Gesellschaft: 10 konkrete Handlungen gegen das System und für dich selbst

doom 2372308 640 150x150 - Gesellschaft: 10 konkrete Handlungen gegen das System und für dich selbstViele stehen nicht mehr nur resigniert vor dem etablierten System und den globalen Entwicklungen wie Lobbyismus und Umweltzerstörung, sondern ebenso resigniert vor ihrem eigenen Leben, das überfrachtet ist mit Existenzangst, Krankheit und Sorge. Der Pulitzer-Preisträger, Chris Hedges, brachte es auf den Punkt:

„Wir leben in einer Welt, in der die Mediziner die Gesundheit zerstören, die Juristen die Gerechtigkeit, die Universitäten das Wissen, die Regierungen die Freiheit, die Presse die Information, die Religion die Moral, die Banken die Wirtschaft und die Wirtschaft die Umwelt.“

In dieser Welt gibt es einen spürbaren Sog nach unten, einen Teufelskreislauf, der die einen dämonisiert und die anderen entrechtet. Solange der Arbeitsplatz noch nicht gefährdet ist, die Kinder noch fröhlich toben und man der Katze noch gesundes Futter kaufen kann, wird man die globale Entwicklung als übliche Abstraktion empfinden, die da wie Aids ist, das stets die anderen haben. Doch immer mehr Menschen werden auf höchst privater und intimer Ebene betroffen. Jeden Tag. Viele Krankheiten entstehen durch die verminderte Qualität unserer Nahrungsmittel, Existenzangst entsteht durch fehlende staatliche Absicherung, Sorgen entstehen mit der Frage, wohin das führen soll und was die Zukunft bringt …
Diese Entwicklungen sind nun nicht Schicksal, das sich gelegentlich einen unter vielen aussucht. Daher sind beliebte Ratgeber wie „Zeitmanagement“, „Positives Denken“, „Stressmanagement“, sowie sämtliche Sinnsprüche m. E. nach nur mehr noch Symptombekämpfung, die wie die Schulmedizin auf die Ursache, die hier in der Weltpolitik begründet ist, nicht zugreift. Was also entsteht, ist ein zunehmendes Gefühl, dass nichts hilft, dass es nichts mehr zu erringen gibt und dass nichts mehr einen Sinn ergibt.
Doch immer mehr Menschen wachen auf. Und je tiefer sie blicken, in die Hinterzimmer der Politik, der Wirtschaft und der Medien, umso größer sind Schock und Ohnmacht. Was geschieht da? Wollen wir das? Nein. Doch nur, weil wir uns bei der nächsten Wahl kategorisch und empört der Stimme enthalten, verändert sich nichts. Die Resignation könnte nicht größer sein.

Das Unbehagen des einzelnen ist das Unbehagen vieler

Doch wir dürfen niemals vergessen, dass die private Betroffenheit viel allgemeiner ist, als wir denken. Die Sorgen des einzelnen spiegeln die Sorgen der Gesellschaft. Der einzelne fährt mit dem Auto zur Arbeit oder sitzt in der U-Bahn und spürt eines Tages ein Unbehagen, eine diffuse Angst vor Vereinsamung vielleicht, vor Krebs oder Altersarmut. Zu einem anderen Zeitpunkt mag er konkret Angst haben vor Umweltkatastrophen, Krieg und Inflation. Doch völlig egal, was er wie und wann empfindet, es gibt Abertausende, die sich genauso fühlen. Sich das bewusst zu machen, dass das Unbehagen des einzelnen das Unbehagen von Millionen ist, ist nicht nur das Antidot zur Resignation, sondern das Feuer für den Wandel.
Vielleicht ist es im ersten Moment nicht zu erkennen, dass sich die tratschende Nachbarin auch schon länger„unbehaglich“ fühlt, sowie der Polizist, der Chef, die Kinder und der Partner. Aber irgendwann zeigt es sich: Die Nachbarin sagt plötzlich etwas unerwartet Sinnvolles, weil sie das Vertrauen in die Politik verloren hat und um ihr Erspartes fürchtet, der Polizist lässt einen Parksünder ungestraft, weil es ihm angesichts der Weltprobleme plötzlich lächerlich erscheint, einen Falschparker zu bestrafen, und der cholerische Chef, dessen Anfälle zum Tagesgeschäft gehören, geht plötzlich vor der Belegschaft in die Knie und verkündet, dass er nicht mehr könne; die sonst so unbeschwerten Kinder fragen plötzlich, ob es denn in Zukunft noch grün sein wird, und der Partner, der immer so verantwortungsvoll war, kommt eines morgens nicht mehr aus dem Bett, weil ihm die Alltagslast zu schwer geworden ist.
Die Privatangst ist kollektiv geworden. Sie mag (nur noch) nicht direkt artikuliert, benannt und besprochen sein, nichtsdestotrotz ist sie da. Das dürfen wir nicht vergessen.
Und für all jene habe ich diesen Artikel verfasst.

