Sechs effektive Tipps zur Erhaltung der Lebensenergie

Lebensenergie. Was ist das eigentlich? Sind es nur Vitalfunktionen des Körpers? Ist es das perfekte Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele? Oder ist es der Atem?
Lebensenergie ist spürbar. Der energetisch geöffnete Mensch kann die Energie als fließenden Strom im Körper fühlen. Lebensenergie – je nach Kulturkreis auch Chi, Pneuma, Prana, Od, Orgon genannt – ist somit eine nicht sichtbare universale Energie, deren Vorhandensein im menschlichen Körper mittels Kirlianfotografie nachgewiesen werden kann.

Begriffsgeschichte zur Lebensenergie

  • Chi/Qi bezeichnet in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) die Lebensenergie.
  • Das antike Pneuma (griechisch: „Geist“, „Hauch“, „Luft“, „Atem“) ist nicht nur auf den Geist bezogen, sondern bedeutet auch Windhauch und hat Bezüge zum chinesischen Qì (Chi) oder dem indischen Prana bzw. dem indischen Akasha.
  • Prana (Sanskrit: Lebensatem, Lebenshauch) bedeutet im Hinduismus Leben, Lebenskraft oder Lebensenergie.
  • Od ist eine von Karl von Reichenbach (1788 – 1869) so benannte Lebenskraft, die eine magnetähnliche, alles durchdringende polare Kraft ist.
  • Wilhelm Reich (1897–1957) prägte den Begriff Orgon, als „primordial kosmisch“ charakterisierte Energie. (primordial: ursprünglich).

Anzeichen fehlender Lebensenergie

Fehlende Lebensenergie, im Sinne eines generellen Chi-Mangels, macht sich auf vielerlei Arten bemerkbar. Auf psychischer Ebene kann es z. B. zu Depression, Gereiztheit, Unlust kommen, auf physischer Ebene sind vor allem Erschöpfung, Unwohlsein und gesteigerte Infektanfälligkeit zu nennen. Aber auch ein „welkes Aussehen“, fehlende Ausstrahlung, Lethargie etc. sind Anzeichen fehlender Lebensenergie.

Sechs Tipps, wie man seine Lebensenergie steigern kann

1. Lebensordnung

Ein geordnetes Leben zu führen, klingt auf den ersten Blick spießig. Trotzdem ist es wichtig, einem geregelten Rhythmus zu folgen, der Tag, Woche, Monat, Jahr, Jahreszeiten etc. eine Form gibt. Weiters ist es wichtig, das Haus/die Wohnung ordentlich zu halten. Dazu gehört nicht nur Haushalt und Putzen, sondern: Ist der Keller aufgeräumt? Wie sieht die Garage aus? Muss der Dachboden entrümpelt werden? Ist der Kontakt zu den Nachbarn stimmig? Im Sinne Kneippscher Ordnungstherapie werden die biologischen, psychosozialen und spirituellen Regulationsmechanismen im Menschen durch die sog. Lebensordnung angesprochen. Die psychische Gesundheit ist die Fähigkeit, sich selbst in der eigenen biologischen und seelisch-spirituellen Wesenheit zu sehen. Das unmittelbare Lebensfeld (Haus, Wohnung, Nachbarn) in Ordnung zu halten, heißt letztendlich, sich selbst „in Ordnung“ zu halten, was sich wiederum förderlich auf die Lebensenergie auswirkt.

Weiterführende Informationen – Buchempfehlungen:

Lothar Seiwert: Zeiteinteilung, Selbstbestimmung, Lebensbalance
Martina Kaiser: Der Jahreskreis: Den Rhythmus der Natur als Kraftquelle nutzen
Franziska Waldinger: Mehr Ordnung, weniger Haushalt: Wie einfache Gewohnheiten dein Leben verbessern

2. Lebensplan

Kein Plan von nix? Die „Lebe-im-Jetzt-Auffassung“ hat ihre Berechtigung, solange sie nicht in Laissez-faire, in-den-Tag-hinein-Leben, Faulheit oder impulsiv-spontanen Lebensäußerungen – der jeweiligen Laune gemäß – abdriftet. Dem Leben einen Sinn zu geben, heißt, nicht auf einen Sinn zu warten, sondern einen Sinn zu etablieren – eine positive Vision von der Zukunft zu haben. Das heißt, sich Ziele zu setzen. Erst das bewusste Streben, das „Erreichenwollen“, strukturiert die Lebenszeit und schafft Sinn. Im spirituellen Kontext wird damit „Licht“ kreiert, wenn das Ziel im Einklang mit Gott/dem Universum steht und zum Wohle aller ist. So erhöht die positive Lebensausrichtung die Lebensenergie.

