Ersetzen fünf Gramm Magic Mushrooms fünf Jahre Therapie?

Glauben Sie, dass Magic Mushrooms (Zauberpilze, Psilocybin), LSD und DMT „böse“ Drogen sind?
Denken Sie bei Psychedelika an Hippies oder Jugendliche, die man nicht ernst nehmen kann?
Glauben Sie, dass psychotrope Substanzen süchtig machen, Körper, Geist und Seele schädigen?
Denken Sie, dass die spirituelle/mystische Erfahrung nur außergewöhnlichen Menschen bestimmt ist oder nur durch intensive Meditation und/oder intensives Yoga erfahren werden kann?

Wenn Ja, dann hat Präsident Richard Nixons „War on Drugs“ Sie stärker beeinflusst, als Ihnen bewusst ist.

Ersetzen fünf Gramm Magic Mushrooms fünf Jahre TherapieLesen Sie sich daher nicht in die Kulturgeschichte der Psychedelika ein, denn es könnte Sie empören, wie sehr Sie von politisch-medialer Seite getäuscht worden sind. Bringen Sie nichts darüber in Erfahrung, dass Psilocybin Depressionen dauerhaft heilen kann, das Energieniveau anhebt und spirituelle Erfahrungen ermöglicht. Glauben Sie weiterhin, dass Psilocybin, LSD und DMT süchtig machen und Gehirn und Körper schädigen. Lachen Sie weiter über Jugendliche und/oder Hippies, die sich auf Festivals seltsam gebärden. Bleiben Sie standhaft gegen neues Wissen und neue Erfahrungen, Ihr Weltbild wird es Ihnen danken. Und leiden Sie womöglich still und heimlich weiter unter Ihrer Einsamkeit, Ihrer Ehe, Ihrer Schlaflosigkeit, Ihrer Arbeit, Ihrer Midlife-Crisis, Ihrer Angst vor dem Tod und den mannigfaltigen Sinnfragen.

Psilocybin: Das Fleisch der Götter

Wenn ich behaupte, dass es eine natürliche Substanz gibt, die viele, wenn nicht alle Ihrer Ängste, Verletzlichkeiten und seelischen Wunden zu heilen vermag und Sie darüber hinaus rückverbindet mit der Natur und Ihnen ein neues Gott- und Weltverständnis bringt, könnten Sie es glauben? Wenn ich behaupte, dass es eine Substanz gibt, die Sie smarter, einfühlsamer, tiefer und weiser macht, könnten Sie es glauben? Oder wäre es zu spektakulär, zu unglaublich?
Kann eine einzelne Substanz die Blut-Hirn-Schranke durchdringen, die neuronalen Netzwerke im Gehirn beeinflussen und Sie seelisch und geistig vollkommen transformieren?
Ja. Psilocybin kann das.
Aber wenn das möglich ist, wieso ist vergleichsweise wenig darüber bekannt und ein Erwerb/Konsum von Psilocybin obendrein illegal? Wenn diese Substanz so großartig ist, wenn sie keine Abhängigkeit erzeugt und ein derartiges Potential hat, wieso wird medial darüber kaum berichtet?
Gegenfrage: Ob Präsident Richard Nixon (1913 – 1994)  einmal tief in sich gegangen ist und sich überlegt hat, wie er die Gesellschaft der sechziger und siebziger Jahre, die sich mittels psychoaktiver Substanzen zu befreien suchte, am besten wieder einnorden kann?

Das älteste Entheogen der Menschheit

Pilze sind ein evolutionäres Meisterwerk. Noch bevor der Planet erste Pflanzen hervorbrachte, wuchsen Pilze auf dem nackten Gestein. Die ersten Algen gingen eine Symbiose mit Pilzen ein, auf dass sie später zu Pflanzen wurden. Ohne Pilze gäbe es keine Pflanzen, keine Erdentwicklung, wie wir sie kennen.
Sogenannte „Zauberpilze“ oder Magic Mushrooms enthalten den Wirkstoff Psilocybin. Dieser Wirkstoff kommt im Pilz in natürlicher Weise vor und kann in dieser Form ohne Vor- und Zubereitung verzehrt werden. Anders als bei Ayahuasca muss der Wirkstoff nicht extrahiert werden.
Schon in alten Höhlenzeichnungen (z. B. in den Felsenmalereien von Tschukotka im Nordosten Russlands) finden sich Pilzdarstellungen. Der Pilz kam/kommt weiters in schamanischen Ritualen zur Anwendung. Das heißt, noch bevor der Mensch das Feuer entdeckt hatte, gab es schon eine psychoaktive Substanz (im Pilz), die allezeit „da“ und essfertig war. Magic Mushrooms, bzw. psilocybinhaltige Pilze sind also keine Entdeckung der Hippies.