10 konkrete Handlungen gegen das System und für dich selbst

Für alle, die dem Negativsog etwas entgegensetzen wollen, habe ich folgendes 10-Punkte-Programm erstellt. Jeder einzelne Punkt könnte Bände füllen, doch ich habe die Essenz herausgearbeitet und unter jeden Punkt hilfreiche Infos oder Buchempfehlungen gesetzt, um noch mehr Nutzen zu erzeugen. Es geht darum, die negativen Entwicklungen zu stoppen, den Sog nach unten aufzuhalten und aktiv einzuschreiten. Wer diese zehn Punkte in seinem Leben umsetzt, tut nicht nur der Gesellschaft und der Umwelt etwas Gutes, sondern auch sich selbst.

 1. Keine Macht dem Materialismus! – Leben anstatt Güter

Konsumgüter schaffen Verbindlichkeiten. Ein Auto, ein Haus, ein Urlaubshaus, ein Motorrad, ein Zweitwagen, die neueste Technik … Wer seinen Lebensstil mit Überstunden bezahlt, bezahlt zuviel. Zudem müssen Güter beschützt und gepflegt werden. All das kostet Zeit und Geld. Am besten wird „unliebsame“ Arbeit nur soweit eingesetzt, um Sicherheit zu schaffen. Sobald das erreicht ist, heißt es nicht „noch mehr Güter“, sondern mehr Freizeit durch Stundenabbau, was wiederum zu mehr Lebensfreude führt und die Basis zur „Selbstverwirklichung“ stellt. Egal, wozu man sich berufen fühlt, sobald eine materielle Grundsicherung da ist, sollte man keine Sekunde länger warten. Letztendlich besteht der wahre Luxus nicht darin, viel zu haben, sondern darin, nichts zu brauchen. Wichtig ist darüber hinaus nicht das, was man hat, sondern das, was man tut.
Konkrete Handlung: Nichts kaufen, was repariert werden könnte; Flohmärkte besuchen; sich keine sinnlosen Bedürfnisse von der Werbung einreden lassen, sich jeder Werbung bewusst entziehen, am Briefkasten einen Aufkleber mit „Keine Werbung“ anbringen …

Bücher:

2. Keine Macht den Banken! – Bargeld anstatt Plastikgeld

Es gibt die Bestrebung, den Bargeldfluss einzudämmen. Wenn nur noch Buchgeld besteht, imaginäres „Plastik-Geld“, das zahlenmäßig von einem Konto auf ein anders gebucht wird, bedeutet das einen Kontrollverlust des Individuums, was wiederum ein Vorteil der Finanzelite ist.
Daher ist es sinnvoll, sooft wie möglich bar zu zahlen, bzw. den Banken das Geld zu entziehen. Wer dies tut, entzieht ihnen auch die Möglichkeit, damit zu arbeiten, weiters die Möglichkeit, das Geld für unethische Projekte zu verwenden.
Wer sein Geld also nicht veranlagt hat, kann sich das Geld bar beheben. Er kann sich einen Tresor kaufen oder eine Handkasse zulegen und sein Geld dort aufbewahren. Am besten lässt er seine Bankomat- und Kreditkarte so unberührt wie möglich.
Darüber hinaus gibt es sogenannte „grüne Banken“, die Geld für ethische Projekte verwenden. Es empfiehlt sich, sein Geld nur jenen Banken zu „leihen“, die damit Sinnvolles tun.

