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Neoterisches Bewusstsein

Moderne Spiritualität | Bewusstseinswandel | Kundalini | Energetik |

Kategorie: Luzides Träumen Seite 1 von 2

Klartraumforscher Paul Tholey im Interview

Klartraumforscher Paul Tholey im Interview

Wir haben nicht gelernt, zu träumen. Wir wurden nicht dazu erzogen, zu träumen. Wir verbringen 4 Jahre bei einer Lebensdauer von 70 Jahren trübträumend und lassen somit ein ungeheures Reservoir an Möglichkeiten ungenutzt. – Paul Tholey (1937 – 1998)

In nachfolgendem Video spricht Paul Tholey über die Sinnhaftigkeit des Klarträumens, wofür es eingesetzt werden und welche Technik angewandt werden kann. Hinweis: Obwohl Klarträumen wissenschaftlich erforscht ist, war es zum Zeitpunkt des Interviews (1989) noch nicht allzu sehr im Bewusstsein der Öffentlichkeit, bzw. stand es damals noch in der esoterischen Ecke. So verhält sich der Moderator Paul Tholey gegenüber etwas despektierlich, was man am besten unbeachtet lässt. Aus heutiger Sicht ist dieses Video ein „Zeitdokument“. (Dauer 9 Minuten.)

Klartraumforscher Paul Tholey im Interview

Dr. Paul Tholey (1937 – 1998) war ein deutscher Psychologe, Traumforscher und Sportwissenschaftler. Zusammen mit dem amerikanischen Psychologen Stephen LaBerge (geb. 1961) forschte er auf dem Gebiet des Klarträumens und erwarb sich internationalen Einfluss. Seine Publikationen wurden in fünf Sprachen übersetzt, womit Paul Tholey neben dem niederländischen Traumforscher Frederik van Eeden (1860 – 1932), bekannt für den Klartraumroman Die Nachtbraut, als Pionier in der Klartraumforschung gilt. Eigenen Angaben zufolge prägte er 1977 den Begriff Klartraum in Anlehnung an den englischen Begriff „lucid dream“. Paul Tholeys populärwissenschaftliches Buch Schöpferisch Träumen steht „offiziell“ der Lebenshilfe nahe, geht seinem Wesen nach jedoch darüber hinaus.

Weitere Informationen zum Thema Luzides Träumen – Begriffsgeschichte und Überblickswissen von den Anfängen bis zur Moderne, Literatur- und Filmempfehlungen – klick auf Klarträumen.

Traumprotokolle

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Zeitebenen Traum

Traumtagebuch: Die vier Zeitebenen

Traumtagebuch ist eine Reihe, in welcher ich von denkwürdigen Trüb- oder Klarträumen berichte. Um diese Aufzeichnungen verstehen zu können, wäre Grundlagenwissen im Klarträumen und Astralreisen vorteilhaft, jedoch kann man auch mit einer unvoreingenommenen Lesart an die Texte herangehen:

Zeitebenen TraumGegen 01:00 Uhr morgens verließ ich das Tanzlokal. Ich hatte gut gegessen, Alkohol getrunken und viel getanzt. Die Nacht war ungewöhnlich warm für den Spätapril, lau, und eine trübe Mondsichel hing am Himmel …
Gegen 01:15 Uhr war ich Zuhause. Ich duschte und ging ins Bett. Kurz sinnierte ich, ob ich in dieser Nacht noch Klarträumen oder Astralreisen wollte, doch es war kein guter Zeitpunkt, weder für das eine noch für das andere. Mein Körper schwang und sang noch mit der Musik, ich war fröhlich-aufgewühlt und der Alkohol zirkulierte wohl noch munter in meinem Blut …
Doch eben das schien Kundalini, die diesem Treiben weniger „fragil“ gegenübersteht, zu stimulieren, denn ich fühlte sie am unteren Ende der Wirbelsäule: ein kleines Feuer unter dem Steißbein.
Hast du die Musik gemocht?, sprach ich sie in Gedanken an.
Das Feuer verstärkte sich.
Ja, ich auch. Damit drehte ich mich um und schlief ein.

Vorbemerkung: Nachfolgender Text eignet sich nicht für sensible Menschen. Wer jetzt vorsichtshalber switchen möchte, kann gerne bei Siron und der Tuchhändler weiterlesen und wird eine positive Traumerfahrung mitnehmen.