LSD (Lysergsäurediethylamid) ist eine synthetisch erzeugte Substanz, die jedoch ursprünglich ebenso aus einem Pilz, dem auf Getreide wachsenden Mutterkornpilz, gewonnen wird. LSD wurde 1938 durch den schweizer Chemiker Albert Hofmann entdeckt.

DMT (Dimethyltryptamin) ist eine körpereigene Substanz, die im Gehirn in der Epiphyse (Zirbeldrüse) produziert wird. DMT kommt jedoch auch in der Ayahuasca-Pflanze, bzw. dem Sud, vor. Von 1990 bis 1995 führte Dr. Rick Strassman an der Universität New Mexico Forschungen zu DMT durch und publizierte das Buch DMT: Das Molekül des Bewusstseins: Zur Biologie von Nahtod-Erfahrungen und mystischen Erlebnissen.

Psilocybin wirkt ähnlich wie LSD, aber etwas natürlicher. In sehr hohen Dosen, ab 7 bis 8 Gramm in Form getrockneter Pilze, wirkt es jedoch aufgrund der chemischen Struktur ähnlich oder genauso wie DMT.

Bleiben Sie ein tapferer Leistungssoldat!

Schöpfen Sie Ihr volles Potential daher lieber nicht aus, wenn Sie nicht in Konflikt mit dem Gesetz kommen wollen. Lernen Sie sich selbst nicht wirklich kennen, kommen Sie sich selbst besser nicht auf die Schliche, denn das könnte heilend wirken. Erfahren Sie nichts über die transzendentale Wirklichkeit und nichts über sich selbst und über Ihren eigenen Lebenssinn. Werden Sie nicht zu smart und zu intelligent, Sie könnten zuviel erkennen und durchschauen. Wagen Sie es nicht, sich selbst zu heilen, das stellt die Expertise von „Fachmännern“ infrage und provoziert. Trauen Sie sich bitte nicht zuviel zu, damit irritieren Sie Ihre Mitmenschen. Wenn Sie es dennoch wagen, machen Sie sich auf den einen oder anderen Stein gefasst, der nach Ihnen geworfen wird. Sie sind nämlich (jetzt) weniger als ein Hippie, Sie sind (jetzt) kriminell.
Werden Sie nicht weich und sanft, das schmälert Ihr Konkurrenzdenken. Staunen Sie nicht zu sehr über den Wald und die Natur, das könnte Sie auf schöne und abwegige Gedanken bringen. Empfinden Sie sich lieber nicht als Teil eines Größeren, das könnte Sie stark machen. Werden Sie am besten niemals Sie selbst und führen Sie den „War on Drugs“ so unbewusst wie bisher weiter, damit alles so bleibt, wie es ist.

Nixons „wahre“ Politik hinter „War on Drugs“

Zitat John Ehrlichman: „Die Nixon-Kampagne 1968 und die folgende Regierung hatten zwei Feinde: Die linken Kriegsgegner und die Schwarzen. Verstehen sie, was ich damit sagen will? Wir wussten, dass wir es nicht verbieten konnten, gegen den Krieg oder schwarz zu sein, aber dadurch, dass wir die Öffentlichkeit dazu brachten, die Hippies mit Marihuana und die Schwarzen mit Heroin zu assoziieren und beides heftig bestraften, konnten wir diese Gruppen diskreditieren. Wir konnten ihre Anführer verhaften, ihre Wohnungen durchsuchen, ihre Versammlungen beenden und sie so Abend für Abend in den Nachrichten verunglimpfen. Wussten wir, dass wir über die Drogen gelogen haben? Natürlich wussten wir das!“

John Ehrlichamn war von 1969 bis 1973 Nixons Chef-Berater für Innenpolitik. Obiges Zitat stammt aus einem Gespräch mit dem Journalisten Dan Baum im Jahre 1994, in welchem er sich zu den innenpolitischen Motiven für die spätere Proklamation des „War on Drugs“ äußerte. (Quelle: Wikipedia)

Psychedelika und Psychologie

Es sagte der amerikanische Psychologe Timothy Leary (1920 – 1996) sinngemäß: „Es sind alle direkt oder potentiell von Psychose betroffen, die LSD nicht nehmen.“ In diesem Zitat liegt die Betonung auf „nicht“ und ich denke, damit ist alles gesagt.

