Die Wirkung von Magic Mushrooms auf das Bewusstsein: Psilocybin in moderaten und hohen Dosen

Die Wirkung von Magic Mushrooms auf das Bewusstsein Psilocybin in moderaten und hohen DosenDie Wirkung von Magic Mushrooms, bzw. psilocybinhaltigen Pilzen, auf das menschliche Bewusstsein zeigt sich nicht nur visuell, z. B. in der Wahrnehmung von schöneren Farben und geometrischen Mustern. Was erlebt und wahrgenommen wird, ist u. a. sehr innerlich und geht über optische und sensorische Sensationen weit hinaus.
Nachfolgendes Porträt der Psilocybin-Erfahrung in moderaten und hohen Dosen gibt einen Einblick darüber, was innerhalb verschiedener Dosierungen passieren kann und beruht auf eigener Erfahrung sowie auf Erfahrungsberichten aus der psychonautischen Community. Da dieser Artikel Bezug zu dem Artikel Ersetzen fünf Gramm Magic Mushsrooms fünf Jahre Therapie? nimmt, empfiehlt es sich, diesen Artikel vorzuziehen.

Besondere Charakteristika von Psilocybin im Vergleich zu anderen Psychedelika

Pilze sind das älteste Entheogen der Menschen. Generell werden sie in ihrer Wirkung gerne als „kosmisch“ beschrieben (besonders in hohen Dosen). In niederen Dosen wirken sie „verspielt“ und kindlich, in höheren Dosen sind sie intensiv und fordernd. Grundsätzlich ist die Psilocybin-Erfahrung schwerer zu kontrollieren als z. B. die LSD-Erfahrung, und braucht daher, im Vergleich zu LSD, länger, um integriert zu werden. In sehr hohen Dosen wirkt Psilocybin wie DMT (N,N-Dimethyltryptamin).

Wirkung in der Anfangsphase

In der Anfangsphase, etwa 15 bis 45 Minuten nach dem Konsum, werden Farben als satter und heller erlebt. Die Gedanken werden schneller und tiefer, verschiedenste, ungewöhnliche und kreative Assoziationen können rasch und mühelos getroffen werden, wohingegen der Körper etwas schwerer wird. Gleichzeitig können Unruhe und Nervosität auftreten, die sich aber wieder legen, sowie auch eine kurze Übelkeit auftreten kann.

Die Wirkung von Psilocybin auf das Bewusstsein

Wie sich Pilze anfühlen, bzw. was genau passiert, hängt von der Dosierung ab. So stehen die Stufen des Erlebens in direktem Zusammenhang mit der Dosis. I. d. R. werden vier Dosismengen und Wirkgrade unterschieden, wobei es sich nachfolgend um getrocknete Pilze in Gramm-Angaben handelt:

1. Niedrige Dosis (0,5 bis 2 Gramm)
2. Moderate Dosis (2 bis 4 Gramm)
3. Hohe oder „heroische“ Dosis (4 bis 7 Gramm)
4. Enorme oder „monströse“ Dosis (7 bis 12 Gramm)

1. Niedrige Dosis (0,5 bis 2 Gramm)

Eine niedrige Dosis erhöht das Wohlgefühl, der Serotoninspiegel steigt an, der Mensch lächelt in die Welt hinaus. Mit dieser Dosis wird sozusagen ein Zeh in das Psilocybin-Meer getaucht, aber es wird nicht darin geschwommen und nicht geschnorchelt. Es gibt visuelle Phänomene. Dinge scheinen leicht zu atmen, wie im Wind zu schaukeln oder zu fließen. Die Welt ist von einem Firnis überzogen, der magisch ist oder funkelt … Nicht immer tauchen bei dieser Dosis optische oder akustische Phänomene auf, aber sie können auftauchen. Mit dieser Dosierung ist eine Teilnahme am „normalen“ Leben für die meisten Konsumenten noch möglich. Längere Waldspaziergänge bieten sich an, Natur wird als besonders schön wahrgenommen. Auch Musik kann intensiver genossen werden, da Klänge „weiter“ sind, bzw. mehr Tiefe bekommen.
Gedankenmuster werden fließend und komplex. Ungewöhnliche Einsichten können auftreten, da Psilocybin Gehirnbereiche, die ansonsten nicht miteinander kommunizieren, vernetzt. Es können auch sehr alte Erinnerungen bewusst werden, Kindheitserinnerungen oder auch Träume.
Für Anfänger ist diese Dosis ideal und empfehlenswert.

