Remote Viewing: Die PSI-Agenten des CIA

Remote ViewingRemote Viewing bezeichnet eine bestimmte Form des Hellsehens, die als Fernwahrnehmung definiert ist. Dabei können bestimmte Situationen, ausgewählte Gebäude, Gegenstände ect. raum- u. zeitübergreifend wahrgenommen werden. Remote Viewer blicken also in die Vergangenheit, Zukunft und an andere Orte in der Gegenwart. Ebenso „viewen“ sie beliebige Fotos, die sie vorher noch nie gesehen haben.

In den 70er Jahren unterstützte die CIA ein Remote-Viewing-Projekt in den USA. Ziel war es, die Technik als Spionagemittel zu etablieren, um den perfekten Spion zu erschaffen. Nicht nur umging man damit das Problem des Abfangens von Post, sondern war ein physisches Auskundschaften von Gebäuden nicht mehr notwendig, da dies nun auf geistigem Weg geschah. So versuchte man, Atomwaffen, geheime Militärgelände und unterirdische Basen auszuspionieren.

Der bekannteste Remote Viewer jener Zeit war Ingo Swann (1933 – 2013). In einem Interview beschreibt er ein Remote-Viewing-Erlebnis wie folgt:

„In einem Fall bekam ich die Koordinaten eines Ortes, den ich für ein Gefangenenlager hielt. Die Gebäude sahen aus, wie die einer amerikanischen Kaserne. Sie hatten zwei Stockwerke. Übrigens befanden sie sich nicht in Amerika. Das Lager war von Bäumen umgeben. Es lag in einem Waldgebiet und war von Satelliten schwer zu erkennen. Außerdem war es mit drei hohen Stacheldrahtzäunen umspannt und wurde von Hunden bewacht. Beim Haupteingang befand sich ein Schienenkopf. Eine Eisenbahnlinie führte direkt bis an das Hauptgebäude heran. Es gab dort auch eine Straße, die über eine weite Strecke beidseitig geschützt erschien. Wir saßen also da (Anmerkung: im Raum, in dem die Session stattfand) und ich sagte: ‚Das ist ein Gefangenenlager. Warum sollte sich jemand dafür interessieren?‘ Doch mein „Monitor“ sagte: ‚Sieh dich genau um, da muss irgendwas sein.‘ Darauf entdeckte ich in einem der Gebäude zwei große Aufzugtüren. Nach oben führt der Lift nicht, also musste er nach unten führen – sagte ich mir. Ich fuhr nach unten … und entdeckte eine völlig andere Welt. Eine grauenhafte Welt. Es handelte sich um ein Versuchslabor, wo Affen, Hunde, Pferde und Schweine mit hochansteckenden Krankheiten infiziert wurden. Dasselbe geschah auch mit Menschen. Das Lager war ein Gefängnis für politisch unerwünschte Personen, die verschwanden und für Versuchszwecke missbraucht worden. Das ist der einzige Fall, der mich noch immer zum Weinen bringt. (Stimme von Ingo Swann bricht.) Nach dieser Sitzung war ich ein Wrack. Es war das Schrecklichste, was ich je gesehen habe. Ich glaube, ich war über eine Stunde in Tränen aufgelöst, bevor ich mich wieder beruhigen konnte. Vermutlich sollte ich darüber nicht reden, aber ich konnte das Land nicht identifizieren. Ich weiß jedoch, dass das Lager identifiziert und vor einigen Jahren völlig zerstört wurde.“

1995 wurde die militärische Forschung eingestellt, mit der offiziellen Begründung, dass die Arbeitsergebnisse unzufriedenstellend waren. Remote Viewing liefere zu ungenaue Ergebnisse. Die Grundelemente des zu Beschreibenden stimmten, doch das Umfeld konnte nicht immer genau bestimmt werden.

Ein Film, der das psycho-militärische Geschehen von damals annähernd, wenn auch auf satirische Weise wiedergibt, ist Männer, die auf Ziegen starren. Im Vorspann heißt es, der Film beinhalte mehr Wahres, als der Zuschauer geneigt ist, zu glauben. Das kann ich aufgrund meines Wissenstandes bestätigen.

Ingo Swann zog nach Abschluss der PSI-Forschung nach New York und war dort als Künstler tätig. Seine psychedelisch-spirituell anmutenden Bilder sind vermutlich noch einigen Menschen bekannt.

Technik des Remote Viewing

Im Remote Viewing geht es vorrangig darum, das analytische Denken außen vor zu lassen. Ego und Verstand, die linke Gehirnhälfte, werden soweit ausgeschaltet, um mittels der Intuition/dem Unbewussten eine Gegend/ein Geschehen/ein Bild erfühlend zu beschrieben. Dabei hält der Remote Viewer zunächst alles Sensorische, wie Textur, Geruch, Geschmack, Aussehen schriftlich fest und geht stufenweise immer tiefer, beschreibt Fremdemotionen, Eindrücke und geht schließlich soweit, bis er eine Skizze anfertigen oder direkt in das Geschehen eintauchen kann. Eine sog. Session dauert etwa 45 bis 60 Minuten. In dieser Zeit notiert der Remote-Viewer sämtliche Eindrücke oder arbeitet ein bestimmtes Fragenprotokoll ab, das so aufgebaut ist, dass der Verstand dabei im Idealfall außen vor bleibt.