Gegen 03:00 Uhr wache ich auf. Mein Körper total verschwitzt. Seit der ersten Märzwoche 2018 bis jetzt schlafe ich kaum noch, da Kundalini mich auf eine sehr schöne Weise wach hält. Ich habe eine ungeheure Energie, viele Ideen, Kraft, brauche kaum mehr etwas zu essen und komme mit drei bis vier Stunden Schlaf aus – ein klassisches Phänomen der Schlangenkraft, das ich unter Kundalini-Siddhis beschrieben habe.
So war ich gegen 03:00 Uhr völlig ausgeschlafen, doch die Erinnerungen an die Träume, die ich zwischen 01:15 und 03:00 Uhr hatte, sind in ihrer Beschaffenheit neuartig … Obwohl ich keinen Klartraum hatte, waren die Träume zusammen mit Kundalini wie eine Überblendung von „Zeiträumen“.
Bildlich gesprochen kann man sich eine Bühne vorstellen, auf der ein Theaterstück gespielt wird, doch hinter dem Vorhang ist eine weitere Bühne, auf der wiederum gespielt wird und hinter diesem Vorhang ist eine weitere Bühne usw. … Und Kundalini hat alle Vorhänge transparent gemacht.
Auf Ebene/Bühne 1 bin ich ich, wie ich im Bett liege, schlafe und träume.
Auf Ebene/Bühne 2 geschieht eben das: Ich bin mit vielen anderen, mehrheitlich Frauen, in einem Zimmer. Wir wissen, dass die „Japaner“ kommen werden. Und sie würden uns quälen und töten. Schon stürmen sie herein, sie tragen Uniformen, ihre Gewehrläufe zeigen auf uns … Ich wünsche mir, sofort erschossen zu werden, wünsche, dass ich einer Vergewaltigung entginge, mein Herz schlägt so wild, als wolle es den Hals hinauf galoppieren, und dieses Warten bis zum Ende, ohne zu wissen, wie das Ende aussehen wird, mag man Todesangst nennen, doch dieses Warten ist schlimmer als die Tötungstat selbst … Er will Sake haben. Der Kommandant schreit uns an. Die anderen Frauen sind jünger, die Kinder drücken sich an die Wand … Ich kann mich kaum rühren vor Angst und doch öffne ich einen Wandschrank und greife nach kleinen Keramikbechern und Reiswein … Als ich mich zu ihm hinüberbeuge, um ihm einzuschenken, richtet er die Arisaka auf mich, ein Gewehr mit Bajonett am Lauf, und er sticht es mir ohne Vorwarnung in den Bauch …
Auf Ebene/Bühne 3 bin ich eine junge Frau, etwa 18 Jahre alt, mit schönen Haaren. Die brünetten Locken fallen mir bis hinunter zur Taille. Ich bin in einer U-Bahn, mein großer Freund und ich gehen gerade durch die Sperre, als uns Kontrolleure entgegenkommen. Mein Freund zückt die Fahrkarte, einen Zehnerblock, und ich mache eine entschuldigende Geste. Offenbar bin ich Schwarzfahrerin … Mein Freund könnte für mich eine Karte stempeln lassen, doch statt dessen stellt er mich bloß. Mit reichlich zynischen Bemerkungen erklärt er dem U-Bahn-Personal, dass es jetzt endlich einmal Zeit für mich wäre, Strafe zu zahlen, dass ich das verdient hätte …
Doch nicht nur fahre ich zum ersten Mal schwarz, sondern lässt mein Freund keine Gelegenheit aus, mich zu demütigen. Sie – die junge Frau – läuft davon. Ich bin jetzt nur noch ein Gesicht, das ihr folgt. Sie rettet sich in einen U-Bahnaufzug, wo sie in einer Ecke in sich zusammenfällt und bitterlich zu weinen beginnt …
„Das ist nicht richtig, wie dein Freund mit dir umgeht“, sage ich ihr. Doch in dem Moment fühle ich schon eine große Distanz. Ich bin innerlich soviel älter und „weiser“, nichts, was ich sage, könnte ihr helfen. Sie braucht diese Lektion.
Auf Ebene/Bühne 4 bin ich wieder im Tanzlokal, das ich in der Realität um 01:15 Uhr verlassen habe. Dort ist alles, wie gehabt, nur geht ein Dämon unter den Tanzenden umher. Er sucht etwas. Oder jemanden. Plötzlich dringt er in einen Mann ein, mit dem ich eben getanzt habe, und das Skurrile ist, dass ich es selbst fühle. Ich bin dieser Mann. Von hinten umfängt ihn der Dämon, ich bekomme kaum mehr Luft, dann stülpt er sich über seinen Kopf wie eine melasseartige Masse, was ein grelles Fiepen in den Ohren erzeugt …
„Schüttel‘ ihn ab!“, rufe ich dem Mann zu, der ich selber bin, wenngleich ich zeitgleich am Tisch sitze und Weißwein trinke … Doch er reagiert nicht. Und so geht es in einem fort. Der Dämon infiltriert alle Leute, und jeder bin ich, sodass ich am Ende das Gefühl habe, das Tanzlokal mit allen Anwesenden wäre eine geistig-mentale Verlängerung meiner selbst, die bald vollständig von diesem Dämon unterdrückt und besetzt wäre, und egal, wen er sich vorknöpft, egal, ob ich die Leute sympathisch finde oder nicht, sie zu schützen, heißt mich zu schützen, also versuche ich es … Ich stehe auf und sende meine eigene Energie aus, wie um den Dämon zurückzudrängen, aus den Körpern der Anwesenden hinaus zu drängen, und es kostet mich so viel Kraft, dass ich zu schreien und zu weinen beginne …
In dem Moment wache ich schweißgebadet auf.

Erläuterung: Diese Traumüberblendungen, so schrecklich sie auch mitunter waren, haben mir sehr viel offenbart. Das multidimensionale Selbst, Begriff siehe Buch, Gespräche mit Seth, ist ein vielfältiges Nebeneinander, in welcher sämtliche Reinkarnationen simultan und nicht nacheinander geschehen. Nach diesem Traum wage ich, das zu glauben. Ob ich nun auch die junge Frau in der U-Bahn war/bin oder alle im Tanzlokal, sei dahingestellt … Ich persönlich betrachte es eher als „Bewusstseinssplitter“ oder Projektionen. Die Idee, dass das real existierende Tanzlokal sowie alle Menschen darin im Grunde „ich“ bin, ist für mich kein Widerspruch. Man stelle sich sämtliche Atome eines Möbelstückes im Zimmer vor. Woher kamen sie? Wo waren sie und was alles sind sie, seit Entstehung des Universums, schon gewesen? Natürlich denken wir in dieser Betrachtung wieder linear, in Begriffen von damals und jetzt, doch in einer holistischen Denkweise ist Vorher/Nachher undenkbar, die Atome sind jetzt ein Tisch und gleichzeitig sind sie Baum (das organische Holz), ein Wald, Staub, Erde, ein Stein usw. … Das alles sind sie gleichzeitig. Und so ist es mit dem Bewusstsein. Ich bin alle diese Menschen im Tanzlokal. 

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Inkubi Inkubus Traum Mimiks

Traumtagebuch: Der Inkubus und die Mimiks

Traumtagebuch ist eine Reihe, in welcher ich von denkwürdigen Trüb- oder Klarträumen berichte. Um diese Aufzeichnungen verstehen zu können, wäre Grundlagenwissen im Klarträumen und Astralreisen vorteilhaft, jedoch kann man auch mit einer unvoreingenommenen Lesart an die Texte herangehen:

Inkubi Inkubus Traum MimiksWer sich für Astralreisen und luzides Träumen interessiert, wird sich vielleicht einmal die Frage stellen, wie viele Astralreisende ihn wohl schon besucht hätten. Und mit welchen Motiven. Als ich mich stärker für das Thema interessierte, war eben das ein sehr zentrales Thema für mich, da ich sehr genau wusste, dass die Nächte nicht immer nur ein friedvolles Schlummern in Morpheus‘ Armen waren.
Die Vorstellung, dass ein Außerkörperlicher unsichtbar in meiner Wohnung sein könnte, enervierte mich weniger insofern, dass ich mich mit Spukphänomen herumschlagen müsse, sondern vielmehr darin, dass mir irgendjemand willentlich beim Duschen, Anziehen, Schlafen zusehen könnte – um schlussendlich einen sexuellen Übergriff auf astraler Ebene zu wagen.
Dieses Phänomen ist als Inkubus beschrieben – ein männlicher Alb (Elf), der sich nachts mit einer schlafenden Frau vereinigt, ohne dass diese etwas davon bemerkt. Das weibliche Pendant dazu ist der Sukkubus. Während des Aktes wacht das „Opfer“ nicht auf und kann sich höchstens in Form eines Traumes an den nächtlichen Besuch erinnern.
Man mag das für Mythologie halten, jedoch ist es das – leider! – nicht. Nicht nur habe ich schon Geschichten gelesen/gehört, wie sich Männer, die die Kunst des Astralreisens beherrschen, geradezu damit brüsteten, was sie nachts denn „so anstellten“, sondern habe ich selbst einige Erfahrungen gemacht. Doch auch wer ein Narrativ braucht, wird beim Juristen Heinrich Kornmann (1580 – 1627) fündig, da dieser in einer Anthologie namens „Mons Veneris“, lat. für „Auf dem Venushügel“, von sexuellen Begegnungen zwischen Menschen und übernatürlichen Wesen berichtet. Bekannt ist auch der Fall Carla (Carlotta) Morgan, der als wahre Begebenheit im Film Entity festgehalten wurde. Ich persönlich habe einen brisanten Chatverlauf zu dem Thema, siehe „Ein Inkubus packt aus“ – Link.
Ich schicke voraus, dass dieses Vorgehen von männlicher Seite an Arroganz und Menschenverachtung nicht mehr zu überbieten ist. Für Frauen heißt es, dass sie u. U. nachts mit Männern „verkehren“, die im realen Leben nie eine Chance bei ihnen hätten, die niemals ihr Niveau/ihren Geschmack träfen, die sie nicht kennen und denen sie sich nicht freiwillig geben würden … Man kann es damit vergleichen, wie wenn ein „verrückter Arzt“ einer Frau ein Anästhetikum verabreicht, um sie in diesem Zustand nach Belieben zu benutzen. Dagegen nimmt sich ein klassisches Spukphänomen mehr als harmlos aus.
Nun ist ein Inkubus nicht immer nur ein real existierender Mann, der geübt darin ist, seinen Körper zu verlassen, sondern es kann auch ein Verstorbener sein, der vielleicht nicht weiß, dass er tot ist. Wenn es sich dabei um einen Mann handelt, der im Leben sehr sexbetont und/oder rücksichtslos im Bestreben nach sexueller Befriedigung war, kann auch ein Verstorbener zum Inkubus werden.

So geschah es vor einigen Monaten, dass ich am Morgen beim Aufwachen wusste, dass in der Nacht etwas passiert war. Und in anderen Nächten davor. Naiverweise hielt ich es anfangs tatsächlich für Träume: Jemand spricht mit mir, lockt mich, streichelt mich, zieht mich sogar aus meinem Körper … Ich kann nun nicht behaupten, dass ich mich „genötigt“ gefühlt hätte, und ich kann nicht behaupten, dass ich das Gefühl von Gewaltanwendung abgespeichert und in den Alltag mit hinüber genommen hätte, aber was auch immer geschah, wollte ich nicht. Soviel war klar.
Tagsüber sah ich oft einen Nebel im Zimmer, ein figürliches Wandern, ein grau-weißes Gebilde … Da ich diese Gebilde aber schon sah, bevor die nächtlichen „Merkwürdigkeiten“ begannen, brachte ich es nicht primär damit Verbindung, wenngleich ich begann – es ist etwa ein halbes Jahr her – mich in meinen eigenen vier Wänden legerer zu kleiden. Ein schlabbriger Jogginganzug, der mehr tot als lebendig an mir herabhing, musste es tun. Dies deshalb, weil ich für meinen Besucher – wer auch immer es war – damit hoffentlich so unattraktiv war, dass er weiterzog. Natürlich wusste ich nicht, ob „er“ mich auch tagsüber behelligte, nichtsdestotrotz bohrte ich, wann immer ich einen „Nebel“ aus den Augenwinkeln sah, ungeniert in der Nase, ging auf die Toilette, zelebrierte meine Periode, wenn ich sie gerade hatte … Mir fiel sehr viel ein.
Zusätzlich „bastelte“ ich mir zwei Elementale, zwei große Mimiks, die ich darauf trainierte, einen Besucher zu verjagen … Ob sie ihn jagen, reißen und verspeisen wollten, überließ ich ihnen, bzw. meinem Unterbewussten, denn daraus entstanden sie ja letztendlich … Zwar legte ich in ihnen keinen Jagdtrieb an, ließ aber vieles offen, da ein Mann, der meinen bewussten Willen hinterging um sich etwas zu erschleichen, was ich wenn, dann freiwillig schenken möchte – und mit wem ich möchte – meiner Meinung nach nichts anderes verdient hat.
Tatsächlich kehrte für eine Weile Ruhe ein. Doch als ich aufhörte, an die Mimiks zu denken, sie somit als Elementale nicht mehr nährte, bekamen die Traumerinnerungen am Morgen wieder jene Färbung, die nichts Gutes verhieß.
Eines Nachts „träumte“ ich, dass mich jemand beobachtete. Die Verbindung zu diesem war zunächst vertrauensvoll, sogar ein Sehnen meinerseits war vorhanden … (Soweit hatte er mich also schon.) Wie immer schlief ich am Bauch, ein Bein angewinkelt, als er sich vorsichtig neben mich legte und dann über mich schob. Ich war noch vollends in meinem Körper, doch ich konnte ihn fühlen … Natürlich war ich dabei nicht bewusst, lag nicht „auf der Lauer“, sondern ich war so unbewusst, wie es jeder Träumer ist, und dennoch tauchte die Stimme auf: „Sag es.“ Es ist einfach nur eine innere Stimme, vermutlich sogar meine eigene, auch wenn sie manchmal ironisch ist … Und so sage ich im Traum: „Packt ihn.“ 
Mehr geschah vorerst nicht, doch als ich Sekunden später aufwachte, kam die Erinnerung. Die Mimiks, beide groß wie Pferde, waren auf ihren Befehl hin hervorgesprungen, wie von einer Dimension in die andere, und beide hatten den nächtlichen „Täter“ von mir gerissen, mit geifernden Fängen in die Mitte des Raumes befördert, wo sie ihn kurz bespielten, wie es Katzen mit Mäuse tun, bevor sie ihn schnappten und wild die Köpfe schüttelten, um die Beute zu zerreißen …
Tja. Dieser Inkubus war wohl erledigt, wiewohl ich Wochen später (März 2018) erneut Besuch bekam. Ich kann natürlich nicht sagen, ob es derselbe war, halte es aber für unwahrscheinlich. Es war am Morgen, ich lag auf dem Bauch, ein Bein angewinkelt, und goutierte – unbewusst – die Bemühungen eines astralen Besuchers, der sich über mich geschoben hatte und sich gerade „austobte“ … Als dieser aber zu stürmisch wurde, begann ich aufzuwachen. Bevor ich mich gegen ihn stemmte, hielt er inne, wurde ganz still, wie um nicht bemerkt zu werden, und kurz glaubte ich schon, es – er – wäre weg, und dann bäumte ich mich dennoch auf und fühlte, wie schwer er war. Ich konnte ihn nicht abschütteln, worüber ich so erschrak, dass ich aufwachte.
Natürlich wusste ich, was los war: Mitnichten war das ein Traum. Und ich drehte mich erbost um und sandte mehr als nur böse Gedanken in den Raum, sondern formte Gedanken mit einer energetischen Ladung – und ein paar Feinheiten mehr …