2. Moderate Dosis (2 bis 4 Gramm)

Mit dieser Dosis wird, um in obiger Analogie zu bleiben, im Psilocybin-Meer geschnorchelt. Wer will, kann jeder Zeit die faszinierende Unterwasserwelt beobachten oder den Kopf nach oben heben. Ein gewisses Maß an Kontrolle ist gegeben.
Dennoch ist die Art und Weise, wie die Realität und das eigene Ich wahrgenommen wird, verändert. Dies äußerst sich darin, dass Projektionen vom Unbewussten in der äußeren Realität direkt erkannt, erlebt und erfahren werden. Sowie Menschen verschiedene Dinge, Gesichter, Figuren etc. in Wolken erkennen können, wird nun die ganze Umwelt so erfahren: Alles macht Sinn, ist belebt und spricht zu einem auf nonverbaler Ebene. Je nach Bewusstheit kann also auch in Dialog mit den Projektionen getreten werden. Dieser Zustand kann traumähnlich oder klartraumähnlich sein.
Die Wahrnehmung ist geschärft, es fallen Dinge ins Auge, die einem vorher nie aufgefallen wären.
Informationen, Erinnerungen und Ideen beginnen viel schneller zu fließen. Sinnzusammenhänge werden auf höherer Ebene erkannt, des Gehirn ist hoch aktiv. Häufig fließen Tränen oder es kommt zu Lachanfällen, die heilend wirken. Auch das energetische Empfinden kann angeregt sein, der Prana-Energiestrom wird stärker. Leichte erotische Sensationen können auftreten, sowie große Verbundenheitsgefühle mit Dingen, Tieren, Menschen und der gesamten Welt. Das Liebesgefühl ist intensiviert und geht mit großem Wohlgefühl, bzw. mit Seligkeit einher.
Das Un- oder Überbewusste führt phasenweise Regie, was eine ganze Geschichte ergeben kann, die wie ein offenes Drama, das man in jeder Szene, durch jede Tür betreten kann, immer Sinn ergibt. Psilocybin wirkt in dieser Dosis auf sanfte Weise emotional heilend.
Visuell kann es wiederum zu wunderschönen Eindrücken kommen: Geometrische Muster werden wahrgenommen, intensivierte Farben etc. … Auch die „berühmten“ Äuglein, die auch auf LSD gesehen werden, können wahrgenommen werden.
Halluzinationen kommen dahingehend, dass Dinge (im Raum) gesehen werden, die es nicht gibt, i. d. R. nicht vor. Nur die Textur dessen, was gerade intensiv im Fokus ist, verändert sich. Grundsätzlich ist jede Psilocybin-Erfahrung ästhetisch, jedoch kann auch Hässlichkeit intensiver erlebt und gesehen werden: Ein sterbender Baum z. B., der im Herbst im Nebel steht, kann alle Assoziationen an Tod und Vergehen intensivst ins Bewusstsein heben, weswegen auf Set und Setting und eine positive Grundstimmung auch in dieser Dosis zu achten ist. (Fortgeschrittene können aber auch die Hässlichkeit annehmen/ansehen, es ergibt sich nicht notwendigerweise daraus sofort eine negative Erfahrung. Alles ist lehrend.)
Ego-Auflösung kann fallweise stattfinden. Zur Ego-Auflösung gibt es häufig viele Ängste, die jedoch m. E. alle unbegründet sind. Mehr dazu im Artikel Ego-Auflösung im Alltag. Sollte eine Ego-Auflösung stattfinden, führt dies i. d. R. jedoch zu existentiellen Fragen, bzw. wird die Art und Weise, wie Realität konsensuell gedeutet und erlebt wird, hinterfragt.
Das Zeiterleben kann stark verlangsamt sein, Minuten können sich wie Stunden anfühlen.
In niedrigen und moderaten Dosen sind Pilze generell freundlich, freudvoll und „verspielt“. Es kann eine bereichernde Erfahrung sein, den Zeh in das Wasser zu tippen oder (in sich selbst) herumzuschnorcheln.