Timothy Leary

Es war Timothy Leary (1920 – 1996) nicht nur ein Freigeist, an dem wiederholt über Nixons Drogenpolitik ein Example statuiert worden ist, sondern sein Leben ist ein Stoff, aus dem Abenteuer- und Entwicklungsroman gleichermaßen herausgehen könnten … Leary ging wegen Marihuana-Besitz wiederholt ins Gefängnis, obwohl er in einem Fall lediglich seine Tochter damit beschützt hatte. Später floh er auf abenteuerliche Weise von Land zu Land, publizierte jedoch sehr viel und unterhielt Kontakte zu Künstlern, Schauspielern und Sängern. Timothy Leary starb 1996 und seine Asche wurde im Weltraum verstreut.

Zitat nach Timothy Leary beim erstmaligen Verzehr von Magic Mushrooms: „In diesem Moment begriff ich mehr über die menschliche Psyche als in 15 Jahren fleißigen Psychologiestudiums.“ Zitat Quelle: Timothy Leary, ein Professor auf LSD, Dokumentation „Discovery Channel History“.

Stanislav Grof

Stanislav Grof (geb. 1931), tschechischer Psychotherapeut und Psychiater, gilt als Begründer der Transpersonalen Psychologie. In dieser werden neben humanistischen Elementen auch religiöse und spirituelle Erfahrungen berücksichtigt. Stanislav Grof erforschte u. a. die Wirkung psychedelischer Substanzen an sich selbst und an Patienten. Von ihm stammen Publikationen wie:

LSD-Psychotherapie,
Der Weg des Psychonauten: Enzyklopädie für Reisen in innere Welten,
Topographie des Unbewussten: LSD im Dienst der tiefenpsychologischen Forschung.

Seine Psychologie kennt auch den Spirituellen Notfall (Spiritual Emergency), welcher z. B. im Zuge eines Kundalini-Erwachens stattfinden kann.

Zitate von Stanislav Grof:

„Die Erscheinungen, die man bei psychedelischen Sitzungen beobachtet, sind Manifestationen tiefliegender Bereiche des Unbewussten, die von der zeitgenössischen Wissenschaft weder erkannt noch zugegeben werden.“ – Stanislav Grof, Topographie des Unbewussten

„Das Bewusstsein zeigt nach der Einnahme von LSD eine charakteristische qualitative Veränderung ähnlich wie in Träumen. Es kann seine gewöhnlichen Grenzen überschreiten und Phänomene aus dem tiefen Unbewussten mit aufnehmen, die unter normalen Umständen nicht zugänglich sind. Dieser Vorgang wird häufig als Bewusstseinserweiterung bezeichnet.“ – Stanislav Grof, Topographie des Unbewussten

Psychotrope Substanzen und der Körper

Es erreichte Albert Hofmann (1906 – 2008), Entdecker des LSD, ein stolzes Alter von 102 Jahren. Eng befreundet war Albert Hofmann mit dem Literaten Ernst Jünger, mit welchem er Drogenexperimente durchgeführt hatte. Auch Ernst Jünger (1895 – 1998) ist 102 Jahre alt geworden. Die eigene LSD-Erfahrung ließ Ernst Jünger übrigens 1962 in seinen Roman „Besuch auf Godenholm“ einfließen: „Er spürte, als ob ein Reif in seiner Brust zerspränge, dass sich etwas in ihm befreite, ihn aus seiner Persönlichkeit entließ. Er hatte niemals das Glück gekannt.“

Sind Psychedelika ursächlich für Langlebigkeit?

Urlrich Warnke, Universitätsdozent für Bionik, beschreibt im Buch Bionische Regeneration u. a. DMT als Meistersubstanz für ein langes Leben. Die körpereigene DMT-Produktion findet in der Zirbeldrüse (Epiphyse) statt. Die Zirbeldrüse produziert Hormone wie z. B. Melatonin. Somit kann die Zirbeldrüse als einflussreiche Drüse, die den Alterungsprozess beeinflusst, betrachtet werden.

Der Wirkstoff Psilocybin unterscheidet sich wiederum von DMT nur geringfügig. Werden Pilze verzehrt, wird im Körper ein Phosphor-Atom aus Psilocybin entfernt und Psilocin entsteht. Psilocin wiederum unterscheidet sich von DMT in nur einem Sauerstoffatom, ist also sozusagen ein oral wirksames DMT.