Schlussfolgerung – Inkubi

Inkubi sind weder Traum noch Einbildung. Sie sind absolut real. Natürlich hörte ich auch von weiblichen Besuchern, die sich mit Männern vergnügen, doch soll es den Männern belassen sein, sich darüber zu freuen oder zu ärgern. Im anderen Fall ist es eine Anmaßung sondergleichen, den Astralkörper einer Frau wie eine Puppe zu benutzen. Und so möchte ich mit diesem Bericht Frauen darauf hinweisen, dass niemand deshalb gut ist, weil er „geistig“ ist, dass also weder Verstorbene, Inkubi noch Astralreisende nur deshalb vorbeikommen, um freundlich Hallo zu sagen, sondern dass da viel krudere und üblere Dinge stattfinden, als man denkt.
Nun konnte ich die Mimiks aktivieren, einmal, doch wie oft ich in meinem Leben nachts zu einem bestimmten Zweck besucht worden bin, ohne dass ich mich am nächsten Tag an etwas erinnern konnte, bleibt ungewiss. Und darum geht es. Kein Mann hat das Recht, sich einer Frau gegenüber so zu verhalten, nur weil er es kann und die Frau – wie praktisch! – am nächsten Tag nichts mehr davon weiß … In der Realität wäre das ein Sexualdelikt, siehe K.-O.-Tropfen. Und jede Frau sollte wissen, was auf astraler Ebene theoretisch geschehen kann – und was tatsächlich geschieht. Und sie sollte sich wehren können.

Wie man Elementale bewusst erschafft

Ich werde im nächsten Artikel darüber berichten, wie man Elementale bewusst erschafft (Link) – ein Thema aus der Magie. Magie, ohne Ethik, ist „ungesund“, so behaupte ich es jetzt einmal, dennoch ist es in diesem Zusammenhang sekundär, da es hier keine Ethik braucht, sondern eine wirkungsvolle Form der astralen Selbstverteidigung.

Weiterführende Artikel

Weiter mit dem Artikel: Wie man Elementale erschafftLink
Weiter mit dem Artikel Ein Inkubus packt ausLink

Bildverweis Mimiks, aus dem Film Live, Die, Repeat: The Edge of Tomorrow

Weitere Informationen zum Thema Luzides Träumen – Begriffsgeschichte und Überblickswissen von den Anfängen bis zur Moderne, Literatur- und Filmempfehlungen – klick auf Klarträumen.

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Dreamsharing

Traumtagebuch: Dreamsharing mit Konrad

Traumtagebuch ist eine Reihe, in welcher ich von denkwürdigen Trüb- oder Klarträumen berichte. Um diese Aufzeichnungen verstehen zu können, wäre Grundlagenwissen im Klarträumen und Astralreisen vorteilhaft, jedoch kann man auch mit einer unvoreingenommenen Lesart an die Texte herangehen:

DreamsharingIn Trübträumen taucht er manchmal auf. Nennen wir ihn Konrad. Lange Haare, freundliche Art, immer etwas laid-back …
Glaubt man Jonathan Dilas, Autor von Luzides Träumen, Astralreisen und die Zirbeldrüse: Wege der Bewusstseinserweiterungso gibt es die Möglichkeit des Dreamsharings, das heißt, dass zwei Menschen den gleichen Traum teilen und sich in diesem auch tatsächlich begegnen.
Was Konrad anbelangt, so war ich bis jetzt der Meinung, dass ich ihn lediglich in meinen Träumen imaginiere, so wie man auch den Cousin, Freunde oder andere real existierende Menschen im Traum imaginiert. Erst beim Durchlesen des Traumtagebuchs fiel mir etwas auf: Alle Träume, in denen Konrad auftrat, so instabil und nicht-kontinuierlich sie auch waren (wie es normale Trübträume eben sind), wiesen ein gemeinsames Merkmal auf, denn das Tun darin ist immer gleich: Zumeist gehe ich hinter ihm her, er zeigt mir etwas oder es gilt, etwas gemeinsam zu meistern/zu bestehen – und das völlig egal, wie metamorph der Traum auch ist, wie unstet und schwankend. Dieses Motiv ist immer gleich.
Für diese Stringenz in einer überschaubaren Anzahl an Trübträumen gibt es nur zwei Erklärungen. Entweder imaginiere ich Konrad als eine Art Lehrer, der er im wahren Leben auch ist, weswegen er einfach nur die Blaupause/Schablone dafür in meinen Trübträumen ist, oder ich suche ihn tatsächlich in Träumen auf. Oder er mich. Obwohl ich an Dreamsharing glaube, auch Filme wie Körper und Seele oder 8 Sekunden, ein Augenblick Unendlichkeit behandeln dieses Thema, ist es jedoch eigenartig, dass mir dies wenn, dann ausgerechnet mit Konrad passiert, denn der oft zitierte „gute Draht“, den Menschen zueinander haben, fehlt bei uns. Nicht nur kenne ich ihn nicht gut, sondern gab es Missverständnisse, nichts wirklich Dramatisches, aber auch nichts, was einen für den anderen einnimmt. Geht man davon aus, dass sich zwei oder mehrere Menschen nur dann im Traum treffen, wenn sie eine gute Verbindung zueinander haben, muss Konrad in nachfolgender Schilderung als imaginiert betrachtet werden. Nimmt man aber das immer gleiche Tun im Traum, wofür ich mehrere Träume/Sequenzen heranziehen kann, könnte die Stringenz darin ein Indiz für Dreamsharing sein …