3. Hohe oder „heroische“ Dosis (4 bis 7 Gramm)

Mit dieser Dosis findet ein tiefes Eintauchen in das Psilocybin-Meer statt. Es ist nicht mehr möglich, den Kopf herauszuheben oder an der Oberfläche zu schnorcheln.
Mit dieser Dosierung ist es schwer, „normal“ zu funktionieren. Obwohl das Gehirn gewissermaßen artistisch arbeitet und Gedanken bildet, die im normalen Bewusstseinszustand nicht möglich sind, sind einfache Handlungen wie aufzustehen, ein Fenster zu öffnen, in einen anderen Raum zu gehen, eine Musik-Playlist zu starten etc. eine große Herausforderung.
Aus diesem Grund sollte man sich mit dieser Dosis hinlegen, die Augen schließen und dem inneren Erleben höchste Priorität einräumen. Es empfiehlt sich, diese Dosis nicht tagsüber zu nehmen, sondern abends oder in der Nacht.
Der bekannte Ausspruch des Bewusstseinsforschers, Sprachwissenschaftlers und Ethnopharmakologen Terence McKenna (1946 – 2000) „You should do it alone, in silence and in darkness.“ gilt hier einmal mehr. – Tue es alleine, in Stille und in Dunkelheit.
Die inneren Bilder können sehr stark werden und sich u. a. in Fraktalen, geometrischen Mustern, antiken Symbolen usw. zeigen. Interessanterweise zeigen sich häufig Symbole aus alten Kulturen, u. a. von den Azteken, Kelten, Hindus, Indianern etc. …
Hohe Dosen von Psilocybin können eine transzendentale Erfahrung auslösen/bedingen, sowie die außerkörperliche Erfahrung.
Ebenso kann ein anhaltendes Zittern und Vibrieren im Körper auftreten, das zumeist in der Hüftregion beginnt und sich über den ganzen Körper ausbreitet. Häufig geht dies mit Atemstillstand oder beschleunigtem Atem (Hecheln) einher. Im Yoga wird dies, das Hecheln, als Feueratem beschrieben, wohingegen plötzlicher Atemstillstand als Kevala Kumbhaka beschrieben wird. D. h. diese Phänomene sind altbekannt.
Diese physischen Reaktionen sind kein Krankheitsgeschehen, sondern es sind (energetische) Heilungsreaktionen. Ähnliche Phänomene haben auch Moshe Feldenkrais und Wilhelm Reich erkannt und beschrieben. Auch hat Timothy Leary darüber im Buch „The psychedelic Experience“ berichtet.
Die Geschwindigkeit des universalen „Downloads“ ist erhöht: Informationen von „irgendwo“ können ungehindert fließen, es stellen sich intuitive Gewissheiten ein. Das Erinnerungsvermögen ist stark angeregt, es können sich auch Reinkarnationserinnerungen einstellen. Weiters ist es möglich, mit sich selbst oder Entitäten Zwiesprache auf nicht sprachlicher Ebene zu halten.
In dieser Dosis verlieren Pilze i. d. R. ihre Kindlichkeit. Der Pilz ist intensiver und daher schonungsloser. Aus diesem Grund sagte Terence McKenna: „It is very kind to beginners, but it is mercyless to veterans.“ – Es (der Pilz) ist sehr freundlich zu Anfängern, aber er ist gnadenlos zu Veteranen.
Tiefe, umfassende Heilungsreaktionen können stattfinden, die Psyche und Körper gleichermaßen betreffen. Auch Katharsis ist möglich. Daher weinen oder schreien viele Menschen in dieser Dosis, andere wiederum übergeben sich symbolisch …

