Von der Verletzlichkeit und Empfindsamkeit der Frau im Mann

Verletzlichkeit und Empfindsamkeit der Frau im MannDas Fühlen ist verletzlich und empfindsam. So wie ich nun weiß, dass alle Weiblichkeit in mir länger braucht als mein männlicher Wille, der wie ein Bogen nach vorne schnellen kann, so weiß ich, dass vieles was ich getan habe oder noch immer tue, nicht in Übereinstimmung sein kann mit dem warmen, weiten Herzen dessen, was ich denke oder plane, solange ich nicht auf die Weiblichkeit warte, die langsamer und empfindsamer geht als der Krieger, der sich ihrer Initiation teilweise noch nicht bewusst ist. Ist sich der Krieger in uns Männern dessen bewusst, kann er eins sein mit seinem Herzen und kann seinen Weg frei anschauen, der, genau wie die Natur, verschlungen und wild ist und immer klarer wird, umso mehr wir das Licht darauf scheinen lassen und unsere Intuition uns durch diesen schönen und gefahrvollen Dschungel leitet. So ist es immerzu ein Kreislauf, durch den wir lernen können wann eine Entscheidung im Wahren und in der Liebe der Freiheit getroffen wurde und vom Leben zu uns strömt: Ein Weg mit Herz entsteht, der nicht aus dem Kopf kommt. Und das Licht, das aus dem Himmel kommt und durch unseren Geist scheint, dient der Würdigung und dem Bewusstsein unseres Herzens, unseres Bauches und unseres Beckens, die alles Wesentliche hervorbringen. Der Kopf wirkt schnell, die Seele ist klangvoll. Sie liebt den harmonischen Raum der Zeit; eine Zeit, die dem natürlichen Wachstum dient und um ihretwillen geweitet ist.

Es ist die Seele, von der die Indianer sagen, dass sie ihre eigene Zeit braucht bis sie im Körper ankommt nach einer langen Reise. So setze ich mich und warte bis sie in mir ruht und ich mich mit ihr liebe. Bis sie mich hört und mir vergibt, dass ich ihr zu schnell vorausging, bis wir uns liebevoll umschlingen – so lange warte ich. So geht es im Leben. Denn wenn ich plane und tue es in einer Schnelligkeit, dass mein Fühlen es nicht zu spüren vermag, dann kann auch mein Leben nicht deuten, was ich zu tun bereit war. Es wird eine Kopfgeburt. Wir sind angehalten aus unserem Herzen zu schöpfen, besonders auch wir Männer, die in dieser Hinsicht allen Lebensbereichen von den Frauen lernen können. Frauen, die sich in ihrer Weiblichkeit wohl fühlen, strömen mit dem Herzen und können die Herzen der Männer, die dabei sind wach zu werden, wirklich erwecken.

Viele, die Lebenspläne machen mit magischem Aufwand, sind nicht angebunden an die Erde und ihren Puls. Es geht darüber, was sie denken. Dazu zähle ich auch viele Erfolgskonzepte, die einiges nicht beachten, was das fühlende Wesen in uns angeht. Wer sich selbst erfährt und nicht scheut auf gesundem Boden widerstandsvolle Erfahrungen zu machen, wird darin nicht wachsen können. Und das kommt, sobald man wirklich mit dem Herzen der Erde spürt und gleichsam mit der Liebe des Himmels. Denn ohne den Schmerz aus der Komfortzone entlassen und vom Schwert der Liebe gestreift zu sein – wissend, dass es kein strafendes Schwert gibt -, kann der Keim aus Licht nicht aufgehen, der im Herzen wohnt.

Der durch die Frau initiierte Krieger ist sich seiner eigenen Verantwortung im Leben als Mann bewusst und bereit darin natürlich zu reifen und sich immer bewusster zu werden, was diese Verantwortung für Lebensfrüchte trägt. Die Schöpfungskraft des Mannes wohnt im Becken, seine Aggression kann eine Kraft sein, die sich öffnet für das Leben und damit Lebendiges schenkt und behütet, seine Sexualität ist wild, rein, fühlig, zärtlich, in der Bewegung der Natur stattfindend, sanft und fließt wirklich von Herz zu Herz. Nur darum kann sie Hitze erzeugen und sie entsteht als Verbindung. Er gibt und erwartet nichts und ist sich der Tragweite seines Wirkens bewusst – denn er trägt sie bereits. So kann ein Mann seiner Welt begegnen und darin aufgehen. Es ist gut wenn Männer und Frauen zusammenhalten und sich aufrichtig helfen, es ist gut für die Männer in Männergruppen ihre eigenen Initiationen zu erfahren und für Frauen ist es – soweit gehört – ebenso wichtig.

Mögen Mann und Frau errettet werden, heilsam einander zugewandt in etwas Neues eingehend. Mögen wir liebevoll eingehen in etwas Neues, das keine Namen mehr braucht und dennoch sehende Kinder daraus entstehen, die auch ohne Namen erkennen, das es Kräfte gibt, die sich durch ihre Unterschiedlichkeit ergänzen und die Grenzen nur dann aufgehoben werden, wenn beide bereit sind in sich selbst als Ganzes einzugehen, in Achtung der Erde, auf der sie gehen, in Liebe zum Himmel, mit dem ihre Herzen gemeinsam schlagen. Daraus kann eine Zukunft der Würde und Achtsamkeit entstehen, die weder Namen noch Formen als Entwurf braucht, und alles in ihr bereits angelegt ist.

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Autor: Joel Gomezz, geb. 1987, ist in der Familien- u. Erziehungsberatung tätig. 


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„Jeder Mann birgt ebenso eine Frau in sich als auch einen Mann; und ebenso hat jede Frau einen Mann wie eine Frau in sich. Sie sind beides, beide sind beides. Genauso, wie es keine Elektrizität ohne die zwei Pole, den positiven und den negativen, geben kann, kann es auch kein Geschöpf ohne die zwei Pole geben: Mann und Frau, Yin und Yang, positiv und negativ, Shiva und Shakti – nennt es wie immer ihr wollt.“ 

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