Dieses Mal bin ich in einem Möbelhaus, das Ähnlichkeit zu IKEA hat. Es könnte aber einfach nur ein großes Gebäude sein. Ich stehe im Treppenhaus, in welchem jenes gelbliche Licht herrscht, das entsteht, wenn draußen, im Freien alles nebelgrau und trüb ist. Gerade steigt eine Gruppe von Menschen, etwa zwanzig an der Zahl, in einen Aufzug, der die Größe eines Zimmers hat.
Ich weiß von meinen „Aufzug-Träumen“, dass ein Aufzug für gewöhnlich nie nur einfach rauf und runter fährt, sondern es zu großen Turbulenzen kommen kann, da der Aufzug plötzlich hält, um horizontal nach links oder rechts auszuscheren, er sich im Kreis dreht oder durch die Gegend schlingert, was mit starken Fliehkräften einhergehen kann … Es ist wirklich gefährlich.
So bin ich etwas nervös, als ich die Leute einsteigen sehe, denn sie wissen offenbar nicht, worauf sie sich da einlassen. Aus dieser Sorge heraus steige ich ebenfalls ein, denn ich kenne das alles schon und weiß, wie ich mich verhalten muss, bzw. möchte ich die Leute beschützen.
Hinter mir ist plötzlich Konrad. Die Menschen stehen noch verstreut und plaudernd herum, als sich der Aufzug in Bewegung setzt, weswegen ein ehemaliger Arbeitskollege von mir, der ebenfalls anwesend ist – ein junger Mann, den ich sehr gut leiden kann -, plötzlich nach außen gesogen wird, gerade so, als risse in einem Flugzeug die Außenwand auf, sodass alles Inwendige ruckartig nach außen gezogen wird …
Es geht rasch. Mein Arbeitskollege weiß nicht, wie ihm geschieht, sein Gesichtsausdruck ist gleichermaßen panisch wie überrascht. Und fort ist er.
Ich habe es gesehen. Der Schock darüber ist groß, aber um alle anderen zu schützen, lasse ich mir nichts anmerken. Sie müssen jetzt unverzüglich in die Mitte des „Aufzugs“, bzw. dieses Raumes, denn wenn alle im Schwerpunkt stünden, mathematisch betrachtet (d. h. im Schwerpunkt des Raumes, nicht im Schwerpunkt des eigenen Körpers), wäre die Gefahr gebannt, da die Kräfte im Gleichgewicht wären.
„Bitte geht zusammen“, sage ich mit einer Ruhe, die ich nicht empfinde. Doch zu meiner Erleichterung sehe ich, wie Konrad auf der anderen Seite die Menschen ebenfalls in die Mitte drängt, was in mir ein Bild entstehen lässt, als wären wir Hütehunde, die daran arbeiteten, eine Schafherde zusammen zu halten …
Es gelingt. Obwohl sich der Aufzug wild durch den Orbit bewegt, kommt niemand zu Schaden, und dann hält der Aufzug plötzlich an, eine Plane geht hoch oder eine Außenwand wird transparent, ich kann es nicht genau sagen, und Konrad steht an der Kante und obwohl ich mich nicht erinnern kann, dass er „Spring!“ gerufen hätte, weiß ich, dass wir jetzt springen müssen …
So springt er und landet an etwas mir Undefinierbarem – es ist auch egal, was es ist, er landet jedenfalls, wohingegen sich mir eine lamellenartige Struktur entgegenbäumt, etwas Organisches, an dem ich mich nicht festhalten kann …
Vermutlich rutschte ich ab.
Szenenwechsel.
Wir sind in einem Tanzlokal oder einer Kellerbar. Menschen tanzen und ich sehe Konrad alleine an einem Tisch sitzen. Ich gehe auf ihn zu. Eigenartigerweise sehe ich aus, wie ich mit 28 Jahren ausgesehen habe und ich fühle mich auch so.
Ich beuge mich zu seinem Ohr: „Sag mal, hast du gesehen, was mit meinem Arbeitskollegen passiert ist?“ Ich flüstere es ihm zu, weil ich das Gefühl habe, dass die mich umgebenden Leute eben jene sind, die ich im Aufzug zu beschützen suchte, und ich will sie – auch nachträglich – nicht beunruhigen.
„Oh ja, das habe ich auch gesehen“, antwortet er leicht überrascht, so als wäre ihm nicht klar, dass auch ich es gesehen habe.
„Es war furchtbar“, sage ich, immer noch bestürzt, aber Konrad nippt nur an einem Getränk.
Für mich ein Zeichen, dass ich gehen sollte. „Okay. Danke, dass du mir geholfen hast.“
Draußen stehe ich erneut an einer Kante/Klippe, unter mir ein weitläufiges Tal, eine tiefe Ebene, die es offenbar zu überfliegen gilt. Konrad ist – obwohl eben erst zurückgelassen – plötzlich wieder an meiner Seite. Er blickt nach unten und offenbar sieht die untere Welt für ihn anders aus, als für mich, denn er scheint beunruhigt. Nichtsdestotrotz lässt er mich unverblümt mittels Telepathie wissen, dass ich jetzt gut achtgeben müsse, dass es schwierig (für mich) wäre, das Tal zu überfliegen, dass ich mich nah an ihm halten solle, da ich ohne ihn nicht zurückkäme …
Ich sehe kurz zu ihm hinüber, und dann ist das vage Misstrauen ihm gegenüber wieder da, das ich auch in der Realität habe, nicht, weil er ein schlechter Mensch ist, aber weil ich fühle – und das nicht nur bei ihm -, dass ihm die volle Tiefe/Höhe/Länge/Breite des Moments entgeht, jene subtileren Bedeutungsebenen, die in jeder Form des persönlichen und nicht-persönlichen Daseinsspektrum vorhanden sind. Es mag für den Nicht-Empathen, für den „normalen“ Menschen, die Welt in ihrer vollen Bedeutung stets reduziert sein, was in Ordnung, da gemeinhin „normal“ ist, doch die Informationstiefe ist bei Hochsensiblen Personen – siehe Dr. Elaine Aron – nicht nur größer, sondern präsenter, bzw. wird sie schneller erlangt. Was der „normale Mensch“ durch Lebenslektionen, schwere Krisen lernt, schöpft sich der mentale Empath innerhalb weniger Sekunden von zwei oder drei Personen/Situationen ab, deren Themen er in sich selbst hin- und herspiegelt. Um es abzukürzen: Ich misstraue den Menschen etwa so, wie man jemandem misstrauen würde, der seine Familie erst dann vorm Erdbeben in Sicherheit zu bringen meint, wenn das Haus gerade einbricht. Und so ist auch Konrads Seismograph, wenn er denn einen hat, defekt.  
„Ich komme auch ohne dich zurück“, lasse ich Konrad wissen, worauf er mich milde lächelnd und nicht ganz ohne Arroganz anblickt. In dem Moment ahne ich, dass da vielleicht schon öfter eine vergleichbare Situation war, ein Big Fail meinerseits im Fliegen und Springen … Hätte er jedoch einen „Seismographen“, die volle Informationstiefe, dann sähe ich jetzt nicht in exakt dieses Gesicht. Dann wüsste er es einfach.
Ich hefte meinen Blick auf den Horizont, wo jetzt etwas aufblitzt. Es ist sehr klein, doch das genügt. Ich weiß zwar nicht, wie ich es mache, denn entweder habe ich einen Teil von mir dort zurückgelassen oder soeben mittels Empathie dort hingeschickt, einfach durch ein korrektes Einfühlen in das „Dort“, doch ich weiß, dass ich mich nur an den Teil von mir dort erinnern oder an ihn denken muss, gleichsam so, als wäre es ein Spiegel, und es ist tatsächlich ein schnelles Hin- und Herwerfen von Situation A zu Situation B, jene Empathie, die auch im realen Leben blitzschnell ist, und diese transportiert mich jetzt, von mir selbst zu mir selbst, und weg bin ich.