Es kann also vermutet werden, dass Psychedelika die Epiphyse stimulieren, was vermutlich zu Langlebigkeit führt.

Stanislav Grof, geb. 1931, feiert im Jahr 2021 seinen neunzigsten Geburtstag. Auch Dr. Lee Sannella (1917 – 2010) wurde 93 Jahre alt, doch ist von ihm nicht bekannt, ob er psychoaktive Substanzen konsumiert hat oder nicht.

Wirkung auf die Sinne

Psychedelika beeinflussen natürlich auch die Sinne. Hierzu sagte Albert Hofmann: „Es ist nicht nur einfach das bekannte Bild, ein bisschen verzerrter oder bunter, es ist ein völlig anderes Programm. Und das deshalb, weil LSD unsere Sinne verändert, man sieht besser, man hört besser, alles wird intensiviert – insofern hatte auch Timothy Leary Recht, wenn er behauptet, es sei auch das größte Aphrodisiakum. Der Mechanismus des LSD ist ganz einfach: die Tore der Wahrnehmung werden geöffnet und wir sehen plötzlich mehr – von der Wahrheit.“ Zitat Quelle: Wikipedia.

Psychotrope Substanzen und die spirituelle Erfahrung

Im 1962 durchgeführten „Marsh-Chapel-Experiment“, auch das „Karfreitag-Experiment“ genannt, konsumierten Theologiestudenten Psilocybin. Sie nahmen die Substanz in einem religiösen Umfeld, nämlich in der Kirche zu sich.

Fast alle Mitglieder der Versuchsgruppe gaben an, tiefgreifende spirituelle Erfahrungen gemacht zu haben, was die Annahme stützt, dass Psychedelika mystische Erfahrungen ermöglichen können. Einer der Teilnehmer des Experiments war der Religionswissenschaftler Huston Smith. Später beschrieb er seine Erfahrung als „die mächtigste kosmische Heimkehr, die er je erlebt habe“.

Im Jahr 2002 wurde an der Johns Hopkins University von Roland R. Griffiths eine weitere streng kontrollierte Studie dieses Experiments durchgeführt, die ähnliche Ergebnisse lieferte. In einem 14-monatigen Follow-Up zu dieser Studie bewertete mehr als die Hälfte der Teilnehmer die Erfahrung als eine der fünf bedeutendsten spirituellen Erfahrungen in ihrem Leben und betrachtete die Erfahrung als eine Steigerung ihres persönlichen Wohlbefindens und ihrer Lebenszufriedenheit. 

Albert Hofmann über LSD und die Gotteserfahrung:

„Es ist eine weit verbreitete Meinung, das objektive, materielle Weltbild der Naturwissenschaften und die mystisch-religiöse Welterfahrung würden sich widersprechen. Das Gegenteil ist wahr. Sie ergänzen sich zu einer umfassenden Einsicht in ein und dieselbe geistig-materielle Wirklichkeit.“ Albert Hofmann in Lob des Schauens, 2002

Stanislav Grof über Atman, das höchste Selbst:

„Ich möchte in diesem Zusammenhang die Upanishaden erwähnen, wo wir den Satz finden, „tat twam asi“, „das bist du“. Das heißt, dass wir nicht Körper-Ego sind, nicht Name und Form, sondern dass unsere Identität letztlich identisch ist mit dem schöpferischen Prinzip, mit der Totalität der schöpferischen Energie, was der Hinduismus mit „Atman und Brahman“ bezeichnet. Dass diese Einsicht uns allen zur Verfügung steht, können wir in den geänderten Bewusstseinszuständen erfahren.“ – Stanislav Grof, Die menschliche Natur und die Beschaffenheit der Realität

William Richards, Psychologe und Religionswissenschaftler, ist ein zeitgenössischer Pionier der Psychedelika-Forschung. Mit dem 2019 in deutsch erschienen Titel Heilige Erkenntnis: Der psychedelische Weg zu Offenbarung und Heilung  legt er einen umfassenden Bericht über die Auswirkungen von psychotropen Substanzen auf biologische Prozesse, das menschliche Bewusstsein und spirituelle Offenbarungserfahrungen vor.

Damit bringen Psychedelika nicht nur Bewusstseinserweiterung, nicht nur Langlebigkeit, nicht nur sensorische, visuelle und auditive Phänomene, sondern sie sind ein Türöffner zum transzendentalen Erleben.