Meine Meinung

Ich bin der Meinung, dass Ingo Swann hier durchaus beachtliche Fähigkeiten hatte. Die Technik ist nicht uninteressant, da sie vornehmlich die rechte Gehirnhälfte anspricht. Doch treffsichere Aussagen zu machen ist für den „Normal-Sterblichen“ dennoch schwierig. Spielt der Verstand oder das Ego hinein, kann das Ergebnis schon verzerrt sein. Ist das nicht der Fall, können sich auch einmal Bilder überlagern, was ebenfalls zu falschen Resultaten führt. Remote Viewing wird auch heute noch von Menschen angewandt, die beispielsweise das Ergebnis von Fußballspielen oder Pferdewetten voraussagen wollen.
Als Training für die rechte Gehirnhälfte finde ich die Technik passend. Doch muss man sich ernsthaft fragen, wie nun ein Seher wie z. B. Emanuel Swedenborg (17. Jh.) ohne diese Technik ausgekommen ist. Naturtalent? Swedenborg beschrieb am 19. Juli 1759 von Göteborg aus den 400 Kilometer entfernt stattfindenden Stadtbrand seiner Heimatstadt Stockholm. Ebenso berichtete Bruno Gröning im Buch von Thomas Busse (Link untenstehend) davon, wie er in wenigen Sekunden eine entfernt lebende Hilfesuchende geistig aufsuchte und den anwesenden Personen davon erzählte, was dieser Bekannten fehlt und was sie gerade tat. Und das tat er, ohne 45 Minuten lang alles akribisch zu protokollieren, was er sensorisch-intuitiv erfühlte. Es gab kein langsames Herantasten, sondern ein direktes Beschreiben. Daher denke ich, dass Remote Viewing die kleine Schwester des klassischen Hellsehens ist. Sich damit zu beschäftigen, ist sicherlich ein gutes Training und schadet niemanden in unserer vom Linkshirn dominierten Gesellschaft. Demnach würde ich es als Ausgleich heranziehen, eher als „Gehirngymnastik“ betrachten, die mehr Sinn und Spaß macht, als beispielsweise Rätsel aufzulösen. Doch wegen der Unschärfe würde ich es stets als „Spiel“ betrachten, wenn auch als sehr spannendes. Aber Geld auf ein „ge-viewtes“ Pferderennen zu setzen ist mit Risiko verbunden. Auch der Autor Manfred Jelinski, der eigens ein Buch zu Sportwetten mit Remote Viewing verfasst hat, spricht von diversen Tücken. 

Quellen:

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Copyright: © Tanja Braid, www.neoterisches-bewusstsein.com

Geboren 1978 – Bloggerin | Beraterin zu spirituellen Themen | Kundalini | Neoterikerin | Herausgeberin von Neoterisches Bewusstsein – Moderne Spiritualität

1 thought on “Remote Viewing: Die PSI-Agenten des CIA”

  1. Ja, ich habe es aus probiert und es funktioniert wirklich.

    Klar, wie alles im Leben und in der Welt der Quanten, haben wir es hier mit Wahrscheinlichkeiten zu tun. Absolute Sicherheit gibt es nur beim Albert Einstein (u.a, wie man als Plagiator sich mit fremden Federn schmückt).

    Beim RV (Remote Viewing) sollte man bedenken, dass man es nur wirklich beurteilen kann, wenn man es selbst ausprobiert hat. Das was man in den Büchern findet, ist oft nicht wirklich weiterführend und oft (wie bei der Freien Zone (Scientology)) nur erstellt worden, um die Menschen ab zu schrecken. RV und auch Scientology wäre das Ende jeder uns bekannten, unterdrückerischen Staatsform. Wer durch RV oder SCN gegangen ist, ist FREI und benötigt nicht diese Steinzeit-Regierungen und – Religionen, die man hier dem Volk als Heilsweg offeriert.

    Kein Wunder, dass der Staat und die Kirchen sich so über SCN und vergleichbare Techniken hermachen. Jeder Löwe muss die Freiheits-Bewegungen der Schafe und Ziegen bekämpfen, denn er würde sonst verhungern.

    RV Viewing, so wie man es in der Öffentlichkeit nachlesen kann, ist allerdings nur ein ganz kleiner Teil davon, um was es wirklich geht. Und das ist gut so, denn man jedes mächtige Tool auch missbrauchen. Besser also, man schreckt die Unbefugten ab, bevor sie Schaden anrichten.

    (*1) Zu Scientology (*1) möchte ich noch bemerken, dass ich damit NICHT die Scientologen meine, die man in der Öffentlichkeit kennt. Die Church of Scientology ist 1982 vom CIA übernommen worden und man aknn echt sagen, dass sie kriminell sind. Ich beschränke meine Darstellungen daher ausdrücklich auf die Gruppen der >>Freien Zone<<, die sich 1982 von der Church getrennt haben.

    Ich selbst bin aber kein Scientologen udn war auch nie bei einer dieser Gruppen ein Mitglied.

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