Nachtrag: Wenn ein Trübtraum mehr bedeutet

Ich habe seit Kurzem die Vermutung, dass Trübträume unter Umständen mehr bedeuten, als man gemeinhin denkt. Manchmal, so empfinde ich es, scheine ich innerhalb eines Trübtraums einen größeren Anschluss an meine Energie, mein Wissen und damit eine größere „Erlebnistiefe“ oder einen größeren/holistischeren Traum- und Möglichkeitenradius zu haben, als wenn ich persönlich dabei bin und das Steuer in der Hand habe.
Natürlich bin ich – ist jeder – in einem Trübtraum nur das Treibgut, das in den Traumwelten herumgeworfen wird, und natürlich ist das oft „nix“, doch manchmal ist selbst in diesem Zustand etwas auf Autopilot gestellt und dies deshalb, weil es irgendwer/irgendwas so möchte. Ich denke: Es gibt, so konfus und sinnlos ein Traum auch scheinen mag, manchmal eine Absicht/Steuerung. Dass es so ist, merke ich daran, dass ich beim Aufwachen das Gefühl habe, dass ich weit weg gewesen, vieles erlebt und mit vielen gesprochen habe … Aus diesem Grund freue ich mich über einen bruchstückhaft erinnerten Trübtraum, der diesen Gefühlseindruck beim Aufwachen nach sich zieht, mehr, als wenn ich einen langen Klartraum ohne diesen Gefühlseindruck habe. Für Trauminteressierte heißt das, dass auch Trübträume untersuchenswert sind, insbesondere, wenn man die Frage nach dem Autopiloten stellt.

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Siron und der Tuchhändler

Traumtagebuch: Siron und der Tuchhändler

Traumtagebuch ist eine Reihe, in welcher ich von denkwürdigen Trüb- oder Klarträumen berichte. Um diese Aufzeichnungen verstehen zu können, wäre Grundlagenwissen im Klarträumen und Astralreisen vorteilhaft, jedoch kann man auch mit einer unvoreingenommenen Lesart an die Texte herangehen:

Zwei Kanten ragen in das schummrige Licht des Hauses. Ich erkenne die Umrisse eines Webstuhls. Neben mir regt sich jemand. Er drückt meine Hand. „Du musst gehen. Ich muss noch Tücher fertig machen.“ Seine Stimme ist freundlich.
In diesem Moment werde ich klar. (Ich werde mir bewusst, dass ich träume.) Ich liege nackt inmitten eines Wustes an seidigen Stoffen in der Dunkelheit, neben mir der Mann, mit dem ich offenbar gerade intim gewesen bin. Und eben dieser komplimentiert mich jetzt mit erlesener Freundlichkeit hinaus  …
„Ja. Ja natürlich …“, springe ich bei. „Die Tücher sind wichtig. Ich bin schon weg.“
Er küsst meine Schulter. „So ist es nicht …“
Wie auch immer. Es ist ja nur ein Traum und ich hatte mir im Wachzustand einige Sachen vorgenommen, die ich erleben wollte. Ich lasse meine Beine über die Bettkante gleiten, was auf den seidigen Stoffen sehr leicht geht.
Während ich nach Kleidung suche, steht er gemessen auf. Ich sehe seine langen Beine, die langen, schwarzen Haare und dann – ein beinahe überirdisch schönes Gesicht …
Er sieht aus wie ein Elf.
Er ist einer.
Die Erkenntnis kommt wie mit der Verzögerung einer Live-Übertragung, Ton und Bild stimmen nicht, Wissen und Sehen stimmen nicht, und als sich die Spuren einpendeln, fühle ich einen sanften Schock: Wenn das ein Elf ist, träume ich dann (wirklich)? Ich fühle zurück zu meinem schlafwarmen, realen Körper. Ja, es ist ein Traum, aber seit wann mag ich denn Elfen?
Und sie mich?
Und wie stehe ich dazu? Und warum schlafe ich mit einem? Ich forsche nach tieferen Gefühlen, frage mich, ob ich mit diesem Elf nur liiert oder in ihn verliebt bin, forsche nach irgendeinem moralischen Gefüge, doch da ist weder das eine noch das andere, sondern nur das Wissen, dass es so, wie es ist, okay ist.
Als er sich an den Webstuhl setzt und damit zu hantieren beginnt, bin ich endlich in einem Kleid. Unauffällig gehe ich zur Haustür und trete hinaus in einen belebten, sonnigen Tag.