Kundalini und DMT

Menschen, die eine aktive Kundalini, respektive ein Kundalini-Erwachen haben, berichten häufig von übersinnlichen Phänomenen und ungewöhnlichen Erfahrungen während oder auch außerhalb der Meditation. Dies ist u. a. von Swami Muktananda in Spiel des Bewusstseins: Geheime Kundalini-Praxis beschrieben. Er beschreibt in diesem Buch zahlreiche innere Erfahrungen während der Meditation wie z. B. „Die rote Aura“, „Das schwarze Licht“, „Visionen von Hölle und Yama“, „Tandraloka: Die Welt des höheren Bewusstseins“, „Das göttliche Spiel“, „Die höchste Erkenntnis“ und vieles mehr. All diese Visionen/Schauungen gleichen DMT- oder Psilocybin-Erfahrungen. Es lässt sich schließen, dass diese Erfahrungen, die ohne Konsum von psychotropen Substanzen auftreten, aufgrund erhöhter DMT-Produktion in der Zirbeldrüse stattfinden. Die Stimulanz der Epiphyse ist vermutlich auf jahrelange, intensive spirituelle Praxis (Sadhana) zuückzuführen.

Können psilocybinhaltige Pilze Psychotherapie ersetzen?

Es heißt in der psychonautischen Community unter anderem, dass fünf Gramm getrocknete Pilze fünf Jahre Psychotherapie ersetzen können. Es gibt erstaunliche Erfahrungsberichte von Menschen, die schwierige seelische Zustände, Verletzungen aber auch Traumata oder Posttraumatische Belastungsstörungen mittels Einmalgabe von LSD oder Psilocybin geheilt haben, wohingegen eine monate- oder jahrelange Psychotherapie erfolglos geblieben ist. Das Potential zur Heilung der Psyche scheint immens zu sein.
Andererseits gibt es aber auch vereinzelt Berichte, in welchen bestehende psychische Dispositionen verstärkt worden sind, insbesondere die Borderline-Persönlichkeitsstörung.
Im Selbstwerdungsprozess, im Selbstfindungsprozess, zum besseren Verständnis seiner selbst, der Umwelt und dem Transzendentalen kann Psilocybin/LSD jedoch wie ein Katalysator wirken. Es sagte der Bewusstseinsforscher Terence McKenna (1946 – 2000) sinngemäß: „Es erleben Menschen, die sich jahrelang auf dem spirituellen Weg (zu Gott) befinden, häufig Stagnation und/oder Frustration, wenn kein spiritueller Fortschritt erzielt wird. Auf dem psychedelischen Weg zu Gott allerdings geht alles so schnell, dass man panisch das Bremspedal sucht.“

Eigene Erfahrung

Als Mensch mit einer aktiven Kundalini und wiederholter Psilocybin-Erfahrung darf ich sagen, dass dies zwei Elemente sind, die sich im Körper-Geist-Seele-System eines Menschen aufs Wunderbarste ergänzen. Sie wirken wie Feuer und Luft. Wer sich (eine etwas ältere) Kundalini als schwelendes Feuer vorstellt, auf das gezielt ein beständiger Wind weht, hat eine Idee davon, was im Körper-Geist-Seele-System sonach geschieht …
Wer ein Kundalini-Erwachen erlebt, empfindet dies i. d. R. als so einschneidend, dass er sein Leben zumeist in zwei Hälften teilt: In die Zeit vor dem Erwachen und in die Zeit nach dem Erwachen.
Doch dies gilt ebenso für tiefgreifende Erfahrungen mit und durch Psilocybin.
Wer psychotrope Substanzen konsumieren möchte, kann das z. B. in in einem Land tun, in dem es legal ist. Der „Spitzkegelige Kahlkopf“ jedoch, eine in unseren Breitengraden wachsende Pilzart, kann auch gesammelt werden. In jedem Fall ist hinreichende Beschäftigung mit der Gesetzeslage, Substanz, Wirkungsweise, Dosis, Set/Setting, Sicherheit unerlässlich, sowie jeder für sich selbst verantwortlich ist.

Buchempfehlungen zum Thema:

Michael Pollan: Verändere dein Bewusstsein: Was uns die neue Psychedelik-Forschung über Sucht, Depression, Todesfurcht und Transzendenz lehrt – Buchlink
William A. Richards: Heilige Erkenntnis: Der psychedelische Weg zu Offenbarung und Heilung – Buchlink
Paul-Philipp Hanske: Neues von der anderen Seite: Die Wiederentdeckung des Psychedelischen – Buchlink

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