4. Enorme oder „monströse“ Dosis (7 bis 12 Gramm)

Um obige Analogie einmal mehr zu bemühen: Mit dieser Dosis öffnet sich am tiefsten, dunkelsten Grund des Psilocybin-Meers ein Eingang, der zu einem Tunnel wird, durch den das Bewusstsein in eine andere Dimension befördert wird.
Fremdartiges wird erlebt/erkannt, extraterrestrische Wesen, neue Planetensysteme, ungewöhnliche Kulturen/Wesen …
Diese sehr hohe Dosis bringt kosmische, universale Bezüge und Gefühle mit sich. Nichts ist „klein“, alles ist umfassend und groß und komplex und alt, und so kann ein ganzes Universum im eigenen Körper gefühlt und erlebt werden, so wie Begriffe von „kosmischer Gott“ oder „kosmische Göttin“ plötzlich erfahrbar werden …
In dieser Dosierung wirkt Psilocybin aufgrund der chemischen Struktur wie DMT (N,N-Dimethyltryptamin). DMT wird im menschlichen Körper von der Zirbeldrüse produziert und u. a. im REM-Schlaf, sowie – aller Wahrscheinlichkeit nach – im Sterbeprozess vermehrt ausgeschüttet. DMT kann aber auch von außen zugeführt werden, z. B. über Ayahuasca. Es sind Ayahuasca-Erfahrungen mit der Wirkung von hohen Dosen Psilocybin gewissermaßen ident.
Gilt DMT gemeinhin als Königssubstanz unter den psychotropen Substanzen, erfahren Psychonauten, die mehr als 7 Gramm getrocknete Pilze konsumieren, dass hohe Psilocybin-Dosen wie eine ausgedehnte, bis zu acht Stunden dauernde, Ayahuasca-Erfahrung sein kann.
Daraus schließen viele, dass Pilze nicht von dieser Erde stammen können. Terence McKenna sagte hierzu (sinngemäß): „Im dunklen, kosmischen Meer schwimmen die Planeten wie Eizellen und werden durch Pilzsporen, die sich auf Meteoriten befinden, befruchtet.“ Daraus folgt, dass der Pilz älter und weiser ist, als unser Sonnensystem, älter als der Planet Erde, dass er Billionen von Jahren alt und gleichsam (befruchtender) Bewusstseinsträger ist …
In hohen Dosen Psilocybin ist das Gehirn, bzw. das Nervensystem, komplett von allen menschlichen Assoziationen befreit. Alles, was die eigene Identität, die aktuelle Inkarnation und den physischen Körper betrifft, ist fort. Die eigenen Hände werden z. B. als fremd empfunden, der Bioanzug als seltsam, der eigene Name als „Lüge“ usw. … So sind auch alle zivilisatorischen, kulturellen, gesellschaftlichen Übereinkünfte, alle menschlichen Konzepte, Ideen und Annahmen aufgehoben und gewissermaßen „unwahr“. Somit ergeben sich wiederum Fragestellungen über das Menschsein, über Sinn und Unsinn der menschlichen Existenz usw. …
Das eigene Selbst kann erkannt werden, die eigene Größe und das eigene Seelenalter können erkannt werden.
Umgangssprachlich werden psilocybinhaltige Pilze aufgrund ihrer bläulichen Farbe als „Schlümpfe“ bezeichnet. Dass sich ein Schlumpf im Intro der Kinderserie auf einen Pilz setzt und dass der Hexer Gargamel als „Schlumpfjäger“ immer wieder „Ich kriege euch alle, und wenn es das Letzte ist, das ich in meinem Leben tue!“ ruft, wird einerseits als „Jagd auf das Mysterium“ verstanden und andererseits als repressiver Einfluss der Regierungen auf Pilz-Konsumenten, die ihr Bewusstsein erweitern möchten.
Es könnte – und davon bin nicht nur ich überzeugt, sondern davon waren auch schon Terence McKenna und Timothy Leary überzeugt – keine einzige Regierung mehr Menschen in Systeme und Programme „zwingen“, die Pilze oder andere psychotrope Substanzen konsumieren, weil das Aufwachmoment zu groß ist: Ein Bankkaufmann, der sich als „kosmischen Gott“ erlebt hat und mit absoluter Gewissheit weiß, dass er größer und mehr ist als diese eine Inkarnation, die gerade in seinem Biocomputer (Gehirn) – um Dr. John C. Lilly die Ehre zu geben – präsent ist, wird sich nicht mehr ein- und vorspannen lassen und seine gesamte Lebensenergie dem Geld- und Steuersystem zur Verfügung stellen.