Österreich: Alternativbanken – grünes Geld.at
Deutschland: Ethikbanken – faires Geld

Bücher:

Film: Goldman Sachs, eine Bank lenkt die Welt

3. Keine Macht den Konzernen! – Sauberkeit anstatt Chemie

Walmart, Procter & Gamble, Royal Dutch Shell, Nestlé usw. … Was nicht in der Politik entschieden wird, wird an den Kassen entschieden. Daher schwächt alles das System, was „bio“, „regional“ und „saisonal“ ist. Von der Ökobilanz der Avocado brauche ich nicht mehr zu berichten. (1.000 Liter für zweieinhalb Avocados, Quelle: Zeit Online.) Die Vorteile des vegetarischen und veganen Lebensstils sind ebenfalls hinreichend belegt. Nicht nur wird Tierleid vermieden und die Umwelt geschützt, sondern die Gesundheit gesteigert, sowie die Spiritualität.
Konkrete Handlung: Ethisch einkaufen.

Bücher:

Film: Hope for all – Unsere Nahrung, unsere Hoffnung

4. Keine Macht der Pharmaindustrie! – Gesundheit anstatt Symptombekämpfung

Alternative Heilmethoden, Naturheilpraktiker, TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) und TEM (Traditionelle Europäische Medizin) sind der Schulmedizin insofern vorzuziehen, solange keine akute, lebensbedrohliche Situation/Krankheit besteht. Nicht alle Schulmediziner gehorchen der Pharmaindustrie. Die meisten jedoch schon. Am besten baut man zu seinem Hausarzt ein gutes Verhältnis auf und konsultiert nebenbei noch einen Naturheilpraktiker. Wer auf seinen eigenen Körper hört, sich von der Schulmedizin und der dahinter stehenden Pharmalobby nicht unter Druck setzen lässt und die Natur der Chemie vorzieht, entzieht der Pharmaindustrie tatsächlich Macht. Weniger Medikamente bedeutet saubereres Grundwasser, weniger Tierversuche, weniger Leid. Ich persönlich nehme keine Medikamente mehr ein, noch nicht einmal Aspirin, nicht, solange es ein Kraut gegen eine Krankheit gibt, denn jedes Medikament hat Nebenwirkungen. Obwohl mit der Impfpflicht eine neue „Zwangsjacke“ geschaffen wird, kann uns noch niemand zwingen, Medikamente einnehmen zu müssen.
Konkrete Handlung: Medikamente soweit als möglich ausklammern und durch Naturheilverfahren ersetzen, es sei denn, es besteht akuter Handlungsbedarf.

Bücher:

5. Keine Macht den Medien! – Alternative Medien anstatt Großpresse

Am besten betrachtet man seinen Fernseher als „Relais“ zwischen der Außenwelt und seinem Gehirn. Wer sich also weder einlullen, bespaßen oder manipulieren lassen will, legt den Schalter von jetzt an nicht mehr um und öffnet dem „Dämon“ Tür und Tor. Nichts gegen einen guten Film, doch alles gegen Desinformation. Daher es ist wichtig, sich bei alternativen Medien zu informieren. Hierzu ein Hinweis: Nicht alles, was sich im Internet als „alternatives Medium“ bezeichnet, ist auch wirklich eine Alternative. Ein bestimmtes „alternatives Blatt“ verbreitet unterschwellig rechtes Gedankengut, ein anderes „alternatives Blatt“ widmet sich unterschwellig der Ankunft von Außerirdischen … Daher ist es ratsam, sich bei freien Journalisten und Autoren zu informieren, die dem Knebeljournalismus der Großpresse adieu gesagt haben. Hierzu fällt mir der „Rubikon“ ein, „Das Magazin für die kritische Masse“. Weitere prominente Leitfiguren, die sicherlich aus der „Niederaufklärung“ unsere Zeit herausführen, sind „Richard David Precht“, „Harald Lesch“, „Jean Ziegler“. Hier ließe sich die Liste noch erweitern, doch dies nur als „Erstversorgung“. Der österreichische Kanal „Gruppe 42“, der über Youtube sendet, ist hier ebenfalls zu nennen.
Wer Facebook nicht nur zur Unterhaltung nutzt, kann auch mal Peta abonnieren, systemkritische Seiten und Seiten, die sich mit Grenzwissenschaften beschäftigen. Peta ist ein starker Augenöffner, was Tierleid anbelangt. Peta ist sinnvoll, setzt jedoch sehr auf Schockbilder und Veganismus, dass ich persönlich – obwohl Veganerin – mich von Peta distanzierte, weil es mir zu unergiebig ist, alles und jeden auf „go vegan“ einzuschwören. Das ist ein Schritt von vielen. Doch nicht der einzige. Der österreichische VGT, „Verein gegen Tierfabriken“, will das Tierleid natürlich auch auf allen Ebenen lösen, plädiert daher ebenfalls für den Veganismus, zeigt darüber hinaus m. E. jedoch ein viel differenziertes Bild, nämlich nicht nur den „bösen“ Endverbraucher, der falsch einkauft oder „immer noch“ Fleisch ist, sondern strukturelle Blockaden wie Justiz und Behörden, und welche Schwierigkeiten es hier zu überwinden gibt. Ich halte den VGT daher für „weiser“.
Weiters gibt es im Grunde zu jedem Thema, das einen interessiert, einen Blogger. Da ein Blogger in der Regel, solange er nicht kommerziell ist und Werbung für bestimmte Produkte macht, unabhängig ist, und er sämtliche Informationen prüfen muss, bevor er sie verbreitet, kann man einem Blogger auch Vertrauen schenken. Themen hierzu: Gesundheit, Gesellschaft, Fitness, Finanzen, Internet, Esoterik, Spiritualität. Natürlich möchte ich, was Spiritualität anbelangt, gerne auch auf mich verweisen.
Konkrete Handlung: Fernseher ausschalten, alternative Medien, Seiten und Leitfiguren abonnieren.