Weiterführende Informationen – Buchempfehlung:

Franziska Zimmermann: Ziele setzen und erreichen: Selbstmotivation, Selbstdisziplin, Selbstmanagement.

3. Ernährung

Maßgeblich für eine gut fließende Lebensenergie ist die Meridiandurchlässigkeit. Meridiane sind Energieleitbahnen im Körper. Je weniger Blockaden in den Energieleitbahnen vorhanden sind, umso besser fließt die Lebensenergie. Falsche Ernährung – denaturierte Lebensmittel, Mastfleisch etc. – blockiert die Meridiane, während natürliche, gesunde und fleischfreie Ernährung die Meridiane öffnet. Die Ernährung selbst, je natürlicher und naturbelassener sie ist, sorgt für frische Lebensenergie im Körper. Es empfiehlt sich eine vegetarische oder vegane Lebensweise.

Weiterführende Informationen – Buchempfehlung:

Rüdiger Dahlke: Vegan für Einsteiger
Felix Klemme: Natürlich Essen: Das ganzheitliche Ernährungskonzept

4. Meditation

Die positiven Auswirkungen der Meditation wurden in vielen Studien untersucht. Meditation fördert Konzentration, Achtsamkeit und erhöht die Neuroplastizität, d. h., sie führt zu positiven Veränderungen im Gehirn. Darüber hinaus verringert Meditation u. a. Angstgefühle, Stimmungsschwankungen und Müdigkeit.
Es empfiehlt sich regelmäßig zu einer bestimmten Tageszeit jeweils 20 Minuten zu meditieren, wobei hier weniger geführte Meditationen, Fantasie- oder Gedankenreisen zum Erfolg führen, sondern klassische Achtsamkeits- oder Vipassana-Meditation, bzw. die Kunst „nicht zu denken“.
Je geübter ein Mensch in der Kunst des „Nichtdenkens“ ist, umso mehr Lebensenergie sammelt sich im Körper an. Denken verbraucht Energie, Nichtdenken erzeugt Energie. Vor allem tägliche Meditation erhöht die Lebensenergie.

Weiterführende Informationen – Buchempfehlungen:

Karsten Finder: Meditation: Meditation für Anfänger – die besten Meditationstechniken
William Hart: Die Kunst des Lebens: Vipassana-Meditation nach S. N. Goenka
Jon Kabat Zinn: Gesund durch Meditation – Selbstheilung

5. Yoga, Tai Chi

Yoga und Tai Chi haben einen sehr positiven Effekt auf die Lebensenergie. Die Übungen im Yoga stärken und erhalten die Lebensenergie wie es auch Tai Chi tut, weswegen regelmäßiges Üben sehr förderlich ist. Auch die Aura wird gestärkt, die Meridiane werden gedehnt und die Chakren füllen sich mit neuer Energie.
Da die Chifelder in der Stadt, im Wohnblock oft zerstört oder schwach sind, empfiehlt es sich, Yoga oder Tai Chi in der freien Natur zu praktizieren. Zu Yoga gibt es Unmengen an Literatur und Yogaschulen. Für Einsteiger macht auch ein Yoga-Urlaub Sinn.

Weiterführende Informationen – Buchempfehlungen:

Inge Schöps: Yoga, das große Praxisbuch für Einsteiger und Fortgeschrittene
Reinhard Gammenthaler: Kundalini-Yoga Parampara
Yogi Bhajan: Kundalini Yoga, Band 1, Band 2, Band 4
Karsten Kalweit: Tai Chi, das komplette Trainingsbuch

6. Maßhalten

Der goldene Weg der Mitte, des Maßhaltens in allen Lebensangelegenheiten, sorgt ebenfalls für den Erhalt der Lebensenergie. Zuviel Geschwätzigkeit, sinnlose Diskussionen, ein exzentrischer Lebensstil, Völlerei, zuwenig Schlaf, zuviel Schlaf, zu viele Feste/Feiern/Partys, übermäßiger sexueller Verkehr … Überall, wo ein Übermaß oder ein Mangel entsteht, wird Lebensenergie vergeudet. Es empfiehlt sich daher, eine gemäßigte Ethik zu leben, die Schönheit und den Genuss des Lebens zu finden, ohne sich darin völlig hineinzulegen.

Weiterführende Informationen – Buchempfehlungen:

Thomas Vogel: Mäßigung – Was wir von einer alten Tugend lernen können
Massimo Pigliucci: Die Weisheit der Stoiker
Anelm Grün: Die Kunst das rechte Maß zu finden

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