Der Biocomputer wiederum – Begriff siehe John C. Lilly: Programmierung und Metaprogrammierung des menschlichen Biocomputers“ – kann auf hohen Psilocybin-Dosen gänzlich umgeschrieben werden. Dies – und nun spreche ich aus eigener Erfahrung – verhält sich so, dass die „Nonsense-Programme“ der Gesellschaft, alles, was Eltern, Freunde, Lehrer im Laufe des Lebens auf die „Festplatte“ schreiben, in hohen Dosen gelöscht werden. Man kann auch sagen, schädliche Programme werden entfernt. So lag ich einmal etwa sechs Stunden lang zitternd, hechelnd und schwitzend auf dem Boden und konnte alles genau fühlen: Aha, jetzt wird die Volksschulzeit „entfernt“, die Lehrerin, die dieses und jenes gesagt und gemeint hat, und aha, jetzt wird die Hauptschul- und Gymnasialzeit entfernt und vieles mehr, was mir in meinem Leben sinnlosesterweise „aufgeprägt“ worden ist … Das alles tat übrigens weh. Wenn das Gehirn ein Haus ist, das voll mit Krempel und ungenutzten Möbeln ist, dann räumt der Pilz (in hohen Dosen) darin auf. Er trägt aber nicht jedes Ding einzeln sorgsam nach außen, sondern wirft alles beim Fenster raus und macht im Garten daraus ein Feuer …
Es war anstrengend, aber danach war das Wohlgefühl sehr groß und ich konnte es mehr als nachvollziehen, warum Timothy Leary und andere, die die psychedelische Bewegung geformt haben, häufig den „Fuck“ gezeigt haben. Sie zeigten der Gesellschaft den Fuck. Das ist nicht als Punk misszuverstehen, sondern es hat mit tief empfundener Gesellschaftsverachtung zu tun, die aus sich selbst heraus auf subjektiver Ebene entsteht und ohne Ideologie auskommt, wohingegen Punk z. B. ideologisch und in Teilen antisozial ist …
In hohen Dosen kann sich die Realität defragmentieren. Die Unterscheidung von innerer und äußerer Welt kann aufgehoben sein, das Bewusstsein kann in Makro- und Mikrouniversen eintauchen. Die inneren Bilder sind hell, geometrisch, lichtvoll, Figuren/Strukturen fließen in- und auseinander, Fraktale bilden Zeitalter ab und umgekehrt …
Es kann auch ein metaphysischer Tod empfunden werden. Psilocybin kann zwar niemanden töten, aber Psilocybin kann Konsumenten davon überzeugen, dass sie gerade sterben. Hier hilft das Wissen, dass Psilocybin in keinster Weise den Körper schädigen kann. Es ist unmöglich, mit Psilocybin jemanden zu töten, es gibt weder eine toxische noch eine Abhängigkeit erzeugende Wirkung.
Natürlich findet in höheren Dosen noch mehr Heilung und noch mehr Katharsis statt. Für die menschliche Existenz ist dies wohl der größte Benefit aus der Psilocybin-Erfahrung. Der Informations-Input aus dem Universum, die nicht zu dekodierende Sprache von Entitäten, der Zugang zur Akasha-Chronik usw., all das ist vergleichsverweise nebensächlich, weil niemand in seiner menschlichen Form davon profitiert, wenn er ein gewisses Wissen aus der Akasha-Chronik erhält …
Ich selbst war im veränderten Bewusstseinszustand einmal davon überzeugt, dass Mudras (energielenkende Handsiegel), die schnell hintereinander aufgeführt werden, einen magischen Text produzieren, der erst auf der siebten Ebene (Dimension) ausgelesen werden kann oder sogar einen Realitätssprung bewirkt … Carlos Castanedas Tensegrity-Übungen haben einen ähnlichen Charakter. Auf einer anderen Ebene machen sie Sinn, und zwar auf völlig andere Weise als hier.
Ob dies wahr ist oder nicht, sei dahingestellt. Aus utilitaristischer Sicht ist all das zu vernachlässigen. Wenn Informationen von „irgendwo“ einfließen, ist es auch im veränderten Bewusstseinszustand so, als stellte man einem Hund höhere Mathematik vor. Er wird sie vielleicht verbellen oder bestaunen, aber begreifen kann er sie nicht wirklich und für sein Leben als Hund sind sie nicht wichtig.
Grundsätzlich findet jede Pilzerfahrung weniger kognitiv/logisch, sondern energetisch und unbewusst statt. Etwas passiert, das Bewusstsein kriegt gerade noch einige Eindrücke eines Wies und Warums zu fassen, aber das Grundgefühl, dass alles, was passiert, gut ist, ist vorherrschend.