Buch: „Lückenpresse“: Das Ende das Journalismus?

6. Keine Macht den Krankmachern! – Langlebigkeit anstatt Krebs und Herzinfarkt

Hier im Schnelldurchlauf, was uns wirklich krankmacht: Fluorid, Aspartam, W-LAN, Aluminium, Milch, Weizen, konventioneller Landbau, Mastfleisch, Zucker, negative Gedanken/Sorgen, Histamine, Mikrowelle, Weichmacher in Plastik, Bewegungsmangel, Übersäuerung.
Natürlich ist es für unsere Gesellschaft sinnvoll, wenn wir bitteschön soviel Anstand haben und mindestens ein Jahr vor Pensionsantritt an einem Herzinfarkt sterben oder zumindest an Krebs, sodass wir den Staat nicht weiter belasten und mit Chemotherapie nochmals Geld gemacht werden kann. Der gesunde, alte, vitale Mensch, der noch mit 90 Jahren ein Strahlen in den Augen hat, darf doch gar nicht sein! Dabei ist es keine Utopie.
Gesundheit und Langlebigkeit ist unser Recht, das uns immer wieder abgesprochen wird.
Konkrete Handlung: Prophylaxe: Oben genannte Krankmacher aus dem täglichen Leben ausklammern, statt dessen: Gesunde Ernährung, mindestes drei mal wöchentlich Sport, positive Einstellung und Humor. Für das seelische Wohlbefinden würde ich hier auch noch eine spirituelle Praxis hinzufügen, wie Meditation. Aber das ist jedem selbst überlassen.
Prophylaxe ist wichtig. Schlimmstenfalls wird jemand alt – aber im Altersheim. Mehr möchte ich dazu nicht sagen.

Bücher:

7. Keine Macht den Gurus! – Erleuchtung anstatt Geschwafel

Berater, Coaches, Trainer … So zahlreich wie das Sand am Meer. Nicht alle sind schlecht, aber Obacht ist geboten. Hier im Schnelldurchlauf jene spirituellen Lehrer, die es irgendwann alle gut gemeint haben wollten:

  1. Philosoph Osho – Abgleiten der Gemeinschaft in die Kriminalität (Quelle: Wikipedia)
  2. Swami Nithyananda – Angeklagt wegen Vergewaltigung (Quelle: Jaisiyaram)
  3. James Arthur Ray – 3 Tote, die sich wegen ihm zu Tode schwitzten (Quelle: Wikipedia)
  4. Jürgen Höller – verurteilt wegen Untreue bis zu 3 Jahren Haft (Quelle: Wikipedia)
  5. Jasmuheen aka Ellen Greve – mitverantwortlich am Tod von 3 Menschen, die den von ihr propagierten „Lichtnahrungsprozess“ nicht überlebten. (Quelle: Wikipedia)
  6. Laut Psiram.com ist auch Dieter Broers kein Doktor der Physik, sondern ein „Hochstapler“, der Esoterik mit Physik vermengt, sich darüber hinaus Scheintitel gekauft hat. Ich persönlich bin geneigt, das zu glauben, weil ich einmal einen Vortrag von ihm gehört habe, der für mich in beiden Feldern, der Physik und der Esoterik, unausgereift war. Sein Vortrag hat mich mitnichten überzeugt. Doch das ist meine persönliche Meinung. Psiram als Quelle darf natürlich hinterfragt werden.