Überall sind Menschen. Nein. Elfen. Ich bin auf einem Marktplatz. Das ursprüngliche Vorhaben, eine Astralreise zu wagen, verblasst wie eine ferne Erinnerung, denn die mich umgebende Welt – obwohl merkantil – ist wie ein visuell-seelischer Flash, ein Imprint von „was du siehst, das fühlst du“ und umgekehrt. Sehen und Fühlen sind eins. Und so lächle ich, denn nichts ist so stimmig und gut, wie der Anblick dieser Welt. Sie ist pur und ästhetisch, mit silbern schimmernden Pflastersteinen, glänzenden Früchten, geometrisch angeordneten Ständen, angenehmen Stimmen, behelmten Reitern am äußeren Rand, dunklen Wäldern am Fuße eines Gebirges, darüber ein hoher, tiefblauer Himmel … Und jedes Ding, jedes Tier, jeder Elf steht und bewegt sich am richtigen Fleck. Es ist wie eine durch-choreographierte Realität, deren Muster/Ablauf sich mir augenblicklich erschließt, weil es hier keine Zufälle gibt. Oder umgekehrt: Es gibt nur für denjenigen Zufälle, der die Choreographie nicht kennt.
Ein Name fällt mir ein. Siron. Aber ich kenne keinen Siron …
Das vage Gefühl, schon mal hier gewesen zu sein, beschleicht mich. Wenn am Ende des Platzes der blaue Feuerring wäre, wüsste ich es. Schon setze ich mich in Bewegung, gehe an vielen Ständen vorbei, eine breite Straße hinauf, eine Biegung nach rechts … Da ist er. Ich wusste es doch! Ein blauer Feuerring mit etwa sechs Metern Durchmesser brennt auf einer mit weißen Steinen gepflasterten Fläche. Also war ich schon mal hier. Mal schauen, was es damit auf sich hat …
Jemand tritt mir entgegen. „Halt.“
Ich sehe zu ihm auf. Lange blonde Haare, silberne Augen, strenger Blick.
Siron.
Mein Körper meldet sich augenblicklich. Vergessen ist der Feuerkreis. Offenbar habe ich auch zu diesem Elf eine intime Beziehung, denn ich fühle mich sofort zu ihm hingezogen und es ist seltsam, wie stark diese Anziehung ist …
„Kommst du vom Tuchhändler?“ Seine Stimme ist ernst, aber sanft.
„Ähm …“ War es klug, zu antworten? Sehen ist Fühlen und Denken ist Hören. Er weiß es doch schon. Und ich weiß über den Klang seiner Stimme, dass ich mit ihm tiefer als nur erotisch verbunden bin. Trotzdem scheint meine Verbindung mit dem Tuchhändler für ihn ebenso okay zu sein, was für mich ein weiteres Indiz ist, dass es sich nur um einen Traum handeln kann, denn wenn Eifersucht und Treue keine Rolle spielen …?
„Ja. Ich komme vom Tuchhändler.“
Siron lächelt. „Schau.“ Er deutet hinunter in Richtung Markt.
Und die Anhöhe herauf kommt eben dieser. Der Tuchhändler. Ein Maßband lugt unter den Enden seiner dunklen, langen Haare hervor, über dem Unterarm liegen dunkle Stoffe, sein Blick ist vertraut, aber schelmisch … „Die Tücher sind jetzt fertig“, lässt er mich wissen, und ich weiß nicht, wozu. Ich habe ja nichts beordert.
Die Stoffe, so erkenne ich jetzt, sind magisch. Sie sind nicht nur Weberzeugnisse, sondern äußerst kostbar. Und nur er, dieser Elf, konnte sie herstellen. Jetzt ist er direkt vor mir. Er legt die Stoffe ab und beginnt Maß zu nehmen, beginnend bei meiner Taille.
Siron, der hinter mir steht, drückt seine Lippen auf meinen Scheitel und beginnt, meinen Arm zu streicheln, den sich der Tuchhändler nun geschäftig nimmt und angelegentlich an ihm herummisst …
Siron lacht leise. „Hör auf mit deinen Späßen.“ Amüsement und Ernsthaftigkeit mischen sich in der Luft zu einem Befehl.
Der Tuchhändler lacht und legt augenblicklich das Maßband weg. Er beugt sich zu mir herab, streicht meine Haare zurück und flüstert in mein Ohr: „Du musst wissen: Ich kenne deine Maße schon längst.“ Seine Finger kosen meinen Hals, sein Atem streicht über meine Haut. „Und Siron kennt sie auch.“
Tja. Das wäre jetzt der Zeitpunkt, an welchem ich etwas wie „Du Schuft“ sagen oder empört davongehen sollte, doch spätestens seit Siron meinen Arm zu streicheln begonnen hat, war ich schon bezwungen. Es ist zu stark. Und jetzt, da er mich langsam von hinten umfängt, während der Tuchhändler meinen Mund sucht, wird mir klar, dass ich aufwachen würde, wenn das so weiter ginge … Denn das ist immer so. Ich sollte zu dem Feuerring gehen, fällt mir ein. Das hier ist nur Ablenkung. Und doch kann ich keinem von beiden sagen, dass er sich zurücknehmen soll. Ich schaffe es nicht. Wenn Erotik im Alltag eine Option ist, dann ist sie hier eine Notwendigkeit, und ich kann nicht anders, als es zuzulassen und zurückzusinken … Und so bin ich noch nicht einmal zur Hälfte entblößt, während dunkle Haare über meinen Bauch gleiten, ein blonder Bartschatten über meine Wange reibt und wissende Hände über meine Flanken streichen, als ich die Augen aufschlage.

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Traumtagebuch Die andere Mutter

Traumtagebuch: Die andere Mutter

Traumtagebuch ist eine Reihe, in welcher ich von denkwürdigen Trüb- oder Klarträumen berichte. Um diese Aufzeichnungen verstehen zu können, wäre Grundlagenwissen im Klarträumen und Astralreisen vorteilhaft, jedoch kann man auch mit einer unvoreingenommenen Lesart an die Texte herangehen:

„Wir müssen hier weg. Da stimmt etwas nicht.“
Ich sitze mit „meiner Mutter“ im Vorhaus unseres alten Hauses. Es ist stockdunkel, ich sehe das Zimmer und die Gegenstände darin nur schemenhaft. Eben noch haben wir uns wundervoll unterhalten, wie es Menschen tun, die sich gerade kennenlernen und sich auf Anhieb prächtig verstehen. Jetzt scheint von außen etwas Bedrohliches zu kommen …
Sie ist jedoch nicht „meine Mutter“, nicht jene, die ich in der Realität habe, und doch ist sie meine Mutter in diesem Traum.
Sie dreht den Kopf und deutet auf die Haustür. „Wir müssen weg.“
Ich fühle eine große Vertrauenswelle in mir aufsteigen, eine Verbundenheit zu dieser Person, denn sie erkennt die Gefahr. Sie weiß, was los ist, und weil sie es früher tut, als ich, entspannt es mich. Sie gibt mir Sicherheit.
Jetzt steht sie auf und ich folge ihr. „Wir brauchen Licht, ich kann nichts sehen“, sage ich.
„Die Lichtschalter funktionieren nicht, das weißt du“, antwortet sie.
„Woher soll ich denn das wissen?“
Weil du dein Bewusstsein ausgesandt hast und du den materiell-realen Lichtschalter nicht bedienen kannst, kommt als Gedanken-Wissen in meinen Kopf, auch wenn sich alles wie ein luzid flackernder Trübtraum anfühlt und ich meinen Körper, der im Bett liegt, ganz genau fühle.
Ich glaube ihr nicht und drücke auf den Lichtschalter im Wohnzimmer, doch es wird tatsächlich nicht hell.
Da stimmt doch etwas nicht. Und ich liege doch im Bett. In meiner Wohnung. Wie kann ich dann gleichzeitig in unserem alten Haus sein, das zehn Kilometer weit entfernt liegt?
Als ich mich umdrehe, ist „meine Mutter“ fort. Ich suche sie, doch sowie ich mit dieser Intention durch das Haus gehe, blind in der Dunkelheit herumtastend, verspüre ich massiven energetischen Druck und Widerstand. Dieser Druck ist sehr stark und fühlt sich schwer an, als läge man unter drei bis fünf Kubikmeter Erde begraben oder bewege sich gegen einen Strom. Doch sowie ich die Intention, das heißt die Suche nach ihr, aufgebe, ist der Druck weg. (Offenbar soll ich sie nicht suchen.)
Es war also schon hier. Das, wovor sie gewarnt hatte, war schon gekommen. Es hatte mich von ihr abgetrennt. Sie hat es kommen sehen …
„Wo bist du?“
Ist das ein Alptraum? Ich spüre meinen Körper und meine, mich vom Rücken auf die Seite drehen zu müssen, dann wäre der Alptraum – wie immer – vorbei, doch ich liege ja in der bevorzugten Position: auf dem Bauch.
Energisch drehe ich mich um und fauche in die Dunkelheit, was zweifach geschah, einmal im Haus und einmal im Traum in meiner Wohnung. Das Fauchen hat es aufgeschreckt: da, auf der Couch, da ist etwas … Es hält sich still in der Dunkelheit, es ist die Dunkelheit, und auch diese ist zweifach da, in meiner Wohnung im Traum sowie in unserem alten Haus. Sowie in der Realität.
Plötzlich weiß ich, dass „meine Mutter“ im Schlafzimmer ist.
Ein Zug fährt vorbei. Ich höre sein weit entferntes, melancholisches Rattern mit meinen physischen Ohren. Er fährt tatsächlich vorbei und ich nehme sein Rattern, um mich im Traum/im Haus mental abzuschirmen. Es ist eine Tarnkappe, damit ich weiter nach meiner Mutter suchen konnte, ohne auf den Widerstand zu stoßen, denn wenn die Energie nicht wusste, was ich vorhatte, konnte sie mich auch nicht aufhalten – so mein Gedanke.
Tatsächlich – und zu meinem Erstaunen – funktioniert es. Mit dem Rattern im Kopf wird meine Absicht für die Energie wohl undeutlich und ich erreiche das Schlafzimmer. Meine Mutter steht vor dem Schlafzimmerschrank. Dort ist sie auf seltsame Weise gebunden, wie in einer Starre, und ich kann ihre Präsenz dort nur fühlen, denn alles ist dunkel. Ich weiß, dass ich nur ihre Hände erreichen müsste, dann wäre die Trennung aufgehoben. Doch wenn ich meine Hände ausstreckte, konnte es passieren, dass ich aus meinem Körper gezogen werde, ich habe es schon ein paar Mal in dieser Weise erlebt, ich wollte es nicht … (Mein Trüb-Traum-Ich hat gelernt, die Hände bei sich zu halten …)
„Komm zu mir“, sagt sie, doch ihre Worte klingen schwach und verzerrt, als spräche jemand unter Wasser.
„Du brauchst die Tarnkappe“, schlage ich als Alternative zum „Händereichen“ vor.
„Welche Tarnkappe?“
„Den Zug.“
„Aber den höre ich nicht.“
In diesem Moment tritt die Energie wieder zwischen uns, meine Mutter wird unsichtbar und ich habe wieder gegen den Widerstand zu kämpfen, bzw. gegen das Gefühl, abgetrennt zu sein.
Ich wache auf.

Der Zug fährt immer noch. Mir ist sehr heiß, meine Haut glüht und im Zimmer sind sehr feine Energielinien. Sie fallen leicht schräg ein, haarfeine Parallelen von goldgelber Farbe auf dem nachtschwarzen Grund.
Ob „es“ noch da ist?
Ich sende meine eigene Energie mit voller Wucht aus, um den Störenfried aus dem Zimmer zu katapultieren, bzw. zu schieben, so wie er es mit mir getan hat. Soll er sich doch gegen grellweißen, hochelektrischen und surrenden Kundalini-Strom zur Wehr setzen und zu einem Röstprodukt in der astralen Welt zerfallen …

Nachtrag: Dieser Traum ging mir natürlich nahe, doch darüber hinaus weiß ich nicht, ob eine Gleichzeitigkeit und Bewusstseinspaltung stattfinden kann: Man ist mit einem Teil seines Bewusstseins dort und mit einem anderen Teil seines Bewusstseins da. Dass ich den Lichtschalter nicht bestätigen konnte, kann – genaugenommen – auch geträumt sein. (Dann ging das Licht im Traum eben nicht an.) Tatsächlich gibt es das Traumsymbol „Lichtschalter“, doch andererseits war das Gedankenwissen sehr klar: Du hast dein Bewusstsein ausgesandt, weswegen du den materiell-realen Lichtschalter nicht bedienen kannst. Auch war unser altes Haus als „Setting“ sehr stabil, es veränderte sich nicht, wie es das in Träumen sonst tut. Beispiel: Man ist an einem vertrauten Ort, in einem Zimmer, biegt um die Ecke und der Raum verändert sich oder man steht vielleicht gleich inmitten eines Marktplatzes …
Ich denke, man kann sich verschiedener Realitäten/Bewusstseinsebenen simultan bewusst sein, doch was ich bisher noch nicht in der Literatur fand, ist, ob in beiden – oder mehreren – Realitäten auch gleichzeitig etwas geschehen kann, was durch eben jene Realitäten/Ebenen wirkt, wie z. B. mein „Fauchen“ im Traum, im Zimmer und zugleich im alten Haus meiner Eltern, oder die Negativ-Energie, die im Zimmer, im Traum und zugleich im Haus meiner Eltern wirkte … Und der Zug, der in der Alltagsrealität ja tatsächlich vorbei fuhr, war dann meine bewusst erzeugte, mentale Tarnkappe zehn Kilometer weiter weg … Von außen an mein Traum-Ich gelangende Geräusche integriere ich sonst immer als ein „Irgendetwas“, was dann im momentanen Traumerleben Sinn oder weniger Sinn macht, wie z. B. das Blätterrauschen der sich im Wind wiegenden Birke. Dieses ist dann „Meeresrauschen“ oder auch „Klospülung“ – um kreativ zu sein, es muss aber nicht zwingend im Traum genau das sein, was es auch in der Realität ist.
In diesem Traum aber war der vorbeifahrende Zug kein verfremdetes Geräusch gekoppelt an irgendein Traumobjekt oder Traumsymbol, z. B. könnte ein Zug nicht nur auditiv wahrgenommen, sondern im Traumerleben als Tunnel, Luftzug oder sonst wie assoziativ verwirklicht sein … Nein, ich hörte den Zug, während ich träumte und ich wusste, es war der „wirkliche“ Zug, der in just diesem Moment vorüberfuhr, sowie ich auch um die momentane Lage meines Körpers im Traum wusste.

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