Gesetzeslage, Gesundheit und Empfehlungen

Unabhängig von der Dosis kommt die Wirkintensität auch darüber zustande, wie sensibel eine Person auf Psilocybin reagiert, was vorher gegessen wurde, wie viel Psilocybin in der Pilzmenge (je nach Gattung und Wachstumsort) vorhanden ist etc. … Es ist obige Einteilung daher eine Skala von fließenden Übergängen und keine starre/fixe Einteilung.
Anzuraten ist die hohe oder „monströse“ Dosis m. E. nicht jedem. Zwar schädigen psilcoybinhaltige Pilze in keinster Weise den Körper, noch erzeugen sie eine Abhängigkeit, doch können sie gewisse psychische Dispositionen verstärken. M. E. sollte diese Dosis nur couragierten und erfahrenen Psychonauten vorbehalten sein. (Ich persönlich kann nur den Kopf schütteln, wenn junge Menschen aus Unwissenheit mit dieser Dosis starten und ihre sensationellen oder horrenden Berichte ins Netz stellen. Es ist der Pilz zwar keine Partydroge, noch ist er „modern“ oder findet eine breite Kosumentenbasis, aber immer wieder verläuft er sich in falsche Hände …)
Zur Gesetzeslage: In vielen Ländern ist der Erwerb und Konsum von psilocybinhaltigen Pilzen verboten, wobei sie meines Wissens nach entweder in das BMG (Betäubungsmittelgesetz) oder SMG (Suchtmittelgesetz) fallen. Inwiefern der Pilz (im Vergleich zu Alkohol) betäubt, ist fraglich, doch dass der Pilz keine Sucht erzeugt, ist erwiesen.
Ich persönlich wäre für eine Entkriminalisierung des Pilzes. Anders, als Alkohol, richtet er weltweit nicht Menschen zugrunde und erzeugt keine Abhängigkeit, keine Leber- oder Gehirnschäden, wie dies von Alkohol bekannt ist. I. d. R. macht der Pilz auch nicht aggressiv, sondern liebevoll und weich.
In manchen Ländern findet jedoch ein Umdenken statt: „In der US-amerikanischen Großstadt Denver wurde im Mai 2019 bei einer Volksabstimmung für die Entkriminalisierung von psilocybinhaltigen Pilzen gestimmt. Im Juni 2019 hat Oakland als zweite und im Januar 2020 Santa Cruz als dritte US-amerikanische Stadt psilocybinhaltige Pilze entkriminalisiert.“ – Zitat Quelle: Wikipedia: Psilocybin: Rechtslage.
Wer also auf korrekte Weise Pilze konsumieren möchte, kann dies z. B. in einem Land tun, in dem es erlaubt ist.
Es gibt zum sicheren Konsum von Magic Mushrooms viele Empfehlungen, die ich hier vernachlässige, da sie von jedem zu jeder Zeit im Netz nachgelesen werden können.

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Die inspirierendsten Zitate von Terence McKenna

Empfehlenswerte Bücher:

Dr. John C. Lilly: Programmierung und Metaprogrammierung des menschlichen Biocomputers – Buchlink
Michael Pollan: Verändere dein Bewusstsein: Was uns die neue Psychedelik-Forschung über Sucht, Depression, Todesfurcht und Transzendenz lehrt – Buchlink
William A. Richards: Heilige Erkenntnis: Der psychedelische Weg zu Offenbarung und Heilung – Buchlink

   

Weiterführende Informationen im Netz

Youtube-Dokumentation: A New Understanding: The Science of Psilocybin (2019) – Videolink

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4 Gedanken zu „Die Wirkung von Magic Mushrooms auf das Bewusstsein: Psilocybin in moderaten und hohen Dosen“

  1. Liebe Tanja,
    mit großem Vergnügen und voller Neugier lese ich wissbegierig seit einigen Monaten deinen Blog! Habe ihn auch bereits an einige Mitmenschen verteilt, deine Informationen und die dazugehörige Schreibweise sind unfassbar wertvoll und inspirierend. Der Pilz ist wahrlich ein Wunder der Natur, und wächst meines Erachtens nach, um uns wieder mit der ,,Urquelle“ zu verbinden. Was ich aus meinem Pilztrip (trotz sehr geringer Menge doch unfassbar intensiv) gelernt habe: egal wie sehr einige Mächte versuchen die Menschen von dieser ,,Urquelle“ zu lösen, wird es ihnen doch nie gelingen. Die Liebe, Vollkommenheit und das pure Sein ist immer vorhanden, und alles im Leben führt dort hin. Die Erkenntnis in dieser doch sehr turbulenten, wenn auch transformativen Zeit, hat in mir eine Ruhe und tiefe Zuversicht ausgelöst – ein tiefgehendes Geschenk.
    Danke dir für all deine Mühen!

    1. Hallo Franziska,

      lieben Dank für deinen Kommentar. 🙂

      Ich freue mich sehr, dass dich die Inhalte des Blogs erreichen und noch mehr freue ich mich über die positive Rückmeldung. Das gibt mir Kraft! 🙂

      Ja, der Pilz ist wirklich Evolutionstreiber und Bewusstseinsbringer. Wenn die ganze Menschheit den Pilz für sich entdecken würde, wäre es wohl so, als würde man ein zweites Mal in der Weltgeschichte das Feuer entdecken, jedoch ein Feuer des Bewusstseins.

      Lieber Gruß,

      Tanja

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