Zu diesen „Zampanos“ der Szene vier simple Weisheiten:

  1. Nicht jeder, der gut reden kann, ist eine reife Persönlichkeit.
  2. Nicht jeder, der Charisma hat, ist ein weiser Mensch.
  3. Nicht jeder, der von sich überzeugt ist, ist deshalb „gut“.
  4. Nicht jeder, der ein Buch schreibt und eine Lehre transportiert, hat auch etwas zu sagen.

Wer einen „Guru“ in seiner unmittelbaren Umgebung sucht, der spreche den leisesten, ruhigsten und introvertiertesten Menschen darauf an, was er sich zum spirituellen Verfall denkt, zur Religion, zum Sinn des Lebens … Der Introvertierte muss übrigens gebeten und eingeladen werden. Mehr als einmal. Aber wenn er spricht, dann höre man und staune …
Ansonsten meine Empfehlung: Erleuchtung kann einem niemand abnehmen. Sie geschieht bei vielen einfach so, ganz leise, ohne Lehrer, ohne Guru. Sowie sich jemand einreiht in die Gruppe eines „Gurus“, könnte er von der Erleuchtung nicht weiter entfernt sein. Das gilt im Westen, im Osten (Indien) sieht es anders aus, doch das spränge jetzt den Rahmen dieses Artikels. Für uns Europärer will ich meinen, dass man Tipps und Rat von einem erfahrenen Lehrer annehmen kann, aber dann wende man sich auch wieder ab, seinem eigenen Leben zu, und lerne an dem, was das eigene Leben für einen bereithält. Das sind Lektionen, das sind Prüfungen, und die sind für jeden lehrreich genug. Wir brauchen keinen Guru wie Osho, James Arthur Ray, Nithyananda u. Co. Wir brauchen nur eine klare Sicht auf unser Leben und das unbedingte Wissen, dass wir alle aus der derselben Quelle stammen und irgendwann in sie zurückkehren werden.

Bücher:

8. Keine Macht dem „Religionsbrauchtum“! – Wahrheit anstatt Hohlheit

Wer eine Hostie im Mund hat, isst etwas, und wer das „Geheimnis des Glaubens“ spricht und auf die Knie rückt, macht eine Turnübung.
Carl Gustav Jung sagte: „Wer nach außen sieht, träumt. Wer nach innen sieht, erwacht.“ Das ist wörtlicher zu verstehen, als man gemeinhin annimmt.
Terence McKenna, der bekannte Bewusstseinsforscher, sagte: „Es ist nicht schwer, die Wahrheit zu finden. Viel schwerer ist es, sich ihr zu stellen.“ Auch das ist wörtlicher zu verstehen, als man gemeinhin annimmt.
Die psychedelische Erfahrung wird gesellschaftlich in Grund und Boden degradiert, dabei ist sie – ja was ? – doch nur bewusstseinserweiternd. Genau. Und darum geht es. Wir sollen eine Hostie essen und meinen, es wäre der Leib Christi, wir sollen auf die Knie rücken, Worte sprechen, und meinen, es hätte eine Bedeutung. Dabei wird uns unser wahres Potential enthalten. Das und die Wahrheit. Aus diesem Grund sind sämtliche Substanzen, die das Bewusstsein erweitern, gesellschaftlich geächtet. Dabei führt LSD weder zu einer körperlichen noch zu einer psychischen Abhängigkeit, womit die Substanz weit unter Alkohol rangieren müsste und das Wort „Droge“ hier wiederum nicht gilt. (Quelle: Thema Drogen.) Wir jedoch denken bei LSD an Goapartys, an bunte Menschen, die stammelnd durch die Gegend laufen und auf einen imaginären Punkt in der Landschaft starren … Leute, die Pilze nehmen, sind verlottert, Ayahuasca sorgt sowieso nur für Brechdurchfall, spirituell und physisch, und DMT ist das neue/alte Steckenpferd der Spirituellen, ein Mythos, der ganz sicher nicht mit Remote Viewing in Verbindung steht.
Dabei unterstützten in den 1970er Jahren die Nasa, das Militär, die Marine und die CIA höchstselbst ein Remote-Viewing-Projekt. Eine Satire hierzu ist der Film „Männer, die auf Ziegen starren“, in welcher das Militär seine Soldaten in PSI-Kräften schult … Es hat also eine konkrete, reale Bewandtnis mit unserer „Innerlichkeit“, die alles andere als nur symbolisch der New-Age-Literatur zuzurechnen ist. Unsere „Innerlichkeit“ soll nicht erkannt und entdeckt werden. Geschähe das, wären wir eine entfesselte Masse, so stark, dass sämtliche Religionen und Philosophien von jetzt auf gleich obsolet wären, weil anstelle des Glaubens nun die persönliche Erfahrung, das Wissen, tritt. Und wenn der Vatikan plötzlich überflüssig wäre …? – Es wäre die zweite und letzte Entmachtung seit der Säkularisierung. Doch die persönliche Erfahrung, das eigene Wissen, ist m. E. nach wahre „Religion“, im Sinne von „re-ligio“, was „Wiederanbindung“ bedeutet. Banaler gesagt: Der Stecker muss wieder in die Dose.
Doch was LSD und Ayahuasca kann, kann ebenso Meditation. Daher starte ich keinen Drogenaufruf. Wer den Stecker wieder in die Dose steckt, kann es tatsächlich des Spaßes halber tun. Das funktioniert genauso wie ehrfürchtiges Ausprobieren. Doch wer es ernst meint und aus dem Samsara – um nicht Tam-Tam zu sagen – ausbrechen will, muss nach innen gehen wie ein Pionier. Am besten lässt er sich energetisch öffnen, betreibt Meditation – und staune, was dieser Weg für ihn bereit hält. Sobald ein DMT-Erlebnis da ist, heißt es weiter gehen, nach innen und außen, wo man unerschrocken die neuen Kontinente betritt und sich weder fürchten noch wundern darf, wenn einem anstatt Indianer und andere Eingeborene, weiß leuchtende Außerirdische begegnen, Entitäten oder gewaltigere Kreaturen, die das etablierte Welt- und Denkmodell in weniger als einer Zehntelsekunde umstürzen. Mckenna sagte es: „Es ist nicht schwer, die Wahrheit zu finden. Schwer ist es, sich ihr zu stellen.“
Wer sich daher in dieses Feld bewegt, ist wie ein domestizierter Löwe, der sich selbst in seine wahre Natur „auswildert“, die Steppe, den Dschungel, sein wahreres Zuhause … Wir alle sind domestizierte Großkatzen. Und wer sich ernsthaft fragt, wozu er hier ist und was das alles soll, der hört da nicht bloß den Ruf seiner Seele, sondern den Ruf seiner Wildnis.
Konkrete Handlung: Meditation, Öffnung der energetischen Kanäle, Reinigung der Epiphyse.

Bücher:

Energetik:

Bewusstsein:

