der andere genau so ein ganz eigenes, individuelles Universum im Kopf hat, wie ich, und keiner mich zwingt (außer mein eigenes Ego), das immer be- und verurteilen zu müssen, welchen Wahn-Varianten andere Leute fröhnen, den eigenen Wahn aber als „normal“ zu wähnen…

Da ist dann natürlich gleich mal was rechts und aus irgend welchen Leuten werden „Rassisten“ oder „Steigbügelhalter rechter Hirnficks“. 
Yo, kommt hier und da auch vor, und ist auch nix Begrüßenswertes.

Nur gibt’s Hirnficks unendlich viele, das allermeiste, was so durch den Kopp flattert ist ein Hirnfick bei genauerer Betrachtung – irgend wer versucht aus irgend einem Interesse/Eigennutz heraus, irgend wen für irgendwas zu gewinnen, zu manipulieren, egal in welchem Zusammenhang.

Da ist der „rassistisch angehauchte Hirnfick“ für mich nun nicht schlimmer oder weniger schlimm als der „un-rassistische Feindbild-Generierungs-Hirnfick“ in den Medien, gesteuert von Think-Tanks die es mit Rassismus gar nicht haben, weil sie ja nicht doof sind – Rassismus, Patriotismus, Nationalstolz und Angstmacherei vor anderen Kulturen und Völkern aber gerne gewinnbringend da einsetzen, wo es politischen Interessen eben dienlich ist.

Zum Beispiel – um die Gesellschaft zu teilen und zu beschäftigen.

Ist der Kopf stets in „Links-Rechts-Diskussionen“ verstrickt, verstummt schon die „Oben-Unten bzw. Reich-Arm“-Diskussion.
Und das ist doch schön.
Für das Kapital.

Text: Evan Dennings

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Die Schere zwischen Arm und Reich wird größer, daran konnte auch die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise nichts ändern – im Gegenteil. Politik und Wirtschaft scheinen selbst in der Krise immer einseitiger den Interessen der Superreichen zu folgen, während es vielen Menschen zunehmend schlechter geht. Besonders drastisch lässt sich diese Entwicklung in den USA erkennen. Doch die wachsende Ungleichheit hat ihren Preis, wie Joseph Stiglitz in seinem neuen Buch zeigt. Sie behindert Wirtschaft und Wachstum, führt zu weniger Chancengerechtigkeit und korrumpiert Justiz und Politik. Deswegen ruft Nobelpreisträger Stiglitz dazu auf, die zunehmende Ungleichheit in unseren Gesellschaften nicht einfach hinzunehmen, sondern Wirtschaft und Politik so zu reformieren, dass der Wohlstand wieder gerechter verteilt ist. © 1998-2001 Amazon.com,  Inc. und Tochtergesellschaften

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Das spirituelle Ego und die wahre Kraft

  1. „… psychologische Eigenart der Spezies Mensch“:

    Viele glauben das wahrscheinlich – weil es auch durch die falsche Darstellung in der Bibel bei Adam und Eva gestützt wird – aber es ist nach Erlenntnis vieler anderer nicht so.
    Wahr ist vielmehr, daß es sich bei dem typischen Denken und Verhalten der „normalen“ Menschen der „Zivilisation“ / „zivilisierten Gesellschaft“ um eine „erworbene“ Krankheit handelt, die deswegen auch wieder losgelassen werden kann.
    Es ist „Der Wahnsinn der Normalität“ lt. Arno Gruen bzw. „Die Pathologie der Normalität“ aus dem Nachlaß von Erich Fromm oder auch „Die Schizophrenie des Einzelnen und der Allgemeinheit“ lt. Martti Siirala.

    Diverse Autoren nannten das Phänomen einfach „Die Krankheit der Gesellschaft“ wie u.a. W. Kütemeyer.
    Es ist eine „kollektive Neurose“, wie der (Gattungs-)Begriff in der Soziologie geläufig ist. Allerdings können die meisten derer, die davon wissen, das wahre Ausmaß des Problems aus Gründen eigener Befallenheit nicht wahrnehmen / erkennen.

    So rast die moderne Gesellschaft mit exponentiell wachsendem Tempo auf die nächste „kollektive Psychose“ und den Untergang zu. Weil es an wahrheitsgemäßer Aufklärung mangelt. Um Heilung kann sich nur bemühen, wer von seinem Kranksein weiß. Wer sich aber als Kranker für gesund hält – weil seine Symptome als „normal“ gelten – sitzt in der Falle. Eine „pelzgefütterte Mausefalle“ wie das ein weltbekannter Autor genannt hat.

    Grundlegende, natürliche, Heilung ist prinzipiell in jedem Einzelfall möglich.

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