Film: Männer, die auf Ziegen starren

Artikel: Remote Viewing: Die PSI-Agenten des CIA

9. Keine Macht der Konvention! – Individualität anstatt Normativität

Konvention ist das „was alle tun“, ist das „was normal ist“, „was immer schon so war“ und nicht weiter hinterfragt wird. Dabei ist genau dies, die Konvention, das Korsett, das ziemlich eng geschnürt ist, so eng, dass viele kaum mehr atmen können.
Bis zu einem gewissen Grad ist Anpassung unabdingbar. Ich bin sehr für Höflichkeit und Freundlichkeit, für gute Erziehung, ja, sogar für Knigge, Benimm- und Tanzschule. Man mag mich altmodisch nennen, aber ich stehe dazu. Der klassische Gentleman ist favorisiert. Eine Gesellschaft, in welcher ein respektvoller Umgang herrscht, ist erstrebenswerter als ein chaotisches Durcheinander, in dem der „gewinnt“, der entweder am lautesten schreit oder mit rotierenden Fäusten durch die Gegend läuft.
Demgegenüber aber steht die Überanpassung, eine Art devote Freundlichkeit, die sich mit allem abfindet. Diese ist (noch) lose verknüpft mit „preußischem Gehorsam“ und „Untertanenmentalität“.
Doch niemand ist irgendjemandes Untertan, niemand ist das Maß eines anderen und niemand muss die Konvention der Gesellschaft bis zur völligen Selbstverneinung erfüllen.
Hierbei gilt es nicht sein „Ego“ zu behaupten, sondern seine Individualität. Der antike Spruch am Tempel des Apoll in Delphi bringt es auf den Punkt: „Erkenne dich selbst.“ – Werde, der du bist.
Alles, was die Individualität eines Menschen einschränkt, schränkt auch seinen Entfaltungsraum ein. Dabei ist jeder dort am sinnvollsten für sich selbst und für andere, wenn er „der ist, der er ist“ und sich in seinem Sosein ausdrücken kann. (Dies versteht sich jedoch immer nach dem Prinzip des Nicht-schaden-wollens.)
Dass viele nicht wissen, wer sie sind, ist das nächste Problem. Denkanregung: Wer profitiert von diesem Umstand am meisten? Wie lenkbar ist jemand, der sich nicht kennt?
Es ist daher meiner Meinung nach a) notwendig, dass die Menschen zu sich selbst finden, und b) notwendig, dass wir wieder lernen, uns zu empören. Bei den Ämtern, Schulen, Firmen und öffentlichen Einrichtungen. Überall dort, wo Restriktionen keine Luft mehr zum atmen lassen. Die unmittelbare Bauchreaktion rüttelt dabei am meisten auf.

Bücher:

10. Keine Macht den „Volksvertretern“ – Unzufriedenheit durch „richtiges“ Wählen ausdrücken

„Diejenigen, die zu klug sind, um sich in der Politik zu engagieren, werden dadurch bestraft werden, dass sie von Leuten regiert werden, die dümmer sind als sie selbst.“ (Platon 427-347 v. Chr.)

Wie wählt man richtig? Es erstaunt mich immer wieder, wenn Menschen denken, sich bewusst ihrer Stimme zu enthalten setze ein starkes Zeichen. Dem ist nicht so. Wer nicht wählt, für den wählen andere, denn selbst wenn bei einer Wahl 60 % der Stimmen fehlen, 60 % der Stimmen also Nichtwähler sind, so entscheiden die übrigen 40 %, wer regieren wird und was geschieht.

Warum gehen Menschen nicht zur Wahl? (Quelle: Der Standard)

50 % meinen, den Politikern ginge es „doch nur um die eigene Karriere“.
45 % meinen: „Die Politiker haben kein Ohr mehr für die Sorgen der kleinen Leute.“
32 % „Ich bin mit dem ganzen politischen System so unzufrieden, dass ich nicht zur Wahl gehe.“
25 % die Parteiprogramme sind wenig ansprechend
22 % keine Partei vertrete ihre Interessen.
21 % meinen, dass man „mit seiner Stimme ohnehin nichts bewirken kann“.
20 % sagen die Kandidaten nicht zu
19 % meinen, die Parteien unterschieden sich zu wenig voneinander.
11 % gehen wegen Krankheit oder Urlaub nicht zur Wahl
5 %   können sich einfach nicht zwischen den Parteien entscheiden

Obwohl Punkt 1 bis 3 der Statistik nachvollziehbar sind, erreicht man durch Stimmenthalt nichts. Der größte Protest eines Wahlberechtigten ist es, seine Stimme für eine Rand- oder Protestpartei abzugeben, denn die Großparteien fürchten nichts mehr, als Stimmverlust. Nicht an der Wahl teilzunehmen führt daher zu nichts, doch seine Stimme einer Randpartei zu geben, fügt den Großparteien „Schaden“ zu.
Dass man mit dem Parteiprogramm einer „Randpartei“ möglicherweise nicht einverstanden ist, ist verständlich, aber je mehr Zulauf kleine Parteien bekommen, umso mehr rüttelt es die etablierten Parteien auf, bzw. umso mehr fürchten diese um ihre Macht, was sie wiederum zwingt, ernsthafter über die Bedürfnisse der Menschen, die sie regieren, nachzudenken.

Bücher:

Zusammenfassung:

  1. Boykottieren von Banken durch Bargeldnutzung und Priorisierung von grünen Banken
  2. Konsum vermeiden, um sich nicht noch weiter an das Sinnlose zu binden
  3. Ethisch einkaufen, damit Großkonzerne nicht noch mehr Macht bekommen
  4. Naturheilkunde der Schulmedizin vorziehen, um die Pharmaindustrie zu schwächen
  5. Alternative Medien anstatt Großpresse konsumieren
  6. Krankmacher meiden, Prophylaxe betreiben, gesund alt werden
  7. Gurus keine Aufmerksamkeit geben, dem Leben und sich selbst vertrauen
  8. Mutig nach innen gehen und Glauben durch Wissen ersetzen
  9. Werde, der du bist! Individualität, statt Konvention
  10. Politische Unzufriedenheit durch „richtiges“ Wählen ausdrücken

PDF-Printversion: 10 konkrete Handlungen gegen das System und für sich selbst

PDF-Printversion: 10 Mantras für eine bessere Welt

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2 thoughts on “Gesellschaft: 10 konkrete Handlungen gegen das System und für dich selbst”

  1. Zuerst mal, Begeisterung! Sehr gut gemacht und mit den Themen auseinandergesetzt, besonders die Buchempfehlungen empfinde ich als praktische Information, nicht so wie viele Blogger einfach nur „ich schreibe meins und aus“, da kommt bei dir noch Zusatzinfo! Bravo!
    Mir gefällt deine Klarheit und der Wille, alles zu hinterfragen- aber auf so intelligente Weise und nicht nach dem Motto- ich bin einfach gegen alles, weil dann bin ich interessant!
    Du hast eine gute zusammenfassende Schreibweise der aktuellen Probleme und gleich darauf deren „Lösung“ für all jene, die etwas daran änderen können, weil sie es auch wollen!
    Denn durch kleinweise Auflockerung des Systems muss es sich langfristig wandeln, sonst geht es an sich selbst zugrunde.

    Im Detail zu den Themen, was mir so auffällt heutzutage:

    Bei der heutigen Verflechtung ist heute recht schwer, nachzuvollziehen, welche Bank, Firma oder Organisation „grün“ ist, denn eine ihrer Partnerfirmen ist es vielleicht nicht mehr.
    Gerade Desinformation zählt zu den größten Schwerpunkten heutzutage, Information macht Meinung, und wer die manipulieren kann, hat die Macht.
    Im einzelnen sind von meiner subjektiven Warte aus die Texte Medien und Religion einen Hauch zu lang, aber gut!
    Keine Macht den Gurus – einfach perfekt!!! 😉 Ich bin sehr auf dem Standpunkt: Rat anhören und andere Sichtweisen,- doch die Entscheidung trifft man selbst und die Eigenverantwortung, der freie Wille ist das kostbarste, was wir- die Menschen nun mal besitzen!

    Thema Ärzte – Ich habe auch schon bei einem Vortrag eines Alternativarztes herausgefunden, er machts nur wegen dem Geld- einfach gesprochen, seine Vorträge und Bücher (hab ich auch gelesen) sind oberflächliches Geschwafel für Leute, die Ärtzen vertrauen- aber nichts fundiertes, das konnte ich sogar als interessierter Medizinlaie feststellen. Wer Arzt ist und mir den Unterschied zwischen Virus und Bakterie falsch erklärt, hat ein Problem. Ich habe nämlich nach dem Vortrag mit ihm geredet.

    Bei der Konvention gefällt mir gut die Formulierung des preußischen Gehorsams, dazu setze ich noch eins drauf: Die Samurai- Mentalität der Japaner im Extrem, wo die Arbeiter bis zu 16 Stunden in einer Fabrik sich zum Harakiri schuften, zu Beginn eine Firmenhymne singen und in Megastädten wie Tokio leben.
    In der Politik habe ich leider die Erfahrung gemacht, man hat oft nur die Wahl zwischen Pest oder Cholera. Das Parteiprogramm wird für die Wahlen erstellt und nachher machen die Parteien es sich eh untereinander aus, was aber mit Arbeit fürs Volk nichts zu tun hat.
    Trotzdem, wählen gehen! Ich informiere mich seit einiger Zeit auch genauer und somit hoffe ich darauf, dass ich die für mich richtige Entscheidung treffe im Wahllokal!

    Fazit, sehr gut! 5 von 5 Punkten!

    1. Lieber Rupert,
      herzlichen Dank für deinen aufsführlichen Kommentar und dein Feedback. 🙂
      Ich freue mich sehr darüber!
      Auch deine eigenen Erlebnisse hierzu spiegeln den Status Quo wieder.
      Merci!
      Liebe Grüße,
      Tanja

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